Coaching-Ausbildung zur SelbstfürsorgeJetzt oder nie!

Kennst Du das?

„Eigentlich müsste ich mal wieder etwas für mich selber tun. Der Workshop im letzten Jahr war echt super. Warum mache ich das nicht öfters?“

„Heute bin ich wieder nur so von einem Termin zum nächsten gelaufen. Ich habe das Gefühl, dass mein Leben nur so an mir vorbei läuft. Ich müsste mal etwas tun das nur für mich ist…“

„Ich könnte im Job noch sehr viel besser sein, wenn ich lernen würde mit bestimmten Situationen besser umzugehen.“

Du kannst mir glauben, auch ich kenne das. Noch vor ca. 10 Jahren, ging es mir ähnlich. Hin und wieder habe ich einen Wochenend-Workshop oder ein Seminar besucht. Alle mit dem Grundgedanken, etwas für mich persönlich zu tun. Sie waren auch durchweg gut, und ich bin mit den besten Vorsätzen nach Hause gegangen. Nur habe ich gemerkt, dass ich es nicht so richtig geschafft habe, das Gelernte tatsächlich in meinen Alltag zu integrieren. Die ersten 1 – 2 Wochen nach den Kursen war ich hoch motiviert, doch dann kamen die alten Verhaltensmuster wieder zum Vorschein. Und ich kann Dir sagen, das hat mich ziemlich gewurmt. Ich habe mir dann viele Gedanken darüber gemacht, warum es wohl so schwierig ist etwas für sich selbst zu tun, wobei wir doch im Grunde genommen wissen was für uns gut ist.

Erst die Arbeit dann das Vergnügen – warum wir anderen häufig mehr Bedeutung schenken als uns selbst

Eigentlich ist es doch komisch. Jedem anderen würden wir raten. „Mensch mach doch einfach mal was für Dich.“ „Lass doch mal Fünfe gerade sein.“ „ Nur wenn es Dir gut geht, kannst Du auch für andre da sein“ usw. Doch für uns selbst gilt das irgendwie nicht.

  • Da wird doch noch ein  geschäftlicher Termin vergeben, obwohl man abends zum Sport verabredet ist,
  • Da werden noch schnell die Mails erledigt, obwohl eigentlich Mittagspause ist
  • Der Kollegin wird die Erstellung der Präsentation abgenommen, da sie mit Power Point nicht so fit ist, obwohl der eigene Schreibtisch noch voll liegt
  • Auf das lange Wochenende wird verzichtet, weil der Sohn ein Fußballspiel hat
  • Usw, usw.

Sicherlich könntest Du die Liste fortsetzen.

Das Verrückte dabei ist, dass Du Dich in dem Moment wo Du Du Dich selber zurücknimmst, gleichzeitig gut und schlecht fühlst. Gut, weil Du etwas besonderes leistest, vielleicht über Deine Grenzen gehst, Dir also etwas zutraust, was Du eigentlich nicht wolltest; schlecht, weil Du weißt, dass genau das Dir auf Dauer nicht gut tut.

Versteh mich nicht falsch. Es kann durchaus sinnvoll sein, ab und zu seine Grenzen zu überschreiten, sonst würde es keine Entwicklung geben. Es geht eher darum, festzustellen, wann wirklich eine Grenze erreicht ist, die zu überschreiten nicht mehr gesund ist.

Ich glaube, hier spielen zwei Aspekte eine Rolle. Zum einen führt eine Grenzüberschreitung in aller Regel zu Anerkennung von außen, die den meisten Menschen wichtig ist. Sei es, dass der Chef einen lobt, dass man noch dies oder jenes geschafft hat oder die Kollegin ein „Du bist doch die Beste“ säuselt. Für derartige Belobigungen sind die meisten Menschen sehr empfänglich. Selber lobt man sich ja nicht so oft ;-) Zum Zweiten fällt es uns meist leichter gegenüber sich selbst ein schlechtes Gewissen zu haben als gegenüber anderen. Wer enttäuscht schon gerne andere??

