Freitag, 17 Februar 2017 16:16

Coaching-Ausbildung oder Erdbeerjoghurt

Entscheidungshilfe Coaching FrankfurtDrei Entscheidungshilfen, die Dir garantiert schmecken werden

1, 2 oder 3, Du musst Dich entscheiden, drei Felder sind frei... So sang schon Michael Schanze in der beliebten Quizsendung in den 80ern. Doch welches Feld wähle ich...

„Wer nicht selbst entscheidet, für den wird entschieden.“ 

Dieses geflügelte Wort bringt das Wesen der Entscheidung auf den Punkt. Man kann selbst entscheiden oder es anderen überlassen – doch schlussendlich wird sie von irgendwem getroffen. Hirnforscher gehen davon aus, dass wir pro Tag circa 20.000 Entscheidungen treffen, kleine wie große.

Dazu eine Frage aus dem Alltag? Wann warst Du das letzte Mal in einem Supermarkt um Joghurt zu kaufen? Wenn Du nicht gerade zu den Traditionalisten gehörst und immer den gleichen Joghurt wählst, findest Du Dich vor einer quasi unüberschaubaren Auswahl wider. Ich möchte Dich verschonen und werde nicht alle Sorten, die mir jetzt so einfallen aufzählen. Mir geht es mittlerweile so, dass ich nur noch Naturjoghurt, cremig gerührt versteht sich, kaufe und alles andere ausblende. Angesichts der riesigen Auswahl, fühle ich mich, ehrlich gesagt, überfordert. Meine Konsequenz habe ich gezogen und mich entschieden, nämlich für die, wie ich finde, einfachste Variante. 

Dies ist natürlich ein recht banales Beispiel und ich weiß nur zu gut, dass es mit Entscheidungen nicht immer so einfach ist. Du darfst Dich zum Beispiel zwischen zwei Jobangebot entscheiden. Du möchtest Dich zwischen verschiedenen Weiterbildungen entscheiden oder auch für eine von mehreren Coaching-Ausbildungen. Damit Du es zukünftig leichter hast, möchte ich Dir später drei Entscheidungshilfen aufzeigen.

OK, Entscheidungen treffen fällt also zunehmend schwerer. Dies ist zumindest mein Eindruck. Und dabei ist es egal ob ich mich mit Freunden unterhalte, die ein Haus bauen möchten, mit einem jungen Coaching-Klienten der vor der Berufswahl steht oder mit Interessenten für unsere Coaching-Ausbildung. Allen gemein ist, dass sie eine für sich richtungsweisende Entscheidung treffen möchten aber nicht wissen, wie sie dabei vorgehen können. Hinzu kommt, dass jeder eine optimale Lösung möchte. Ein Lösung, mit der er oder sie auch noch in 10 Jahren glücklich sein kann. Ein nachvollziehbarer Wunsch, keine Frage.

Vielleicht liege ich falsch, aber ich bin zutiefst davon überzeugt, dass sich die Menschen noch vor ca. 10 - 15 Jahren leichter für oder gegen etwas entschieden haben. Doch woran mag das liegen?

Coaching-Ausbildungen wie Sand am Meer

Zum einen glaube ich, liegt es tatsächlich an der immensen Auswahl, die es zu allem und jedem gibt. Wenn ich, z. B. daran denke, wie viele Coaching-Ausbildungen es mittlerweile gibt.... Als ich mich 2006 für eine Coaching-Ausbildung interessierte, habe ich mir eine kleine Entscheidungsmatrix angelegt, habe diese mit den Kriterien belegt die mir wichtig waren, wie z. B.:

  • Preis
  • Preis/Stunde
  • Gesamtstundenanzahl
  • Gruppengröße
  • Methode
  • Besonderheiten
  • Abschluss
  • Ort

Dann habe ich mir fünf Ausbildungsinstitute rausgesucht und meine Entscheidungsmatrix mit den entsprechenden Kriterien gefüllt. Anschließend habe ich von den fünf Instituten drei in die engere Wahl genommen. Bei diesen habe ich angerufen um mir einen persönlichen Eindruck zu verschaffen. Das war für mich das Wichtigste! Damit und mit meinen Kriterien konnte ich mich zügig entscheiden. Heute sieht es anders aus, da die Anzahl der Coaching-Ausbildungen enorm zugenommen hat und es schon schwierig ist sich auf fünf zu begrenzen.

