Als Coach Mut beweisen

Wie oft hast Du schon da gesessen und Dir gesagt:“ Wenn ich könnte wie ich wollte...“ oder „Am liebsten würde ich ja, aber...“, „Damit hätte ich früher anfangen sollen...“ usw. usw.

So manchem Interessenten für eine Coaching-Ausbildung geht es ebenso. Gerne würden sie, doch noch nicht jetzt, nicht zu diesem Zeitpunkt. Doch wann ist der Richtige Zeitpunkt gekommen das zu tun was Dir wirklich wichtig ist?

Gerne finden wir Ausreden etwas nicht tun zu müssen, obwohl wir es in unserem tiefsten Innersten doch gerne tun würden. Entweder sind wir „plötzlich“ zu alt, oder müssen uns um unsere Kinder oder die älter werdenden Eltern kümmern. Es gibt viele innere Überzeugungen, die uns von unseren wahren Bedürfnissen ablenken können. Diese können so stark sein, dass man sich oft gar nicht vorstellen kann, einfach das zu tun was jetzt „dran“ wäre.

Ich möchte Dir in diesem Artikel einige Ideen an die Hand geben, die Dir dabei helfen könnten tatsächlich mal das zu tun, was DIR wirklich wichtig ist. So, dass Du als Coach gegenüber Deinen Klienten mit gutem Beispiel voran gehen kannst ;-)

Nebenbei bemerkt, gab es eine Umfrage einer australischen Palliativkrankenschwester (Bonnie Ware) unter Sterbenden. Sie fragte die Menschen, was in Ihrem Leben sie am meisten bereut hätten.

Dies sind die fünf häufigsten Antworten:

1. „Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben.“
2. „Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet.“
3. „Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meine Gefühle auszudrücken.“
4. „Ich wünschte mir, ich hätte den Kontakt zu meinen Freunden aufrechterhalten.“
5. „Ich wünschte, ich hätte mir erlaubt, glücklicher zu sein.“

Also fern ab, von viel Geld, großem Haus und schnellem Auto. Es kommt vielleicht mehr darauf an, etwas weniger von dem zu tun was Dich anstrengt, bzw. stresst also eher etwas wegzulassen als vermeintlich Fehlendes mit aller Kraft erreichen zu wollen.

Vielleicht helfen Dir die folgenden Ideen Deine „wahren Träume“ umzusetzen.

4 Ideen für ein authentisches Leben

1. Lebe nicht nach den Erwartungen anderer Menschen

Hast Du schon mal darüber nachgedacht, warum Du den Beruf ausübst, den Du jetzt ausübst? Und, warum arbeitest Du noch immer in dem Job, obwohl er Dich nicht wirklich glücklich macht? Kann es sein, dass Du Angst hast andere Menschen zu enttäuschen, wenn Du deren Erwartung nicht erfüllst? Erwartungen Deiner Eltern, dem Ehepartner, dem Chef usw?

Das heißt: Wenn Du Dein Leben nach Deinen Wünschen gestalten möchtest, kann es passieren, dass Du immer mal andere enttäuschen musst.

Eltern, Partner, Chefs, Mitarbeiter, Freunde – vielleicht sogar Dich selbst, weil Du keine Lust mehr hast, bestimmten Ansprüchen hinterher zu laufen. Andere zu enttäuschen kann unangenehm sein, vor allem wenn Du vielleicht Angst vor Konflikten hast und viel dafür tust, von anderen geliebt zu werden.

Aber wirst Du nicht auch öfters von anderen enttäuscht – und überlebst das auch?

2. Glaube nicht an Wunder, glaube an Dich selbst

Gehörst Du auch zu denen, die sich nach einer Flugzeuglandung bekreuzigen? Oder sprichst von einem Schutzengel, wenn Du knapp an einem Unfall vorbeigekommen bist?

Glaubst Du als Coach auch daran, dass Deine Kunden schon den Weg zu Dir finden werden und Du keine Werbung machen musst? Sorry, aber vergiss das. Wenn Du als Coach mit Klienten arbeiten möchtest, musst Du Dich aktiv darum kümmern.