Das heißt, wir sind in aller Regel sehr viel besser darin, uns und unsere Bedürfnisse hinten anzustellen als die Bedürfnisse anderer Menschen.

Wo bleibe ich selbst dabei?

Ich weiß nicht wie es Dir dabei geht aber bei mir hinterlässt es dann doch einen unterschwellig bitteren Geschmack, wenn ich mir etwas für mich vorgenommen habe und es nicht eingehalten habe. Es bleibt immer so das Gefühl zurück, als ob ich mich selber nicht ernst, nicht wichtig nehmen würde. Das wiederum kann dazu führen, dass sich mein Selbstbild und damit mein Selbstwert verschlechtern.

Auch vor 10 Jahren war ich mir bewusst, dass dieses Verhalten nicht gut für mich war. Ich wusste aber nicht so recht wie ich wirklich dauerhaft etwas ändern kann. Schließlich wollte ich mich auch nicht zu einem Egomanen entwickeln, der nur an sich selbst denkt.

Über verschiedenste Wege bin ich dann zu meiner Coaching-Ausbildung gekommen, die ich eigentlich gebucht habe um mich beruflich weiter zu entwickeln. Dort habe ich damals zum ersten Mal etwas von Glaubenssätzen gehört und wie sie uns und unser Leben beeinflussen können. Das besondere aber war, dass ich nicht nur theoretisch etwas über Glaubenssätze gelernt habe, sondern auch praktisch gelernt habe sie zu erkennen und zu verändern und zwar nachhaltig. Das hat mir sehr geholfen.

Hier habe ich auch verschiedene Kommunikationsmodelle und den Umgang damit erlernt. Außerdem ist mir bewusst geworden, welchen Einfluss mein Verhalten auf meine Umwelt hat und durfte feststellen, dass schon eine kleine Veränderung bei mir, große Veränderungen in meinem Umfeld bewirken können. Überhaupt war es eine großartige Möglichkeit, viel über mich und meine Wirkung auf andere zu lernen.

Diese Erkenntnisse konnten aber nur dadurch ihre Wirkung zeigen, dass ich regelmäßig Feedback durch die anderen Teilnehmer der Coaching-Ausbildung erhielt. Ein weiterer wichtiger Punkt, der die Nachhaltigkeit unterstützt hat, war die Dauer der Ausbildung. Ich habe gemerkt, dass es ein großer Unterschied ist, ob ich ein Wochenendseminar besuche oder eine mehrmonatige Ausbildung mit einem festen Teilnehmerkreis. In einem solchen Rahmen, in dem Vertrauen eine große Rolle spielt, ist echte Selbsterfahrung möglich.

Diese Erfahrung war für mich Gold wert. Somit hat die Coaching-Ausbildung mich nicht nur beruflich sondern auch persönlich einen großen Schritt weiter gebracht. Soweit, dass ich mit meinem Kollegen Peter, selber Coaches ausbilde um die gemachten Erfahrungen weiter zu geben.

Vielleicht bist Du ja auch gerade an dem Punkt an dem Du sowohl etwas für Deine berufliche als auch für Deine persönliche Entwicklung tun möchtest. Worauf also noch warten? Schau Dich doch einfach mal um, welche Möglichkeiten es gibt. Und wenn Du etwas über unsere Coaching-Ausbildung erfahren möchtest, freuen wir uns, von Dir zu hören.

 

Im heutigen Artikel zeige ich Dir, wie Du als Führungskraft oder Vorgesetzter Coaching bzw. Coaching-Kompetenz bei Führung und Leitungsaufgaben sinnvoll und nutzbringend einsetzen kannst. Da Coaching per Definition ein „ergebnisoffener Prozess" ist, scheint dies im ersten Moment ein Widerspruch zum Anliegen von Führung zu sein. Als ergebnisoffener Prozess ist gemeint, dass ein Coach während eines Coachings ein zu erreichendes Ziel nicht bestimmt oder mitbestimmt. Das ist im gewöhnlichen Führungsalltag nicht ohne weiteres umzusetzen. Schließlich gehört es zu den Führungsaufgaben, Zielvorgaben umzusetzen und dazu die eigenen Mitarbeiter auch zu instruieren und Leistungskennzahlen zu überwachen. Wie kann Coaching-Handwerkszeug im Führungsalltag dennoch einen großen Nutzen bieten?