Neulich fragte eine Interessentin für unsere Coaching-Ausbildung, ob ich ihr sagen könnte, wie sie sich entscheiden solle. Mein spontaner Rat war, den persönlichen Kontakt zu den zukünftigen Lehrcoaches zu suchen, wie sie es bei uns ja gerade getan hat, um sich, wie oben schon erwähnt, einen persönlichen Eindruck zu verschaffen. Schnell wird sie merken:

  • Wie sympathisch ist mir die Person?
  • Wie gut wird mir zugehört?
  • Wird sich ausreichend Zeit genommen?
  • Werden alle meine Fragen beantwortet?
  • Welches Bild von Coaching wird beschrieben?
  • Welche Besonderheiten in der Coaching-Ausbildung gibt es?
  • Doch neben der Riesenauswahl gibt es noch einen weiteren wichtigen Punkt:

Wo steckt die Nadel im Heuhaufen?

Zum anderen, meine ich, gibt es insbesondere durch das Internet, überall und zu jeder Zeit und zu jedem Thema die Möglichkeit sich zu informieren. Was ich einerseits total praktisch finde und auch rege nutze, kann aber auch ein echtes Hindernis werden. Nämlich das Hindernis eine Entscheidung zu treffen. Denn es könnte ja sein, dass ich noch nicht alle Informationen habe um mich entscheiden zu können. Und wer weiß, was mir bei B und C entgeht wenn ich mich für A entscheide? Hier könnten sich förmlich Verlustängste breitmachen. Denn, entscheide ich mich für A, muss ich mich gleichzeitig von B und C verabschieden. Doch am liebsten möchte ich alles!? 

Dies ist ein Phänomen, welches ich schon häufig beim Coaching von Berufseinsteigern feststellen konnte. „Ich könnte ja Umwelttechnik studieren“, höre ich da. „Aber will ich wirklich mein Leben lang in diesem Job arbeiten? Mhm, Jura würde mich auch interessieren, um für mehr Gerechtigkeit zu kämpfen, doch ist das nicht ziemlich spießig?“ Usw. usw. Auch hier erlebe ich die Schwierigkeit, aufgrund der Auswahlmöglichkeiten und einem irgendwie gearteten Anspruch auf eine perfekte „lebensandauernde“ Entscheidung. 

Unabhängig von den Konsequenzen neigen wir in der deutschen Kultur dazu, nicht optimale Entscheidungen zwangsläufig als Fehler einzustufen. Und Fehler sind –zumindest hierzulande – negativ besetzt. Dabei können vermeintlich „falsche“ Entscheidungen auch interessante Lernansätze sein und zu ganz neuen Erfahrungen führen.

Doch wie entscheide ich mich nun „richtig“?

Entscheidungen beschäftigen die Menschheit aber nicht erst seit gestern, und so wurden Methoden entwickelt, die Entscheidungen erleichtern können. Drei davon möchte ich Dir kurz vorstellen.

Welche davon Du ausprobierst, ist allerdings Deine Entscheidung ;-))

Sie werden übrigens auch in unserer Coaching-Ausbildung vermittelt. Dort allerdings etwas ausführlicher. Hier habe ich mich für die „Rezeptform“ entschieden um es einfach und griffig zu halten.

 

Übung 80.Geburtstag (von Lukas Niederberger)

Anzuwenden bei Orientierungslosigkeit oder biografischen Entscheidungen.

