Braucht die Welt noch einen Coach? 5 Tipps wie Du Deine Nische findest.

19. April 2016 Von In Coaching Ausbildung Gelesen 1929 mal 0 Kommentar

tulips 175605 1280Diese tiefgründige Frage wurde uns von einer Interessentin unserer Coaching-Ausbildung während unseres Info-Abends in der letzten Woche gestellt.

Ich finde diese Frage derart wichtig, dass ich ihr diesen Blogbeitrag widmen möchte. Denn klar, wenn jemand eine Weiterbildung machen möchte, ist es nicht nur legitim, sondern darüber hinaus sinnvoll, sich Gedanken zu machen, was man hinterher damit anstellt.

Es hat sich wahrscheinlich herumgesprochen, dass es mittlerweile sehr viele Coaches gibt und der Begriff inflationär für alle möglichen Formen der Beratung „missbraucht“ wird, die aber nicht wirklich etwas mit Coaching zu tun haben. Doch unabhängig davon, gibt es auch viele seriös arbeitende Coaches. Die einen erfolgreich, die anderen weniger. Erfolgreich sind in aller Regel diejenigen, die ihre Nische gefunden haben, sprich, die sich spezialisiert haben. Nur, wie kommt man zu seiner Nische?

Diese fällt in aller Regel nicht vom Himmel, sondern muss erarbeitet werden. Am besten in Form eines Konzepts. Doch zunächst möchte ich Dir ein paar Tipps als Vorüberlegung an die Hand geben. Am besten schreibst Du Dir Deine Überlegungen gleich auf, dann musst Du Dir die Gedanken nicht zweimal machen.

1. Tipp: Schau auf Deine Berufserfahrung

Zu Beginn kannst Du Dir über Deine Berufserfahrung im Klaren werden. Welche Ausbildung/Studium hast Du absolviert? In welchen Bereichen hast Du bisher gearbeitet? Wo bzw. wie arbeitest Du aktuell? Auf wie viele Jahre Berufserfahrung blickst Du zurück?

Aus diesen Überlegungen kann sich unter Umständen schon eine Idee für eine Zielgruppe ergeben. Hast Du zum Beispiel sechs Jahre im Support des IT-Bereichs gearbeitet und warst richtig gut, kennst Du die Probleme der Kollegen. Du weißt welche Krisen bzw. Konfliktherde es geben kann. So könntest Du Dich als freiberuflicher Coach an Mitarbeiter aus dem Support wenden und ihnen Unterstützung bei der Bewältigung ihrer täglichen Probleme anbieten.

Dieses kleine Beispiel soll nur zeigen, dass es Sinn machen kann, wenn Du Dich an dem orientierst was Du schon kannst. Darin hast Du eine gewisse Feldkompetenz, wie man so sagt, und bist im fachlichen sattelfest. Da hat den Vorteil, dass Du die gleiche Sprache wie Dein Klientel sprichst, was sehr zur Vertrauensbildung beitragen kann.

2. Tipp: Schau auf Deine Lebenserfahrung

Zusätzlich zu Deiner Berufserfahrung, hast Du Lebenserfahrung gesammelt. Nicht selten steckt hinter dem was Du so alles im Leben erlebt bzw. gelernt hast ein Riesenpotential aus dem Du schöpfen kannst. Überlege Dir welche Hobbies Du hattest oder immer noch hast. Was hat Dich schon immer interessiert und was überhaupt nicht. Wofür hast Du Dich bereits engagiert? In welchem Verein oder welcher Organisation warst Du aktiv? Sich über all diese Dinge Gedanken zu machen, kann helfen ein Thema zu finden, in dem Du Dich sicher fühlst und bei dem Du anderen vielleicht helfen kannst.

3. Tipp: Sei mutig. Werde, der Du bist!

Viele Coaching-Einsteiger machen den Fehler und schauen bei der Erstellung ihres Konzepts, wenn sie denn überhaupt eines erstellen, ständig nach anderen. Wie macht denn X das? Welche Themen bietet Y an? Wie hat Z seine Website aufgebaut? Usw. Natürlich kann es nicht schaden, sich grob zu orientieren, doch kann es passieren, dass Du Dich dabei so sehr auf die Anderen konzentrierst, dass Du Dich selber aus den Augen verlierst. Also, sei mutig und gehe Deinen eigenen Weg und zwar von Anfang an. Das ist nicht immer leicht und Dir wird unter Umständen viel Gegenwind entgegen geblasen werden, doch am Ende musst Du mit Deinen Überlegungen und Deinem Konzept arbeiten und niemand anderer.

4. Tipp: Finde Deinen eigenen Stil

Dies schließt direkt an Tipp 3 an. Nur wenn Du Dich traust, so zu arbeiten, wie Du es für richtig hältst, bist Du authentisch. Versuche nicht den Stil anderer Coaches zu imitieren. Hiermit ist der eigentliche Arbeitsstil gemeint, also was ist Dir im Umgang mit Deinen Kunden wichtig? Duzt Du oder Siezt Du? Welche Honorarstruktur hältst Du für sinnvoll? Welche Methoden liegen Dir usw. Den eigenen Stil zu erlangen, dauert erfahrungsgemäß einige Zeit. Hierzu gehört auch herauszufinden, ob Du freiberuflich oder nebenberuflich Coaching anbieten möchtest. Vielleicht möchtest Du auch Coaching-Wissen bzw. –Können in Deinen Arbeitsalltag integrieren? Eine Coaching-Ausbildung die den Schwerpunkt auf Persönlichkeitsentwicklung legt, kann dabei helfen

5. Tipp: Erstelle Dein Konzept

Ohne schriftliches Konzept geht gar nichts. Dazu gehört natürlich noch viel mehr als die eben genannten Punkte. Sie stellen eine Basisüberlegung dar aber können dennoch helfen eine erste Idee zu entwickeln. Um als Coach erfolgreich sein zu können, ist es wichtig, dass Du Dir für Dein individuelles Konzept Zeit nimmst. In unserer Coaching-Ausbildung beginnen wir damit bereits im ersten Modul. So kann sich aus einer Idee über acht Monate ein handfester Plan erstellen.

Willst Du mehr über die Erstellung eines individuellen Coach-Konzepts erfahren, lies gerne in unserem Buch „Jetzt werde ich Coach!“ nach.

Wenn Du Fragen hast oder einen Kommentar schreiben möchtest, freuen wir uns von Dir zu hören.

Gelesen 1929 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 27 April 2016 09:25
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