Wertschätzung und Vertrauen - des Coaches Handwerkszeug

Vielleicht kennst Du noch den „guten alten Chef", der stets sagt wo´s langgeht und seinen „Untergebenen" auch mal richtig Bescheid gibt, wenn´s mal wieder nicht so richtig läuft...Dieses Führungsmodell ist nun wahrlich out. Auch der Führungsstil, alles selbst machen zu wollen bzw. zu müssen, da es ja sonst nicht läuft. Erkennst Du Dich als Vorgesetzter in oben gesagtem wieder, solltest Du Dich ernsthaft fragen ob Du die Bezeichnung Führungskraft verdient hast. Eher solltest Du Dich als „cleveren Steuermann" verstehen. Als dieser delegierst Du die Aufgaben bzw. Zielvorgaben an die Personen, die mit ihren Stärken am meisten dafür geeignet sind. Um dies umzusetzen, braucht es allerdings zwei ganz wichtige Komponenten: Wertschätzung und Vertrauen! Wertschätzung bedeutet, einen Menschen bzw. Mitarbeiter mit seinen Stärken aber auch Schwächen zu sehen und ihn in erster Linie als Mensch zu betrachten und nicht nur in seiner Funktion als Sachbearbeiter, Sekretärin oder ähnliches. Vertrauen bedeutet, einen authentischen Rahmen zu bauen in dem ehrliche Begegnung stattfinden kann. Hier darf und kann die Führungskraft auch als Mensch erscheinen, ohne die eigene Rolle als Vorgesetzter aufzugeben. Und genau diese beiden Komponenten, Wertschätzung und Vertrauen, sind auch die Basis des Coaches, der Menschen in Veränderungsprozessen begleitet um Ziele zu erreichen. Na, dämmert es bei Dir? Was ist denn eigentlich die Aufgabe einer Führungskraft?

Ziele erreichen und Werte gestalten

Bestimmt hast Du es schon erraten. Eine Führungskraft ist oder sollte eine Person sein, die genaugenommen Veränderungsprozesse begleitet, um Ziele, genaugenommen Unternehmensziele, erreichen möchte. Bisher waren wir 1 zu 1 im Coaching. Jetzt kommt der entscheidende Unterschied ins Spiel: In Unternehmen geht es nicht (in erster Linie) um die Ziele eines Klienten oder Mitarbeiters. Es geht vielmehr um zu erreichende Unternehmensziele, die auf den Mitarbeiter heruntergebrochen werden. Und bei genau diesen Zielen gibt es auch nur bedingten „Freiraum" für den Mitarbeiter. So müssen bestimmte Aufgaben oftmals in einer ganz bestimmten Form erledigt werden. Häufig spricht man auch davon, dass sogenannte standardisierte Abläufe etabliert werden, auch um eine bestimmte Performanz, also einen effektiven Arbeitsfluss, zu gewährleisten. Allerdings gibt es auch Aufgaben oder Projekte, in denen Mitarbeiter eigene Wege und Strategien finden müssen. Hier kommt die „Führungskraft als Coach" ins Spiel, die bei der Suche nach geeigneten Lösungsstrategien mit dem Handwerkszeug eines Coaches sehr gute Arbeit leisten kann.

Coaching nicht gleich Coaching

Hüten sollte sich die Führungskraft allerdings davor, ein „scheinbares Coaching" zu initiieren. Das wäre in etwa so: „Ich coache meinen Mitarbeiter, dass dieser meine bereits feststehende Lösung/den bereits eingeschlagenen Weg als seinen erkennt, da ichdiesen dann sowieso durchsetze". Mit einer solchen „Mogelpackung" wären auf Seiten des Mitarbeiters Frust und Demotivation vorprogrammiert. Dieser würde dann irgendwann merken, dass sein Einsatz und seine eigene Beteiligung am Entwicklungsprozess eigentlich gar nicht erwünscht ist.