Vorgehen: Bewaffne Dich mit Stift und Papier und begib Dich an einen ruhigen Ort. Dort stelle Dir die folgenden Fragen: „Was würde mich an meinem 80. Geburtstag zum Weinen bringen, weil ich es erleben durfte oder weil ich es versäumt habe? Was möchte ich in einer Ansprache über mich und mein Leben hören?“

Leite daraus Dein Lebensziel ab und schreib es auf. Notiere Dir dazu auch die drei wichtigsten Werte in Deinem Leben.

Für die Zukunft: Bei künftigen Entscheidungen kannst Du Dich fragen: “Welcher der möglichen Wege führt mich eher an mein Lebensziel?“

 

Übung 10-10-10 (von Suzy Welch)

Anzuwenden bei Lebensentscheidungen aller Art.

Vorgehen: Es basiert auf drei scheinbar banalen Fragen:

Welche Auswirkungen hat meine Entscheidung in zehn Minuten?

Welche Auswirkungen hat sie in zehn Monaten?

Welche Auswirkungen hat sie in zehn Jahren?

Wirkt simpel, doch diese Fragen können Entscheidungen – und deren Auswirkungen – relativieren und ins rechte Licht rücken. 

Für die Zukunft: Ist eine Entscheidung in zehn Monaten – oder gar Jahren – wirklich noch relevant? Wenn nicht, ist sie vielleicht auch aktuell gar nicht so wichtig.

 

Übung „Schwanger gehen“ (von Lukas Niederberger)

Anzuwenden bei richtungsweisenden Entscheidungen wie Jobwechsel, Wohnortwechsel, Trennung.

Vorgehen: Stell Dir vor, Du hast Dich für die mögliche Option A entschieden. Gehe dann drei, besser fünf Tage mit dieser Option „schwanger“. Lebe alleine mit dieser Vorstellung und lass für diese Zeit die anderen Optionen außer acht. Prüfe was dies mit Dir macht. Kommst Du zu innerer Ruhe, kommen Freude und Energie auf, dann kannst Du davon ausgehen, dass es die richtige Wahl ist. Schläfst Du aber schlecht und hast einen Knoten im Bauch, ist es mit großer Wahrscheinlichkeit nicht die richtige Option. Wiederhole anschließend die Übung für die Varianten B und C. Mach Dir jeweils Notizen, die Du später miteinander vergleichen kannst.

Für die Zukunft: „Schwanger gehen“ ist anfangs nicht leicht, doch wenn Du es konsequent umsetzt, kommst Du zu recht zuverlässigen Entscheidungen.

Wie hast Du Deine letzte wichtige Entscheidung getroffen? Lass uns teilhaben, so dass wir Deinen Weg hier veröffentlichen können.

Donnerstag, 30 April 2015 08:35

Die Qual der Wahl

5 Tipps um kluge Entscheidungen zu treffen

Entscheidungen müssen wir täglich treffen, kleine und große. Manchmal fällt es uns leicht, manchmal schwer. Woran liegt es, dass wir uns bei bestimmten Entscheidungen schwer tun? Wie können wir es uns leichter machen?

Ich hatte den Eindruck dass er echt intelligent ist. Er kann analytisch denken und ist rhetorisch gut drauf. Er diskutiert gerne und weiß zu überzeugen. Und trotzdem kommt er beruflich nicht aus dem „Quark“. Die Rede ist von einem 22jährigen Klienten der Generation Y, der sich beruflich nicht entscheiden kann. Er kann sich vieles vorstellen, hat aber die Sorge, dass ihm nach kurzer Zeit langweilig wird. Aus Angst sich für den „falschen“ Beruf zu entscheiden, macht er lieber nichts. Das ist natürlich auch eine Entscheidung, nämlich die, alles beim alten lassen zu wollen.

