Trainer und Coach - Zwei unschlagbare Partner

16. November 2016 Von In Coaching Ausbildung Gelesen 843 mal 0 Kommentar

Trainerin und Coach

Eine Selbstständigkeit als Coach zu realisieren ist heute ungleich schwieriger als noch vor 10 Jahren. Die Konkurrenz ist gestiegen und da heißt es sich abzugrenzen. Einerseits natürlich dadurch, dass Du Dein Profil als Coach so scharf formulierst, dass wirklich erkennbar wird wofür Du der Experte bzw. die Expertin bist. Andererseits kann es sinnvoll sein, sich ein zweites Standbein aufzubauen über welches Du im besten Fall sogar neue Klienten generieren kannst. Ich möchte Dir kurz vorstellen warum ich sowohl als Coach als auch als Trainerin arbeite.

Mit dem Zweiten steht man besser - auch als Coach

Neben Deiner Arbeit als Coach hat es sehr viele Vorteile, auch als Trainer bzw. Dozent unterwegs zu sein. Gerne will ich Dir kurz von meinem beruflichen Werdegang berichten: Als ich mit der Coachingtätigkeit begann, hatte ich vorher schon viele Jahre als Trainerin gearbeitet. Wissen strukturiert zu vermitteln, mich auf immer neue Gruppen einzustellen, Lernfortschritte zu sehen und zu begleiten, hat mir unglaublich viel Spaß gemacht. Doch irgendwann hatte ich das Bedürfnis mich auf weniger Menschen gleichzeitig konzentrieren zu müssen. Ich suchte das Eins-zu Eins Gespräch und wechselte zum Coaching, was ich bis heute nicht bereue. Die individuellen Sitzungen mit meinen Klienten sind bereichernd und anspruchsvoll zugleich. Das Vertrauen, dass mir entgegen gebracht wird, beeindruckt mich stets aufs Neue. Anfangs dachte ich, dass es viel einfacher und entspannter sein müsste mit nur einer Person zu arbeiten, da ich mich „nur“ auf eine Person und nicht auf eine ganze Gruppe konzentrieren muss. Doch stellte ich nach einer gewissen Zeit fest, dass dem nicht so ist. Ein intensives Coachinggespräch fordert ein hohes Maß an Konzentration und Aufmerksamkeit.

Nicht, dass Du Dich als Trainerin nicht konzentrieren musst. Doch bedingt durch die Dynamik in einer Gruppe, verteilt sich die Aufmerksamkeit und Du stehst als Trainerin nicht ständig im Fokus Deiner Seminarteilnehmer, im Vergleich zum Coaching. Das war eine interessante Erkenntnis für mich, die auf Dauer dazu geführt hat, dass ich nicht nur als Coach sondern zusätzlich wieder als Trainerin arbeite und dies hat für mich enorme Vorteile.

Am meisten lernt der Lehrende - das gilt auch für Trainer

Durch die Arbeit als Trainerin bleibe ich meiner strukturierten Denk- und Arbeitsweise treu, was mir auch dabei hilft einen Coaching-Prozess entsprechend zu steuern. Außerdem erweitere ich durch die Seminartätigkeit meinen Horizont. Denn natürlich lerne ich bei jedem Seminar das ich halte , eine ganze Menge dazu. Wie heißt es doch so schön: „Am meisten lernt der Lehrende“. Weiterhin empfinde ich es als sehr erfrischend und abwechslungsreich, sowohl als Trainer als auch als Coach zu arbeiten. Während ich als Dozentin meinen Seminarteilnehmern neues Wissen vermittle und ihnen auch mal mit einem Ratschlag oder Tipp zu Seite stehe, geht es beim Coaching doch eher darum, einen persönlichen, individuellen Veränderungsprozess meines Klienten zu begleiten, wobei ich mich selber zurücknehmen muss. Auf den Punkt gebracht heißt das: Bei einem Seminar steht das zu vermittelnde Wissen mit Dir als Trainer im Mittelpunkt. Beim Coaching steht Dein Klient im Mittelpunkt. Das ist von der Herangehensweise und der damit verbundenen Einstellung ein riesiger Unterschied.

Durch Schwerpunkte als Trainer bekannt werden

Unabhängig davon, dass es für mich persönlich sinnvoll ist beide Tätigkeiten parallel auszuüben, ist es auch wirtschaftlich von Vorteil. Es gibt immer Zeiten, in den die Auftragslage nicht so rosig ist, wie gewünscht. Da bieten Seminare in aller Regel eine bessere Planungssicherheit als Coachings. Hier besteht z. B. die Möglichkeit, mit verschiedenen Bildungsträgern zusammen zu arbeiten um sich mit einem oder mehreren Spezialthemen einen „Namen" zu machen. Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Vorteil besteht darin, dass mich meine Seminarteilnehmer nicht nur fachlich sondern auch persönlich kennenlernen können und sich so die Möglichkeit bietet, weitere Aufträge zu generieren, sowohl als Trainer aber auch als Coach.

Doch so unterschiedlich die Arbeit als Trainer bzw. Coach vielleicht klingen mag, gibt es doch viele Gemeinsamkeiten. So kann ich meine Fähigkeiten als Coach im Training einfließen lassen und umgekehrt. So beeinflussen sich doch beide Tätigkeiten und bilden für mich ein sinnvolles Ganzes.

Gelesen 843 mal Letzte Änderung am Mittwoch, 16 November 2016 08:24
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