Coaching: Kultur und Effekte

Coaching als Teil des eigenen Führungsstils bedeutet für Führungspersönlichkeiten, Mitarbeiter gezielt zu fördern. Um eines gleich vorwegzunehmen: Dies kostet Zeit! Ebenso braucht man ein Entwicklungskonzept für das zu führende Arbeitsteam, dass diese Art der teilweise partnerschaftlichen Führungskultur akzeptiert. Es bringt also nichts, nur einem Mitarbeiter diese Entwicklungsräume zuzugestehen, und den anderen nicht. Wichtig ist aber auch, dass Leitungspersonen in der Rolle als Coach von der Personalabteilung bzw. übergeordneten Leitungsebene akzeptiert und im besten Falle auch gewollt sind. Hier würden wir auch von einer Coaching-Kultur sprechen. Es geht dabei weniger um kurzfristige Erfolge. Vielmehr spielen langfristige Effekte bei der Mitarbeiterführung eine Rolle:

Diese wären:

  •  Wertschätzung des Mitarbeiters durch das Gefühl, dass dieser selbst etwas beitragen kann
  •  Vertrauen in die Fähigkeiten zur Problemlösung (Erhöhung der Selbstwirksamkeit)
  •  Stärkung des Team-Gedankens und Wir-Gefühls bei der Erreichung der gemeinschaftlichen Ziele
  •  Förderung der Zugehörigkeit zum Unternehmen und damit auch Stärkung der Unternehmensidentität
  •  Und mit obigem einhergehend: Bessere Leistungsbereitschaft, mehr Performanz, mehr Identifikation mit dem Unternehmen


Kann doch jeder, oder?

Damit diese Arbeit wirklich Früchte trägt, sollte die Leitungsperson aber auch bestimmte Kompetenzen mitbringen, oder diese erwerben.

  • Rollenklarheit: Was ist meine Aufgabe als Vorgesetzter? Wann muss ich bestimmte Handlungswege und klar umzusetzende Zielvorgaben von meinem Mitarbeiter strikt einfordern und wann kann ich ergebnisoffene Prozesse initiieren?
  • Bewusste Kommunikation: Die Arbeitsbeziehung zielgerichtet gestaltet können. Auch das Wissen über psychologische Zusammenhänge, die hierbei immer beteiligt sind, spielt eine große Rolle.
  • Wissen über Veränderungsprozesse: Wie können diese zielgerichtet initiiert, begleitet und gesteuert werden, so dass diese zwar ergebnisoffen sein können, Führungskraft und Mitarbeiter aber auch ein Ziel erreichen.
  • Selbstreflektion: Eigene Anteile erkennen, wachsen und lernen wollen, auch „eigene Schwächen" integrieren können.


Eine Coaching-Ausbildung oder Ausbildung in psychologischer Beratung kann hierfür sehr hilfreich sein. Diese sollte aber vor allem ganz viel Praxis beinhalten. Ein Fernkurs oder ein Fernstudium kann für theoretischen Unterbau nützlich sein, bei obigem kommt es aber nicht auf Wissen, sondern auf Können an. Dieses kann nur in echter praktischer Erfahrung gelernt werden. Und zur Ausbildung der eigenen Persönlichkeit braucht es viel Feedback von echten Menschen.

Zu schön um wahr zu sein?!

Zufriedene Mitarbeiter, motivierte Chefs, top Arbeitsergebnisse, weniger Konflikte, besseres Teamklima - ja, das wäre schön! Wenn Du als Führungskraft mit Coaching-Methoden arbeitest, hängt vor allem vieles an einem: Nämlich an Dir! An Deiner Kompetenz, Lebenserfahrung und Deiner Motivation, diesen Weg zu gehen.

Du bist Führungskraft oder Mitarbeiter in einem Team, in dem mit Coaching-Methodik gearbeitet wird? Berichte uns von deinen Erfahrungen!