Dies ist nur ein Beispiel dafür, wie schwierig es sein kann Entscheidungen zu treffen. Das fatale ist nur, wenn wir nicht aktiv Entscheidungen treffen, dann treffen sie andere für uns. Und ob das dann besser ist, ist die Frage. Vielleicht neigst Du dazu jetzt die gute alte Zeit zu loben in der es viel einfacher war? Aber so einfach war es nicht. Bis Ende der 70er Jahre gab es z. B. ein Gesetz (§1356 BGB) das für uns Frauen entschied: „Frauen führen den Haushalt in alleiniger Verantwortung. Es ist ihnen verboten der Erwerbspflicht nachzugehen, wenn diese mit der Erfüllung familiärer Pflichten konkurriert.“ Da muss ich doch sagen, auch wenn es manchmal schwerer ist, entscheide ich doch lieber selbst für mich.

Doch was hält uns manchmal davon ab, zügig und für uns klug zu entscheiden?

Folgende Faktoren können dabei ihren Einfluss geltend machen:

  • Ängste vor den Konsequenzen oder der damit einhergehenden Verantwortung. „Wenn ich jetzt BWL studiere, hänge ich mein Leben lang in einem Büro...“
  • Die Suche nach DER perfekten Lösung, die es in Wirklichkeit nicht gibt. „Bei BWL hätte ich den Vorteil, dass ich viel Geld verdienen kann, Umweltschutz würde mich auch interessieren, aber da verdiene ich nichts..“
  • Die Angst vor der eigenen Courage. „Was? In meinem Alter nochmal ganz von vorne anfangen?“ Da bleibe ich lieber wo ich bin, auch wenn es mir nicht gut gefällt.“
  • Die Sorge um die vermeintliche Tragweite einer Entscheidung. „Wie lange muss ich mich darüber ärgern, dass ich im Urlaub nach Schweden gefahren bin und drei Wochen Regen hatte, statt nach Spanien mit Sonnengarantie?“
  • Es gibt zu viel Auswahl. Dies kann einerseits viel Freiheit bedeuten. Andererseits kann es auch zu großer Unsicherheit führen. „Manchmal dauert die Auswahl eines Joghurts länger als die Dauer an der Kasse zu stehen.“

Wie treffen wir überhaupt Entscheidungen?

Mit dem Kopf oder mit dem Bauch? Im optimalen Fall mit beidem. Viele Entscheidungen werden zunächst mit dem Bauch gefällt und dann durch den Kopf rechtfertigt.

Wie hast Du z. B. Dein letztes Auto gekauft? Hast Dich nur so zum Spaß mal hinter das Steuer eines „unvernünftigen“ Cabriolets gesetzt, hast Dich wohl gefühlt und konntest Dir vorstellen wie es sich fährt, hast quasi schon den Wind in den Haaren gespürt, und – hast gekauft. Viel zu teuer, kaum Kofferraum, hohe Versicherungskosten. Aber einfach toll!! So kann es gehen. Und wenn es Dich nicht in den finanziellen Ruin treibt, erfreu Dich einfach dran. Spätere Argumente könnten dann noch sein, dass es ja jetzt zum Sommer mehr Sinn macht als zum Winter und Du jetzt noch in dem Alter bist...usw.

Andererseits gibt es Entscheidungen, die Du vielleicht eher mit dem Kopf triffst. Nehmen wir z. B. das Thema Weiterbildung. Hierbei hast Du in aller Regel ein festes Ziel vor Augen. Für dieses suchst Du eine passende Ausbildung. Oft macht es Sinn, sich Auswahlkriterien aufzuschreiben und diese mit den verschiedenen Angeboten zu vergleichen. Bei einer Coaching-Ausbildung könnten dies z. B. Erfahrung der Trainer, Aufbau und Struktur der Ausbildung, Nähe zur Praxis, Methodenvielfalt, Erarbeitung eines eigenen Konzepts, Sympathie der Trainer und der Preis sein. Aus diesen Informationen kannst Du eine Matrix erstellen und Deine Eintragungen für drei verschiedene Institute machen. Das Institut mit den meisten Punkten bekommt Deinen Zuschlag. Doch machen wir uns nichts vor. Spätestens bei der Sympathie der Trainer ist der Bauch wieder dabei.