Und auch sonst gilt: Wenn Du mehr von dem tun möchtest was Dir Spaß macht, was Dir wichtig ist, dann bist Du selber dafür verantwortlich. Das nimmt Dir leider niemand ab und ein Wunder wird da leider nicht helfen.

3. Vergiss Deinen Perfektheitswahn

Perfektion ist unnatürlich und lebensfeindlich. Denn der fehlerfreie Zustand würde Stillstand bedeuten. In einer perfekten Welt mit ebenso perfekten Menschen ohne Unterschiede würde jeder Antrieb, etwas zu tun, erlahmen. Die Natur macht ja auch dauernd „Fehler“, das heißt, sie weicht vom Ideal ab. Und erst dadurch entstehen Vielfalt und Entwicklung.

Der Wunsch nach Perfektion ist ein von Menschen gemachtes Konstrukt (Ich weiß, wovon ich rede ;-)). Meist weil wir Fehler überbewerten und als Versagen interpretieren. Das lernen wir oftmals schon im Elternhaus oder in der Schule durch das Notensystem.

Natürlich gibt es Bereiche, wo Perfektion wünschenswert ist. Wenn ich mich z. B. operieren lassen muss, möchte ich natürlich das alles perfekt verläuft. Doch wie man weiß, ist auch dies oft nur ein frommer Wunsch...

Und für die meisten Dinge im Leben gibt es ohnehin keine Kriterien für Perfektion:

  • Wie ist der perfekte Partner/die perfekte Partnerin?
  • Was müssen perfekte Eltern tun oder lassen?
  • Wie arbeitet ein perfekter Coach?

Also: Entspann Dich. Hör auf, perfekt sein zu wollen. Tu Dein Bestes. Das reicht meistens. Und manchmal eben nicht. So what?

4. Du musst nicht auf allen Hochzeiten tanzen

Wenn Du erfolgreich bzw. glücklich sein willst bei dem was Du tust, gib Dir die Erlaubnis in die Tiefe, statt in die Breite zu gehen. Zehnkämpfer können nie in allen Disziplinen so gut sein wie ein Einzelkämpfer in seiner Disziplin.

Egal ob Du Dich als Coach selbstständig machen möchtest, oder ein interessantes Hobby pflegst. Wenn Du darin ganz präsent bist und Dich ganz dieser Sache widmest, wirst Du weiter kommen, als wenn Du Dich verzettelst weil Du glaubst, Du musst auf allen Hochzeiten tanzen.

Vielleicht können Dir diese Gedanken helfen, Dich auf das Wesentliche in Deinem Leben zu konzentrieren. Auf das, was DIR tatsächlich wirklich ist.

Während ich frühmorgens diesen Artikel schreibe, sitze ich im ICE Richtung Erfurt. Vor mir mein „Uralt-Laptop", wir sind zusammen eine „treue Seele", auch wenn er schon fast 10 Jahre alt ist und wirklich lahm, kann ich mich doch nicht von meinem „Lappi" trennen. Ich treffe mich mit Christiane in Weimar und zusammen werden wir an neuen Projekten arbeiten die Dich als angehenden Coach unterstützen, Deine Karriere zu starten. Oder falls Du schon die ersten Schritte als Coach gemacht hast, Dir helfen besser zu werden und nicht nur das: einen echten Sprung zu tun. Ich mag solche ungestörten Reisen im Zug sehr. Ich kann frei meinen Gedanken nachhängen und das „Nichtstun" ist für mich so gesehen ungemein produktiv. Es hilft mir, meine Gedanken zu ordnen und auch Wesentliches von Unwesentlichem zu unterscheiden. So gesehen werde ich dadurch immer sehr geerdet. Spannend in diesem Zusammenhang ist gerade die Erkenntnis, dass es bei der Bahn noch immer kein freies W-LAN zu geben scheint. Aber das ist vielleicht auch gerade im Moment gut so. Zusammen mit dieser Zugfahrt will ich Dir von einem etwas sentimentalen Ereignis berichten, dass ich vor einigen Tagen hatte und das gerade sehr gut in meine Stimmung passt. Und ich will Dir erzählen, wie das Buch von Bodo Schäfer meine Arbeit als Coach sehr stark beeinflusst hat.

Mal wieder aufräumen...