Donnerstag, 05 Februar 2015 20:21

Warum tun wir was wir tun?

 

 

Das „Warum?“ hinter dem ICK-Institut für Coaching & Kompetenz von Christiane Richter und Peter Reitz

Die Idee von Gordon Schönwälder http://podcast-helden.de/einladung-zur-blogparade-erzaehl-uns-deine-unternehmens-story/ hat uns echt begeistert. Gerade in unserer Branche wird viel von Selbstreflektion gesprochen. Darum wollen wir diese Idee zum Anlass nehmen und darüber berichten, warum wir tun was wir tun.

Peter und ich haben uns während unserer Coaching-Ausbildung vor acht Jahren kennengelernt. Seitdem ist viel Zeit vergangen in der jeder seine eigene Praxis, sprich sein eigenes Business aufgebaut und verwirklicht hat. Beide haben wir unsere Schwerpunkte gefunden, in denen wir uns, so wie es in der Branche üblich sein sollte, regelmäßig weiterbilden. Peter hat eine Ausbildung zum systemischen Berater absolviert und ich habe eine Ausbildung zur Hypnosetherapeutin gemacht.

Wir hatten in dieser Zeit regelmäßig Kontakt und haben uns fachlich ausgetauscht. Irgendwann, nach vielen Telefonaten und Mails wollten wir unser geballtes Wissen aus unserer Coaching- und Trainingserfahrung bündeln und gründeten 2013 das ICK Institut für Coaching & Kompetenz. Nach vielen Jahren der Coachingtätigkeit und noch längeren Jahren als Trainer, geben wir unsere Erfahrungen gerne in Form einer Ausbildung zum Personal-/Businesscoach weiter.

Die Vermittlung von Kompetenzen in Theorie und Praxis ist unsere Leidenschaft und fordert uns immer wieder neu heraus. Als großes Plus sehen wir dabei unsere eigene Erfahrung im Aufbau der Selbstständigkeit als freiberuflicher Coach. Ein Schritt, vor dem wir selbst vor vielen Jahren standen. So können wir die Dinge weitergeben, die aus unserer Erfahrung wirklich funktionieren!

Doch warum?

Als Coach unterstützen wir Menschen, ihren eigenen Weg zu gehen, Krisen zu überwinden oder Entscheidungen zu treffen. Andere möchten sich von Erwartungen, die an sie gestellt werden lösen um zu ihrem eigenen Kern zurück zu finden. Wieder andere wachsen in eine neue Aufgabe hinein, z. B. als Führungskraft, oder sie sind schon „High-Performer“ und möchten noch besser werden. Es ist schön zu sehen, wie Menschen sich entwickeln und wir als Coach dazu einen Beitrag leisten konnten.

Zurück zur Lehrtätigkeit: Die Arbeit mit den Teilnehmern der Coachingausbildung macht uns unglaublichen Spaß, da wir diese bei ihrer beruflichen, aber auch persönlichen Entwicklung unterstützen können. Es sind Menschen, die eine eigene Dienstleistung anbieten möchten, bei der sie ihre Klienten wiederum bei der Lösung eines Problems oder in der Entscheidungsfindung unterstützen möchten.

Da während eines Coachingprozesses der Coach als Person mit all seinen Lebenserfahrungen und Wertvorstellungen immer „mit dabei“ ist, macht insbesondere die persönliche Weiterentwicklung der „jungen Coaches“ die Qualität der späteren Arbeit aus.

Das klingt oft so einfach. Nach dem Motto: „Das kann doch jeder.“ Doch dabei ist es eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, die einen sehr fordern kann. Stellt Euch nur mal vor, Ihr würdet ein Gespräch mit einem Klienten über 1,5 Stunden führen, bei dem es um Karriereentwicklung geht. Ihr seid natürlich permanent aufmerksam und mit allen Sinnen präsent. Ihr unterstützt ihn, motiviert ihn, bringt ihn durch intensives Fragen zu kritischer Reflektion, zum Nachdenken oder Umdenken, vielleicht zum lachen, vielleicht zum weinen. Ihr freut euch mit Ihm, wenn er in seinem Anliegen weiterkommt und feiert kleine und große Erfolge.

