E-Coaching

Coaching 2.0 - Coaching online? Kann das funktionieren? Ist es überhaupt möglich eine persönliche Beziehung aufzubauen? Schaust Du Dir Coaching in seinem klassischen Setting an, scheint es fast unmöglich dies in gleicher Qualität auch online durchführen zu können.

Doch E-Coaching ist nicht gleich E-Coaching. Wie immer kommt es auf das Thema und die Art der Durchführung an. Ich möchte Dir heute aufzeigen, bei welchen Anlässen es aus meiner Erfahrung möglich bzw. sinnvoll ist und welche Kriterien bei der konstruktiven Durchführung eine Rolle spielen können.

Grundsätzlich gibt es viele Variationen ein E-Coaching anzubieten. Dies kann rein auditiv, auditiv-visuell, schriftlich, synchron oder asynchron sein. Zu jeder Variante gibt es entsprechende Tools mit denen man sie umsetzen kann.

Gegenüber einem direkten Face-to-Face-Coaching kann E-Coaching folgende Vorteile bieten:

  • Das Coaching kann ortsungebunden abgehalten werden. Egal wo auf der Welt Du bist oder Dein Klient gerade ist; nur eine stabile Internetverbindung sollte es geben ;-).
  • Das E-Coaching ist zeitlich flexibel einsetzbar, da Reisezeiten wegfallen. Nicht selten ist daher auch eine spontane Sitzung möglich.
  • Die Sitzungsdauer selber kann ebenfalls flexibler gehandhabt werden. Manchmal reicht ein kurzer Impuls von z. B. 15 Minuten.
  • Bei einer asynchronen Sitzung, das heißt es wird nicht in Echtzeit kommuniziert, sondern zeitversetzt, kannst Du Deinen Klienten Fragen stellen oder oder ihnen "Aufgaben" geben, die sie zu ihrer Zeit und in ihrem Tempo beantworten können.
  • Dadurch dass vielfach Reisezeiten wegfallen, kann ein E-Coaching auch preisliche Vorteile haben.

Doch ich möchte auch die Nachteile nicht verschweigen, die es mit sich bringen kann:

Stell Dir vor, der Coaching-Prozess mit Deinem Klienten verläuft ausschließlich schriftlich. Das kann für beide Seiten sehr mühsam sein. Durch die Zeit, die zwischen den jeweiligen Antworten liegt, müssen sich beide Seiten stets neu einarbeiten. Außerdem kann es sein, dass es Dir schwerer fällt eine Beziehung zu Deinem Klienten aufzubauen, da Du von ihm keine Stimme, keine Mimik, keine Gestik wahrnimmst. Für ihn wiederum könnte es den Vorteil der „Unsichtbarkeit“ haben. Am Ende entscheidet der Kunde, ob das Coaching für ihn hilfreich war. Vielleicht fühlt er sich so sicherer. Hier müssen wir uns frei machen von dem eigenen Anspruch, dass ein Coaching nur dann erfolgreich sein kann, wenn wir das Gefühl haben eine persönliche Vertrauensbeziehung aufbauen zu können.

Natürlich kann es ungewohnt sein per E-Mail oder Skype zu coachen. Ich kann mich noch gut an mein erstes Skype-Coaching erinnern:

Wie kann ich etwas verschriftlichen bzw. visualisieren? Wie wähle ich die Kameraeinstellung (Mein Büro ist nicht der gleiche Raum den ich für Coachings nutze), Wie wähle ich den Einstieg? Wie kommen wir ans arbeiten? Um es kurz zu machen: Mir gingen tausend Fragen durch den Kopf.

Doch in der Praxis ging dann alles wie von alleine. Das Schöne ist, Du kannst Deine Klienten einfach fragen, ob sie das aufgestellte Flipchart gut sehen können, ob der Lichteinfall ok ist usw. Das lockert die Atmosphäre von Anfang an auf. Das heißt, ob Du eine Nähe zu Deinem Kunden herstellen kannst, ist eher von Dir und Deinen kommunikativen Fähigkeiten abhängig als vom genutzten Medium.