Vor einigen Tagen habe ich eine alte Bücherkiste aufgeräumt. Von Zeit zu Zeit sortiere ich alte Bücher aus, um sie zu verschenken oder in die örtliche Bibliothek zu geben. Unter anderem hatte ich auch Bodo Schäfers Bestseller „In sieben Jahren die erste Million" in der Hand. Ich erinnere mich noch gut, als das Buch um 2000 herauskam. Wie viele andere besorgte ich mir das Buch und las es voller Neugier. Ich erinnere mich nicht mehr an die Einzelheiten des Buches. Es ging viel um Geldbewusstsein, Selbstwert, aber auch um konkrete Anlagestrategien und Finanztipps. Drei Dinge aus dem Buch habe ich aber noch so „brennend heiß" vor Augen, als wäre es gestern gewesen.

1. Wenn Du etwas erreichen willst, musst Du investieren

„Aha, das weiß doch jeder", wirst Du jetzt vielleicht sagen. Während Bodos Buch eher darauf abzielte, zu sparen und dieses Geld z. B. in Fonds anzulegen (zu investieren), bezog ich dies eher auf die Weiterentwicklung meiner Person bzw. Persönlichkeit. Es führte mir sehr stark vor Augen, dass durch Nichtstun sich auch nichts tut... . Ich habe mich damals nach Veränderung in meinem Leben gesehnt und war auf der Suche. Das hing zum großen Teil damit zusammen, dass mein damaliger Job in der IT-Branche mir zum Hals raushing, ich meine Kollegen wie ferngesteuerte Zombies empfand und ich mich in einer Art „emotionalen Diaspora" befand, zwischen Schwermut und Hoffnungslosigkeit. Durch das Buch wurde mir klar, dass wenn ich eine Veränderung in meinem Leben wollte, ich etwas tun kann und musste.

2. Suche Dir positive Unterstützer

Das umzusetzen ist mir nicht leicht gefallen, zumal ich Menschen die ich gerne mag auch von meinen Ideen und Gedanken erzählt habe, auch wenn sie nicht so positiv darauf reagiert haben. Dazu muss ich sagen, dass ich während der Jahrtausendwende mein Angestelltendasein „abgegeben" habe und die Selbstständigkeit gegangen bin. Dabei habe ich festgestellt, dass nicht alle die Freude meines Aufbruchs teilen. Ich habe besonders zu Beginn eine ganze Bandbreite erlebt von „abfälligen Bemerkungen", madig machen bis hin dazu, dass man versucht hat die eigenen Ängste auf mich zu übertragen. Ein Umstand, der mich seinerzeit schon auch belastet hat, da mein Entschluss zwar fest stand, ich aber auch Momente des Zweifelns hatte. Ich hatte damals aber auch großes Glück Menschen um mich zu haben, die mich haben „machen lassen", die mir vertraut haben (zumindest habe ich das so wahrgenommen). Das waren oft gar nicht die großen Worte die da gesprochen wurden sondern eher eine Art „subtiler Unterstützung". Wahrscheinlich unbewusst habe ich mich an die Menschen gehalten, die mir und meiner neuen Selbstständigkeit wohlgesonnen waren, sonst hätte ich bestimmt bald wieder „aufgesteckt". Noch heute suche ich mir positive Unterstützer und schaue immer nach Menschen, die dem Leben positiv gegenüberstehen, mir aber auch (konstruktive) Kritik geben.