Wenn dieser Klient Eure Praxis oder Büroverlassen hat, macht ihr Euch Notizen und ein kurze Pause und dann kommt der Nächste und dann der Nächste. Ihr könnt Euch jetzt sicher vorstellen, dass es wichtig ist, dass man als Coach gut auf sich selber achten muss, um sich nicht zu überfordern. Dies unseren Teilnehmern mit auf den Weg zu geben ist uns ebenfalls sehr wichtig. Deswegen steht ganz am Anfang der Satz –Sorge für Dich selber - Nur wenn es einem selber gut geht, kann man auch für andere da sein. Nicht vergessen sollte man, dass ein Coach einen großen Vertrauensvorschuss von seinen Klienten bekommt, dem man auch gerecht werden möchte und sollte.

Neben der Arbeit mit den Teilnehmern motiviert uns aber auch das „Drumherum“.

Wir können unsere Ausbildung so konzipieren, wie wir es für richtig halten. Wir machen es genauso, wie wir es uns vorstellen und können dadurch unsere eigenen Ideen verwirklichen. Das heißt, wir haben die Möglichkeit, alles eigenverantwortlich durchzuführen. Wir bekommen sofort Feedback ob etwas funktioniert oder nicht. Das Schöne ist, das wir zu zweit sind. Obwohl Peter mit seiner Familie in der Nähe von Frankfurt wohnt und ich mit meinem Mann in Berlin, sind wir stets über E-Mail bzw. Skype „verdrahtet“. Es macht einfach viel mehr Spaß ein Unternehmen zu zweit zu führen. Jeder bringt neue Ideen ein, die vom anderen wohlwollend aber kritisch unter die Lupe genommen werden. Wir tragen gemeinsam die Verantwortung für unser Institut. Wir initiieren gemeinsam Projekte und ziehen sie gemeinsam durch, so ist auch die Verantwortung auf zwei Schultern verteilt.

Uns ist es wichtig, dass unsere Ausbildung bodenständig bleibt. Wir geben unseren Teilnehmern die Möglichkeit zu erkennen, dass es wichtig ist sich zunächst selber kennen zu lernen, sich selbst und seine Handlung zu reflektieren. Wir möchten unseren angehenden Coaches vermitteln, wie wichtig die Beziehung zu ihren Klienten ist und dass Methodenwissen wichtig aber nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Was nützt es, wenn ich viele tolle Methoden kenne, sie aber nicht zur Anwendung bringen kann, da ich mit meinen Klienten nicht in Kontakt komme. Beziehungsaufbau verstehen und leben. Wenn wir das vermitteln können, haben wir eine ganze Mange erreicht.

Uns ist es wichtig, dass unsere Teilnehmer Ihren eigenen Coachingstil entwickeln können, deshalb bieten wir Ihnen viel Gelegenheit zum Üben. Jeder hat seine Vorlieben und Schwerpunkte, für jeden gibt es eine Nische. Diese gilt es herauszuarbeiten und sich entsprechend zu positionieren. Dabei möchten wir sie unterstützen.

Dies alles motiviert uns das zu tun was wir tun. Sicherlich haben wir noch das eine oder andere vergessen, doch das „Warum“ ist jetzt schon länger geworden, als eigentlich gedacht. Aber während des Schreibens sind uns dann doch noch viele Dinge eingefallen, die uns bei unserer gemeinsamen Arbeit wichtig sind.

Wann hast Du zuletzt darüber nachgedacht warum Du tust was Du tust?

Wir freuen wir uns über Deinen Kommentar.

Montag, 31 März 2014 09:19

Erfolg hat drei Buchstaben, TUN

Erfolg hat drei Buchstaben...TUN!