Also, egal um welche Entscheidung es geht, Bauch und Kopf spielen ein gemeinsames Spiel.

Folgende Tipps können Dir dabei helfen Entscheidungen leichter zu treffen.

Tipp 1: Frage Dich, was als Schlimmstes passieren könnte, wenn Du Dich falsch entschieden hättest? Wie würde Dein Leben mit dieser vermeintlich falschen Entscheidung weiter gehen?

Tipp 2: Mit welchen Konsequenzen musst Du leben, wenn Du Dich für Variante A bzw. B entscheidest und umgekehrt?

Tipp 3: Frage entscheidungsfreudige Personen um ihre Meinung. Frage aber konkret „Würdest Du, nachdem ich sie Dir erklärt habe eher Variante A oder B nehmen?“ Wenn Du die Frage eher offen formulierst „Was würdest Du denn machen?“ kann das hilfreich sein, wenn Du noch überhaupt keine Idee hast. Möchtest Du Dich aber zwischen zwei Alternativen entscheiden, frage auch nur diese ab.

Tipp 4: Erstelle eine Liste mit Pro- und Kontraargumenten oder die eben schon erwähnte Matrix.

Tipp 5: Mach Dich locker und entscheide. Das bringt Dir Klarheit. Die wenigsten Entscheidungen sind für`s Leben. Erwarte keine „eierlegende Wollmichsau“.

 

Wie triffst Du in aller Regel Entscheidungen? Welche triffst Du eher mit dem Kopf, welcher eher mit dem Bauch? Ich freu mich über Deinen Kommentar?

 

In meiner Arbeit mit Menschen im Coaching oder in Therapie begegnen mir Menschen mit vielerlei Anliegen. Hinter all diesen Anliegen steht eines gemeinsam: Menschen verspüren in ihrem Leben einen Mangel und wollen etwas erreichen, um diesen Mangel zu kompensieren. Dies kann ein Mangel an Selbstvertrauen sein. Ebenso ein Mangel an sinnstiftender Tätigkeit oder ein Fehlen an guten Ideen, uvm. Schauen wir noch eine Ebene tiefer begegnen wir schon der Suche nach dem Glück. Die Frage nach dem Glück wird aber nie explizit gestellt, sondern erscheint in vielerlei Verkleidungen in der Äußerung eigener Wünsche. Ich habe zumindest in meiner Praxis noch nie einen Klienten erlebt der sagte: „Ich möchte gerne glücklich sein, zeigen sie mir bitte wie!"

Alles Glücksache?

"Glück ist keine Glücksache", von Henry G. Tietze (1996). Eines der ersten Bücher zum Thema Lebensgestaltung, das ich damals las. Schon damals beschäftigte mich die Frage: Was brauchen Menschen für ein glückliches Leben? Gibt es hier bestimmte „Standards" oder gar Gesetzmäßigkeiten? Was unterscheidet zufriedene Menschen von denen die es nicht sind, usw. Und die mich heute immer noch brennend interessierende Frage: Warum tun Menschen bestimmte Dinge in ihrem Leben (oder auch nicht!)? Was beeinflusst eigene Entscheidungen, eigene Werte und gibt der menschlichen Existenz Freude und Sinn.

Glücklich trotz widriger Umstände?

So müssten Menschen, die in ihrem Leben „alles" haben was man sich sozusagen wünschen kann, eigentlich sehr glücklich sein. Und Menschen, denen im Leben durch Verluste, Krankheit oder sogenannte widrige Umstände eher schlimmes widerfahren ist unglücklich sein. Wir alle wissen aber, dass dem nicht so ist...