3. Konstant lernen und wachsen

Zweifellos der „Tipp", der mich auch heute noch sehr stark durch mein Leben begleitet, auch wenn es schon fast 15 Jahre her ist dass ich dieses Buch gelesen habe. Zu lernen bedeutet für mich immer zu wachsen. Konstant in diesem Zusammenhang meint für mich, beständig „dran zu bleiben", sich eigene Ziele zu setzen aber auch und vor allen Dingen den Blick für sich bietende Chancen zu haben. So lerne ich nicht nur über Bücher oder Blogs die ich lese, ich besuche auch Weiterbildungsveranstaltungen. Das können auch Vorträge oder Messen sein. Intensiv lerne ich auch immer auch von den Menschen mit denen ich arbeite, seien es Klienten in der Coaching-Praxis oder Seminarteilnehmer. Diese persönlichen Begegnungen erlebe ich als ungemein bereichernd und diese sind durch nichts zu ersetzen. Vielleicht fragst Du Dich jetzt, was ein Coach – Berater – Therapeut von seinen Klienten (noch) lernen kann, er muss doch am besten wissen wie es läuft? Ich lerne spannende Biografien kennen und bekomme „Zugang" zu Menschen auf eine Art und Weise, die vielen verborgen bleibt. Ich lerne Menschen kennen, die in ihrem Leben großes geleistet haben in dem sie z B. unter widrigsten Bedingungen „überlebt" haben und trotzdem nie aufgegeben haben. Vieles mehr könnte ich Dir noch erzählen. Konstant lernen und wachsen bedeutet für mich aber auch, Fehler zu machen (und machen zu dürfen) um daraus lernen zu können. Auch der Umgang mit eigenen Fehlern kann ein Lernfeld sein, in dem ich mit mir „gnädig bin" und auch die Fehler anderer tolerieren und akzeptieren kann. So gesehen sind alles nur Menschen.

Nun bin ich fast in Erfurt angekommen, wo ich dann noch einmal nach Weimar umsteigen muss. Die Sonne scheint in das Fenster herein und ich freue mich sehr auf den Tag. Zu reisen und unterwegs zu sein ist für mich nicht nur eine Metapher - die „Ortsveränderung" im Außen bewirkt auch eine Veränderung im Inneren. Jetzt muss ich mich beeilen, sonst komme ich noch mehr ins erzählen. Ich merke gerade, das wird ganz sicher nicht der letzte Artikel zu diesem Thema werden. Vielleicht waren diese Zeilen für Dich schon inspirierend. Für mich sehr, da das Schreiben meine Gedanken ordnet...auch ein Thema für einen ganzen Artikel...;-)

Auf den Punkt

Ich will mich für heute von dir verabschieden mit einem Satz, der mich positiv durch die vielen Jahre begleitet hat und das hoffentlich auch weiter tut. Einer meiner damaligen „Mentoren" sagte einmal: Wer Probleme sucht, der wird welche finden. Wer aber nach Chancen und Möglichkeiten sucht, dem werden sie reichlich geboten. In diesem Sinne wünsche ich Dir sehr, dass Du stets die Möglichkeiten sehen kannst und auch den zweiten Schritt gehst, nämlich Chancen zu ergreifen die sich Dir bieten. Von daher hat sich Bodo Schäfers Buch für mich sehr viel mehr ausgezahlt, als eine oder mehrere Millionen auf dem Konto!

Hast Du auch einen Mentor (gehabt), der Dich in Deiner Selbstständigkeit begleitet hat oder hättest Du vielleicht gerne einen? Schreibe mir, ich freue mich auf Deine Nachricht!

Im April erscheint unser Buch „Jetzt werde ich Coach!" – in diesem Praxisbuch vereinen wir unsere jahrelange Praxis als Coach um Dir zu helfen, den direkten Weg in die erfolgreiche Selbstständigkeit zu gehen.

 

Heute schreibe ich dir, wie du mit drei ganz einfachen Schritten dein Leben verändern kannst. Viele Menschen sehnen sich nach dem großen Glück, der großen Liebe oder gar dem perfekten Job. Dabei wird oft der Blick für das Naheliegende völlig außer Acht gelassen. Im Coaching benutze ich diese Übungen(en) sehr oft, um den Klienten für Veränderung und neue Erfahrungen vorzubereiten. Diese möchte ich dir gerne vorstellen:

1) Ein Erfolgstagebuch führen

Leite deinen Klienten an, jeden Tag für ein paar Minuten inne zu halten und den vergangenen Tag Revue passieren zu lassen. Oft ist es so, dass am Ende eines Tages einem all die Dinge einfallen, die besser hätten laufen können. Oder man denkt an den Berg von Arbeit für den nächsten Tag oder den überquellenden E-Mail Briefkasten, den man vielleicht wieder nicht geschafft hat. Im Erfolgstagebuch sollen aber all die Dinge aufgelistet werden, die gut gelaufen sind und Freude gemacht haben. Anfänglich ist dieser „Schwenk" gar nicht so leicht und dem Klienten fällt vielleicht erstmal gar nichts oder nicht viel ein. Oft höre ich Worte wie: „Puh, was war denn heute an dem Tag gut....". Lass dir in jeder Coaching-Sitzung von den positiven Begebenheiten berichten. Allmählich vollzieht sich ein Wandel und die Aufmerksamkeit richtet sich auf positive Aspekte des Tages, auf Möglichkeiten und Chancen, gute Ideen und schlussendlich auf Dinge, die lohnens- und lebenswert sind. Schon nach wenigen Wochen wird dein Klient merken, dass die positiven Dinge regelrecht gesucht werden und der Fokus auf diese einen viel größeren Raum einnimmt. Am Montag sagte ein Klient, der seit drei Wochen ein Erfolgsjournal führt zu mir: „Ich freue mich schon während des Tages darauf, am Abend wieder die vielen schönen Dinge aufzuschreiben die mir heute begegnet sind".

2) Tu etwas Außergewöhnliches

Ich höre schon die Worte „In meinem Hamsterrad, was soll da schon Außergewöhnliches passieren - business as usual..." Mit Außergewöhnlich sind in diesem Fall die kleinen Dinge gemeint.

Ein paar Beispiele:

  • Komm ins Gespräch mit einer dir fremden Person in der Bahn, beim Einkaufen oder im Wartezimmer beim Arzt. Interessiere dich für diese Person, vielleicht indem du offene Fragen stellst. Sei auch offen für diese Begegnung und lass dich überraschen, was passiert. Versuch dabei ganz du selbst zu sein, die fremde Person nimmt dich so wie du bist.
  • Schreib einen Brief oder eine Karte handschriftlich an eine Person, die dir ganz wichtig ist. Stell dir vor, wie diese Person sich über deine Zeilen freut!
  • Überleg dir, wofür du heute ganz besonders dankbar bist!
  • Spende regelmäßig an eine Organisation, der du vertraust und die mit deinem Geld etwas tut, was du gutheißt und was du gerne unterstützen möchtest. Das müssen keine Riesenbeträge sein. Das Geben macht dich freier und öffnet den Blick für die Not anderer Menschen. Nebenbei fühlst du dich auch mit dem, was du selbst vom Leben bekommen hast reich beschenkt.

3) Lerne etwas Neues

Eine alte Regel lautet: Neuer Input führt zu neuem Output! Überleg dir, was du schon immer lernen wolltest, aber immer aufgeschoben hast. Dies kann eine Fremdsprache sein. Oder du interessierst dich für einen Zeichenkurs. Vielleicht wolltest du schon immer lernen, wie man ein Segelboot steuert. Ganz gleich was es ist: Die neue(n) Erfahrung(en) werden deine eingefahrenen „Hirnwindungen" durchpusten und dich offen machen für Neues.

Worauf wartest du noch?

Auf der Suche nach dem großen Glück vergessen wir oft „das kleine Glück". Und woraus besteht das „große Glück"??? Ganz einfach: aus vielen, kleinen, glücklichen Momenten.

Wie hilfst du deinem Klienten, „Veränderungsmomente" zu erzeugen?

Mittwoch, 19 Februar 2014 23:02

Zu Tode arbeiten und den Coach zum Abschied?

- Outplacement-Beratung / Kommentar zum WirtschaftsWoche-Artikel -

Der Coach als „Trennungsbegleiter"

Insbesondere im Zeitalter hoher Unternehmensrisiken gehört Outplacement zum Standard, um die Trennung von Mitarbeitern möglichst sozialverträglich und „elegant" zu gestalten. Da Arbeitsbiografien von Menschen fast so schnelllebig wie die Auferstehung und der Niedergang von Firmen sind, haben sich sogenannte Outplacement-Berater auf dieses Klientel spezialisiert. Vor allem, wenn in Unternehmen Kosten gespart werden sollen, heißt dies in den meisten aller Fälle Personalabbau. Schöner: Personalfreisetzung. Dabei sind es nicht mehr nur Führungskräfte, die hier einen Coach zur Seite gestellt bekommen. Auch Fachkräfte sollen mit Hilfe eines Coachings den Übergang in eine neue Arbeitsstelle schaffen.