Ich habe einige Kunden, die weiter weg wohnen und für die ein Coaching per Skype sehr hilfreich ist, da der Weg doch etwas Zeit in Anspruch nehmen kann.

Neben der Möglichkeit per E-Mail oder Skype zu coachen, gibt es mittlerweile eine Vielzahl an elektronischen Tools, die unterschiedliche Anforderungen erfüllen.

Solltest Du Dich ernsthaft mit dem Gedanken tragen E-Coaching anzubieten, kann es Sinn machen, sich mit den verschiedenen Tools und Ihren Möglichkeiten zu beschäftigen. Nachfolgend liste ich Dir ein paar Beispiele, ohne Form von Wertung auf. Die jeweiligen Tools genügen unterschiedlichen Ansprüchen.

Coaching Cosmos (www.coaching-cosmos.de)

Coaching-Cloud (www.coachingcloud.com)

CoachAccountable (www.coachaccountable.com)

CoachMaster (https://coachmaster.co.uk)

CAI (www.cai-world.de)

Virtuelles Coaching VC (www.virtuelles-Coaching.com)

Die hier aufgeführten Beispiele sind vielfach mit Lizenzgebühren verbunden. Wenn Du Lust hast, schau Dir die verschiedenen Möglichkeiten an.

Ob Du Skype nutzt, Dich für ein kommerzielles Tool entscheidest oder beim klassischen Face-to-Face-Coaching bleibst, kann von verschiedenen Kriterien abhängen. Prüfe für Dich und Deinen Coaching-Klienten was Euch wichtig ist und entscheide anschließend welche Form des Coaching am besten dazu passt.

Die aufgeführten Kriterien kannst Du auch in eine Bewertungsmatrix (Von „Ganz wichtig“ bis „Gar nicht wichtig“) überführen um sie als Entscheidungsgrundlage nutzen zu können.

  • Zeitunabhängigkeit
  • Ortsunabhängigkeit
  • Datensicherheit
  • On-Demand-Terminierung
  • Flexibilität der Sitzungsdauer
  • Preis
  • Persönliche Nähe
  • Soziale Verbindlichkeit
  • Schutz durch Unsichtbarkeit
  • Psychologische Tiefe
  • Ergebnisorientierung
  • Selbstreflexionsfähigkeit
  • Einbindung in Arbeitsalltag

Was hältst Du von E-Coaching? Kann es so effektiv sein wie ein Face-to-Face-Coaching? Ich freue mich auf Deinen Kommentar.

E-Coaching

Coaching online? Kann das funktionieren? Ist es überhaupt möglich eine persönliche Beziehung aufzubauen? Schaut man sich Coaching in seinem klassischen Setting an, scheint es fast unmöglich dies in gleicher Qualität auch online durchführen zu können. Doch E-Coaching ist nicht gleich E-Coaching. Wie immer kommt es auf das Thema und die Art der Durchführung an. Ich möchte Dir heute aufzeigen, bei welchen Anlässen es aus meiner Erfahrung möglich bzw. sinnvoll ist und welche Kriterien eine Rolle spielen können.

Grundsätzlich gibt es viele Variationen ein E-Coaching anzubieten. Dies kann rein auditiv, auditiv-visuell, schriftlich, synchron oder asynchron sein. Zu jeder Variante gibt es entsprechende Tools mit denen man sie umsetzen kann.

Gegenüber einem direkten Face-to-Face-Coaching hat E-Coaching zunächst folgende Vorteile:

 

  • Das Coaching kann ortsungebunden abgehalten werden. Egal wo auf der Welt Du bist oder Dein Klient gerade ist; nur eine stabile Internetverbindung sollte es geben ;-).
  • Es ist zeitlich flexibler einsetzbar, da Reisezeiten wegfallen. Nicht selten ist daher auch eine spontane Sitzung möglich.
  • Die Sitzungsdauer selber kann ebenfalls flexibler gehandhabt werden. Manchmal reicht ein kurzer Impuls von z. B. 15 Minuten.
  • Bei einer asynchronen Sitzung, das heißt es wird nicht in Echtzeit kommuniziert, sondern zeitversetzt, kann der Klient Fragen beantworten oder Aufgaben bearbeiten wann immer er Zeit hat.
  • Dadurch dass vielfach Reisezeiten wegfallen, kann ein E-Coaching auch preisliche Vorteile haben.