Vor ein paar Tagen unterhielt ich mich mit einem lieben, schon etwas älteren Menschen über das Thema Zufriedenheit im fortgeschrittenen Alter. Dabei kamen wir auch auf die Kindheit in den Kriegsjahren zu sprechen. Sie erzählte mir folgendes: „Ich wuchs die ersten vier Jahre in einer Baracke in Nordhessen auf. Eine Unterkunftsstätte für Flüchtlinge die aus dem Osten kamen. Trotz einfachster Verhältnisse hatten wir immer zu essen und uns ging es wirklich gut. Es waren so viele Kinder da und wir hatten immer Freude." Offenbar ist Zufriedenheit und die Akzeptanz dessen was ist, ein großer Baustein zur Erlangung von Glück. Sie erzählte weiter: „Viele Menschen schätzen nicht das, was sie in der Hand halten sondern schauen dauernd nach dem, was vor ihnen liegt und sie nicht haben". Offenbar ist die Fähigkeit, Dankbarkeit zu empfinden auch ein Baustein für das eigene Glück.

Wo bleibt die Dankbarkeit?

In meinem Artikel „Dankbarkeit als Ressource" vom 12. Februar 2013 ging ich bereits auf die Wichtigkeit des eigenen Blickwinkels ein. Schaue ich auf die Dinge die ich nicht habe, verspüre ich einen Mangel. Nehme ich die (meist sehr zahlreichen) Dinge in den Fokus die ich habe, fühle ich mich reich beschenkt.
In Coaching, Beratung und Therapie sollten wir als „professionelle" immer den Blick der Klienten auf die Dinge lenken, die diese haben, die nützlich sind oder ihnen helfen, schwierige Situationen gut zu meistern. Im beraterischen Setting sprechen wir dabei von Ressourcen und die Haltung dahinter ist die Ressourcenorientierung – im Gegensatz zur Problemorientierung.

Und die Moral von der Geschicht...

Zum Abschluss möchte ich Ihnen noch die Geschichte von dem König erzählen, der unglücklich war.

Der unglückliche König

Der König, der unglücklich war wollte so gerne glücklich sein. So befragte er seinen Gelehrten, wie er dies erreichen könnte. Dieser sagte: „Du musst das Hemd eines Glücklichen tragen, dann wirst du glücklich sein."
So schickte dieser seine Diener fort in alle Herren Länder. Sie suchten und fragten überall, ob es denn ein Mensch gäbe, der glücklich ist. Sie fanden aber niemand. Schließlich kamen sie in ein Dorf und die Menschen sagten: „Schaut dort, oben auf einer Wiese am Waldrand. Dort ist ein Mensch der glücklich ist!". Schnell eilten sie hinauf zu dem Mann. Als sie ihn fanden gingen sie zu ihm hin und sagten: „Du, bist du glücklich?" Er entgegnete: „Ja, das bin ich." Dann gib uns schnell dein Hemd, wir brauchen es für unseren König", sagten die Diener. Daraufhin antwortete er: „Seht mich an, ich habe leider keins."

Dienstag, 19 Februar 2013 09:39

Wer die Wahl hat, hat die Qual!

Wer die Wahl hat, hat die Qual
- Entscheidungshilfe für eine Coaching-Ausbildung –

Coaching-Ausbildungen gibt es mittlerweile wie Sand am Meer.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwierig es sein kann eine passende Coaching-Ausbildung zu finden. Schließlich möchte man eine Ausbildung die zu einem passt und bei der die Investitionen Zeit und Geld in einem angemessenen Verhältnis zum Nutzen stehen.

Hier beginnt die eigentliche Entscheidungsfindung. Welchen Nutzen erwarten Sie? Was sind Sie bereit selber zu investieren? Vielleicht helfen Ihnen die folgenden Fragen Ihre Suche zu strukturieren.

  • Telefon: 04371 - 60 39 002
  • Telefon: 01525-39 49 994