Zwei Seiten einer Medaille

...die kriegen einfach den Hals nicht voll...heute kommen die Mitarbeiter in Unternehmen ganz zum Schluss...soziale Verantwortung ist heute für Firmen ein Fremdwort...Arbeitsverhältnisse die von Unternehmensseite beendet werden, führen in den seltensten Fällen zu Freudentaumel. Im Gegenteil: nicht selten kommen noch „alte Rechnungen" von Seiten des Mitarbeiters auf den Tisch und nicht selten wird über einen Rechtsstreit nachgedacht. Schließlich hat man sich über Jahre den A....aufgerissen und bekommt jetzt zum Dank noch einen Tritt. Diese Haltung ist mehr als verständlich und fordert vom Coach Geduld und Verständnis, diese Gefühle auch wertzuschätzen und anzuerkennen. Selbst wenn ein Arbeitsverhältnis „verhasst" ist, bedeutet Trennung immer auch Unsicherheit und das macht den meisten Menschen mehr oder weniger Angst. Hier sollte der Coach keine Scheu vor starken Gefühlen haben. Ein guter Coach kann diese „Energie" nutzen, um mit dem Klienten neuen Schwung zu holen. „Welche positiven Seiten könnten sie an dieser Situation entdecken"? Wie würden Sie möglicherweise in zwei Jahren über ihren jetzigen Standpunkt denken? Welche Stärken konnten sie in der Zeit bei ihrem bisherigen Arbeitgeber sammeln und wie könnte ein neuer Arbeitgeber von diesen zukünftig profitieren? Was würden Sie jetzt gerne tun und konnten es bisher nicht?" Diese und andere Fragen können den Klienten dazu anleiten, seinen Blick zu erweitern und den Fokus auf Neues, wünschenswertes zu legen. Trennungen bedeuten hier nicht nur Verlust, sondern eröffnen auch die Chancen für Neues.

Und da wäre noch...

Was also kann ein Outplacement-Spezialist leisten?
Aus meiner Sicht steht an erster Stelle vor allem die Wertschätzung für das bisher Geleistete des Mitarbeiters! In solch einer Bilanzierungsphase können auch noch einmal verborgene Stärken entdeckt werden, die bisher gar nicht so offensichtlich waren. Ein solches Coaching braucht außerdem Mut für einen Neuanfang. Diesen Mut auf Seiten des Klienten zu benennen und anzuerkennen kann den fruchtbaren Boden ebnen, auf dem das Samenkorn für einen Neubeginn gesät wird und gedeihen kann. Manchmal wird hier auch ein ganz neuer Selbstfindungsprozess eingeläutet und längst verborgene Träume zum Leben erweckt! Als Coach braucht es hier Fingerspitzengefühl, den Klienten zur Selbstreflektion anzuleiten und ihm bei der Entwicklung neuer Ideen fördernd aber auch fordernd zur Seite zu stehen.

Montag, 25 November 2013 13:47

Bin ich hier richtig?

- Anforderungen an den Klienten im Coaching -

In unseren Blog-Themen haben wir bereits sehr ausführlich über gelungene Kommunikation, verschiedenste Kompetenzen und wichtige Haltungen des Coaches gesprochen. Zu einem erfolgreich durchgeführten Coaching-Prozess gehört aber nicht nur das Handwerk des Coaches. Ein gut ausgebildeter und reflektierter Coach versteht mit seinem Können, den Klienten optimal in Kontakt mit seinem Anliegen zu bringen. Was aber muss der Klient mitbringen, um von der gemeinsamen Arbeit optimal zu profitieren?

Freiwilligkeit – Coaching kann nur dann erfolgreich sein, wenn der Klient freiwillig daran teilnimmt. Er muss für die gemeinsame Arbeit motiviert sein, um die entsprechenden Konsequenzen auch mittragen zu können. Manchmal glauben Unternehmen, ein Coaching könnte helfen wenn ein Mitarbeiter nicht richtig „funktioniert" oder nicht das tut, was der Chef gerne von ihm möchte. „Da muss ein Coach her und den Kollegen wieder in die Spur bringen". Dies ist ein Irrglaube und Coach und Klient werden es in einem solchen Setting es haben, eine gemeinsame Basis zu finden. Der Coach könnte hier in die Rolle des „Erfüllungsgehilfen" des Chefs oder des Unternehmens kommen. Dies halte ich auch für ethisch fragwürdig. Der Klient kommt hier nicht in der Rolle des „Kunden", sondern in der Rolle des „Geschickten".