Doch ich möchte auch die Nachteile nicht verschweigen, die es mit sich bringen kann:

Stell Dir vor, der Coaching-Prozess mit Deinem Klienten verläuft ausschließlich schriftlich. Das kann für beide Seiten sehr mühsam sein. Außerdem kann es sein, dass es Dir schwerer fällt eine Beziehung zu Deinem Klienten aufzubauen, da Du von ihm keine Stimme, keine Mimik, keine Gestik wahrnimmst. Für ihn wiederum könnte es den Vorteil der „Unsichtbarkeit“ haben. Am Ende entscheidet der Kunde, ob das Coaching für ihn hilfreich war. Vielleicht fühlt er sich so sicherer. Hier müssen wir uns frei machen von dem eigenen Anspruch, dass ein Coaching nur dann erfolgreich sein kann, wenn wir das Gefühl haben eine persönliche Vertrauensbeziehung aufbauen zu können.

Natürlich kann es ungewohnt sein per E-Mail oder Skype zu coachen. Ich kann mich noch gut an mein erstes Skype-Coaching erinnern:

Wie kann ich etwas verschriftlichen bzw. visualisieren? Wie wähle ich die Kameraeinstellung (Mein Büro ist nicht der gleiche Raum den ich für Coachings nutze), Wie wähle ich den Einstieg? Wie kommen wir ans arbeiten? Um es kurz zu machen: Mir gingen tausend Fragen durch den Kopf.

Doch in der Praxis ging dann alles wie von alleine. Das Schöne ist, Du kannst Deine Klienten einfach fragen, ob sie das aufgestellte Flipchart gut sehen können, ob der Lichteinfall ok ist usw. Das lockert die Atmosphäre von Anfang an auf. Das heißt, ob Du eine Nähe zu Deinem Kunden herstellen kannst, ist eher von Dir und Deinen kommunikativen Fähigkeiten abhängig als vom genutzten Medium.

Ich habe einige Kunden, die weiter weg wohnen und für die ein Coaching per Skype sehr hilfreich ist, da z. B. der Weg von Nordrhein-Westfalen nach Berlin doch etwas Zeit in Anspruch nimmt.

Neben der Möglichkeit per E-Mail oder Skype zu coachen, gibt es mittlerweile eine Vielzahl an elektronischen Tools, die unterschiedliche Anforderungen erfüllen.

Solltest Du Dich ernsthaft mit dem Gedanken tragen E-Coaching anzubieten, kann es Sinn machen, sich mit den verschiedenen Tools und Ihren Möglichkeiten zu beschäftigen. Nachfolgend liste ich Dir ein paar Beispiele, ohne Form von Wertung auf. Die jeweiligen Tools genügen unterschiedlichen Ansprüchen.

Coaching Cosmos (www.coaching-cosmos.de)

The Law of Motion (www.thelawofmotion.net)

Coaching-Cloud (www.coachingcloud.com)

CoachAccountable (www.coachaccountable.com)

CoachMaster (https://coachmaster.co.uk)

CAI (www.cai-world.de)

Virtuelles Coaching VC (www.virtuelles-Coaching.com)

Die hier aufgeführten Beispiele sind vielfach mit Lizenzgebühren verbunden. Wenn Du Lust hast, schau Dir die verschiedenen Möglichkeiten an.

Ob Du Skype nutzt, Dich für ein kommerzielles Tool entscheidest oder beim klassischen Face-to-Face-Coaching bleibst, kann von verschiedenen Kriterien abhängen. Prüfe für Dich und Deinen Kunden was Euch wichtig ist und entscheide anschließend welche Form des Coaching am besten dazu passt.

Die aufgeführten Kriterien kannst Du auch in eine Bewertungsmatrix (Von „Ganz wichtig“ bis „Gar nicht wichtig“) überführen um sie als Entscheidungsgrundlage nutzen zu können.