Viele angehende Coaches stellen sich die Frage, wie sie ihr Wissen an den Mann bzw. die Frau bringen können. Vor allem aber fragen sie sich: „Wann habe ich genug gelernt und, kann ich mich gegen die Konkurrenz durchsetzen?“ „Wann bin ich denn fit für die Praxis und wie viel theoretisches Wissen benötige ich?“

In diesem Artikel möchte über meine Erfahrung mit dem Verhältnis von Theorie und Praxis im Coaching berichten.

Für mich ist es selbstverständlich, dass ich etwas über die Hintergründe der Methoden weiß, die ich anwende. Also, wer hat sie „erfunden“, bzw. entwickelt, welche Theorie liegt ihr zugrunde und wofür ist sie anwendbar?

Das heißt, falls mich ein Klient danach fragt, sollte ich ihm eine fundierte Antwort geben können. In aller Regel interessieren sich meine Klienten aber nicht für lange Theorien. Dass wir unseren Klienten die Methoden erklären, die wir bei ihnen anwenden, versteht sich meiner Meinung nach von selbst. Meist reichen aber kurze, erklärende Worte. Kaum ein Klient möchte intensiv in den Methodenhintergrund eintauchen. Er möchte eine Lösung für sein Problem erarbeiten und sich nicht noch in diverse Theorien hineindenken müssen. Das heißt, die Theorie sollte man als Coach schon drauf haben. Sie kommt aber eher in der Weise zum Ausdruck, dass man weiß was man tut. Und das macht absolut Sinn, finde ich.

Jetzt könnten ja einige die Sorge haben, dass es im Businesscoaching, also in Unternehmen, anders aussieht. Da könnte ja intensiver nachgefragt werden. Zum Beispiel bestellt eine Firma 3 Coaches und lässt sich von ihnen präsentieren, wie er oder sie mit einem bestimmten „Fall“ umgehen würde um anschließend den Besten auszusuchen. „Wie kann ich hierbei eine gute Figur machen?“ Hier kommt es darauf an, sich selbst und seine Art des Arbeitens vorzustellen, weniger auf die Theorie. Ein paar Hintergrundinformationen dürfen natürlich genannt werden. Aber in erster Linie möchte man hier den Coach als Mensch mit seiner Sozial- und Methodenkompetenz sehen. (Je nach Auftrag wird auch Feldkompetenz erwartet). Das heißt, hier kommt es eher darauf an, sein Praxiswissen, besser seine Erfahrung, zu präsentieren und zu zeigen wie man den Beispielprozess strukturieren würde.

Um so auftreten zu können ist entweder sehr viel Praxis oder eine gute Portion Selbstbewusstsein gefragt (am besten beides;-)). Selbstbewusstsein ist hier nicht mit Überheblichkeit zu verwechseln. Hier kommt es also auf die Persönlichkeit des Coaches an. Diese kann man aber nicht durch theoretisches Wissen herbeiführen sondern durch Lebenserfahrung und ständiges an sich arbeiten: Selbstreflektion und Reflektion durch andere, Feedback zulassen und einfordern, sich selbst und seine Einstellungen auch mal in Frage stellen, häufiges Verändern der Perspektive.

Die notwendige Praxis erreicht man, so platt es sich anhören mag, schlicht und ergreifend durch Praxis. Und manchmal muss man Dinge auch einfach machen, obwohl man noch nicht alle Bücher zu dem Thema gelesen hat. Die hierbei gemachten Erfahrungen sind meiner Meinung nach mindestens so wichtig wie die Theorie.

So wie es schon Goethe einst sagte:

Erfolg hat drei Buchstaben...TUN!