Anliegen – ein guter Coach arbeitet auftragsbezogen. Das heißt, aus dem Anliegen des Klienten leitet der Coach zielorientiert (in Zusammenarbeit) seinen Auftrag ab. Manchmal finden Klienten das Thema Coaching „spannend" weil das im Unternehmen einen hohen Stellenwert hat. Oder ein Bekannter hat sich vor einer wichtigen Entscheidung coachen lassen und gesagt, „Das musst du unbedingt mal ausprobieren. Irgendein Thema hat ja jeder". Weder ist dies für den Coach ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Thema Coaching, noch hat der Klient einen Nutzen davon.

Offenheit und Mut – dies braucht es, um sich auf das Coaching einzulassen. Durch ehrliches Öffnen können auch unangenehme Dinge und Ängste thematisiert und bearbeitet werden. Hier kann der Coach Ermunterer sein, Dinge auch auszuprobieren und in kleinen Schritten (auch mit Humor!) den Klienten zu begleiten.

Geduld und Durchhaltevermögen – Nicht immer liegen die Lösungen gleich auf der Hand. Manchmal erkennt man im Coaching festgefahrene Muster oder eingetretene Pfade. Diese haben oft ihre Berechtigung und es würde meist keinen Sinn machen, diese sogleich über Bord zu werfen. Veränderung muss also so gestaltet werden, das der Klient mitgehen kann um die Ergebnisse umzusetzen. Dabei braucht der Klient Geduld mit sich und die Beharrlichkeit, richtig Erkanntes einzuleiten. Der Coach kann hierbei aber helfen, Erreichtes herauszustellen um so die Motivation zu stärken.

Selbstverantwortung und Veränderungsbereitschaft – das mag banal klingen, kommt der Klient doch ins Coaching, um eine Veränderung herbeizuführen. Wenn alles so bleiben sollte wie es ist, bräuchte er ja keinen Coach.... In der Praxis ist es aber so, dass alle Veränderungen auch einen Preis haben. Stellen Sie sich vor, ein Klient hat ein attraktives neues Jobangebot. Er freut sich sehr darüber, da die Arbeitsbedingungen in seinem jetzigen Unternehmen schon fast ein Jahr extrem belastend sind. Er ist froh, dass er sich zum Jobwechsel durchgerungen hat und hat den neuen Vertrag unterschrieben. Nun muss er aber seinen alten Vertrag kündigen und plötzlich kommen ihm Zweifel....so schlecht war es doch gar nicht...er ist doch nun schon seit 11 Jahren hier und hat sich auch schon einige Anspräche auf die betriebliche Altersvorsorge gesichert...außerdem schätzte er immer die kurzen Wege zur Arbeit. Im Coaching wurden diese Punkte allesamt beleuchtet! Nun bekommt der Klient aber „Angst" vor seiner eigenen Courage und ihm wird klarer, dass auch die Ablösung von Gewohntem eine Arbeit ist, die Zeit braucht und Wertschätzung erfahren muss. Und dass auch dies wichtige Teile seiner Entscheidung sind, für die er die Verantwortung trägt.

In diesem Artikel wollte ich deutlich machen, dass der Klient die eigentliche Veränderungsarbeit leisten muss. Wichtige Punkte wurden oben angesprochen und erläutert. Sehr nützlich kann es darüber hinaus sein, wenn der Klient auch eine Portion Neugier auf sich selbst mitbringt und die Fähigkeit hat, sich selbst bzw. seine eigene Position in Frage zu stellen. Dann kann der Klient bestmöglichen Nutzen ziehen und das Coaching wird für ihn eine positive Erfahrung sein.

Sonntag, 23 Juni 2013 22:41

Coaching-Methoden 3

Provokativer Stil


Nachdem wir uns in den letzten beiden Blogs mit der Lösungsorientierten Beratung und dem Psychodrama beschäftigt haben, möchte ich meine Serie heute mit dem provokativen Stil fortsetzen, welcher mein heimlicher Favorit ist, da er so herrlich erfrischend und erhellend ist. Doch zunächst zu seiner

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