Mittwoch, 13 November 2013 16:18

Der Coach als Feedbackgeber

- Hilfreiches Feedback als Intervention im Coaching -

Unsere eigenen Motivationen Entscheidungen zu treffen und letztendlich unsere daraus resultierenden Handlungen werden dadurch bestimmt, wie wir uns selbst und mögliche Konsequenzen unserer Handlungen sehen. Sehr hilfreich im privaten wie im beruflichen Kontext ist es dabei, sich von einer Person der wir vertrauen Rückmeldung geben zu lassen. Das kann im privaten ein guter Freund sein den wir vor einer wichtigen Entscheidung „ins Vertrauen ziehen" oder ein väterlicher oder mütterlicher Rat, um den wir vielleicht bitten oder der uns ungefragt als „Rückmeldung" gegeben wird. Im beruflichen Arbeitsalltag ist Feedback eher selten. Hier beschränkt es sich meist auf Mitarbeitergespräche oder Gespräche zur Personalentwicklung bzw. -bewertung. Manchmal bitten Klienten im Coaching um Feedback vor einer wichtigen beruflichen oder persönlichen Entscheidung. Hierbei kann wertschätzendes und respektvolles Feedback sehr hilfreich und nützlich sein.

Typische Situationen:

  • Selbstbild-Fremdbild-Abgleich (wie sehe ich mich selbst vs. wie wirke ich auf andere zu einer bestimmten Fragestellung, z.B. vor einem wichtigen Vorstellungsgespräch)
  • Feedback vor einer wichtigen Entscheidung
  • Rückmeldung über eigene Entwicklungsmöglichkeiten
  • Fremdeinschätzung eigener Leistungen


Feedback dient dazu, dem Klienten neue Sichtweisen zu erschließen. Damit es seine Wirkung voll entfalten kann, sind dazu aber bestimmte Feedback-Regeln nötig:

  • Klar und konkret: Die Rückmeldung sollte klar zu einer Fragestellung bzw. Situation sein. Allgemeine Aussagen und Pauschalisierungen verwässern die Qualität und den Nutzen für den Klienten.
  • Ich-Botschaften: Das Feedback sollte die eigene Wahrnehmung beschreiben und keine Bewertung oder Urteil sein. Wichtig ist hierbei, dies auch entsprechend zu kommunizieren. Hilfreich ist, mit folgenden Satzanfängen zu beginnen: „Auf mich wirkt es...in meiner Wahrnehmung...ich empfinde..", hier wird deutlich, dass hier ein Eindruck des Feedback-Gebers wiedergegeben wird. Vermeiden sollte der Coach allgemeine Aussagen wie: „Man...." oder gar „Du hast...". Dies führt zu Verallgemeinerungen oder „Diagnosen".
  • Konstruktiv: Hier werden Dinge adressiert, die auch im Einflussbereich des Klienten liegen. Damit der Klient das Feedback auch annehmen kann, ist eine wertschätzende Haltung des Coaches wichtig.

Gekonntes Feedback kann für den Klienten eine große Hilfe sein, wenn dieser mehr Informationen über eine seiner Verhaltensweises oder vor der Planung einer neuen Handlung steht. Dabei geht es nicht darum, dass der Coach dem Klienten seine Sicht oder gar „die Wahrheit" um die Ohren haut, oder dem Klienten mal richtig „auf den Zahn" fühlt. Der Coach sollte immer im Blick haben, dass seine Sicht der Dinge eben auch nur eine von vielen ist.

Dienstag, 11 Juni 2013 06:26

Coaching-Methoden 2

Coaching-Methoden Teil 2

Psychodrama

Wie ich in meinem letzten Beitrag angekündigt habe, möchte ich heute die Serie „Coaching-Methoden“ mit dem Psychodrama fortführen.

Herkunft/Ursprung

Entwickelt wurde das Psychodrama von dem österreichischen Arzt Jacob Levy Moreno (1890 – 1974). Sein Ziel war es, einen praxisorientierten Kontrapunkt zur Psychoanalyse Siegmund Freuds zu schaffen, die ihm zu theoretisch erschien. Die von ihm entwickelte Methode, erlaubt es dem Klienten in einem "Schauspiel", in einer Gruppen- oder Einzelsitzung, seine wahren Bedürfnisse und Werte zu erkennen und sich neue, für ihn stimmige, Handlungsalternativen zu erarbeiten.

Im Laufe der Zeit hat das Psychodrama neben der Psychotherapie auch Einzug in Coaching und Beratung genommen und wird hier in unterschiedlichen Formen angewendet.

  • Telefon: 04371 - 60 39 002
  • Telefon: 01525-39 49 994