  • Zeitunabhängigkeit
  • Ortsunabhängigkeit
  • Datensicherheit
  • On-Demand-Terminierung
  • Flexibilität der Sitzungsdauer
  • Preis
  • Persönliche Nähe
  • Soziale Verbindlichkeit
  • Schutz durch Unsichtbarkeit
  • Psychologische Tiefe
  • Ergebnisorientierung
  • Selbstreflexionsfähigkeit
  • Einbindung in Arbeitsalltag

Was hältst Du von E-Coaching? Kann es so effektiv sein wie ein Face-to-Face-Coaching? Ich freue mich auf Deinen Kommentar.

Mittwoch, 04 November 2015 15:16

Coaching in Wald und Flur?

Für ein Coaching benötigen wir in aller Regel einen Raum in dem wir uns ungestört und in aller Ruhe mit unseren Klienten unterhalten können. Meistens ist dies ein Besprechungszimmer mit Sesseln und Beistelltisch, dazu Flipchart oder Whiteboard. Eine insgesamt behagliche Atmosphäre, in der sich Klient und Coach wohl fühlen dürfen. Dies ist wohl die am häufigsten anzutreffende Variante.

Doch, muss es immer der Praxisraum bzw. das Besprechungszimmer sein? Könntest Du Dir auch vorstellen ein Coaching an einem völlig anderen Ort durchzuführen, zum Beispiel in der Natur, also einem echten Freiraum oder in einem Kloster? Da ich neugierig war, was andere Coaches so anbieten, habe ich versucht mir einen Überblick über ungewöhnliche Coaching-Orte zu verschaffen. Doch zunächst möchte ich Dir von meinem eigenen Projekt berichten.

Ostsee-Coaching

Ich bin, wann immer es möglich ist, an der deutschen Ostseeküste unterwegs, meist auf einem Segelboot. Ich mag die Kombination aus Meer, Strand und Küstenwäldern, die in dieser Form relativ einzigartig ist. Von der guten Luft und der norddeutschen Mentalität ganz zu schweigen (Übrigens nennt sich Schleswig-Holstein mittlerweile „Glückwachstumsgebiet“, was ich eine tolle Idee finde). Doch genug der Schwärmerei. Da ich nun schon viele Jahre an den gleichen Ort fahre, kenne ich dort im Hafen mittlerweile viele Leute. Vor einigen Jahren wurde „unser“ Hafen durch ein recht ungewöhnliches Hausboot mit toller Einrichtung bereichert. Da ich die Eigentümer gut kenne, durfte ich es gleich besichtigen und wusste sofort: Dies ist der ideale Ort für ein Coaching. Das Innere des Hausboots bietet einen ungestörten Raum, doch ist es auch möglich, sich auf die Dachterrasse zu setzen und mit Blick auf die Ostsee das Coaching fortzusetzen. Hier ist es möglich Urlaub und Coaching miteinander zu verbinden. Seitdem biete ich von Berlin aus auch Ostsee-Coaching in der http://www.aqua-villa-ostsee.de an. Das Angebot richtet sich an Menschen, die für Ihr Thema bzw. ihre Gespräche eine besondere Atmosphäre suchen und dies mit ihrem Urlaub bzw. einer kleinen Auszeit kombinieren möchten.

Doch genug von mir. Jetzt möchte ich Dir zeigen was andere Coaches sich haben einfallen lassen. Die nachfolgende Auflistung stellt übrigens lediglich eine kleine Sammlung dar. Ich möchte die Ideen in keiner Weise bewerten. Ich finde nur, es schadet nicht, mal zu sehen was es sonst noch für Ideen bzw. Möglichkeiten gibt. Und jeder möge sich seine eigene Meinung dazu bilden.

Einige der nachfolgenden Ideen habe ich dem Buch „50 kreative Coaching Ideen von Martin Wehrle entnommen.

Coaching beim Joggen

Besonders sportliche Coaches bieten Coaching beim Joggen an. Bekanntermaßen schüttet das Gehirn während des Joggens im Belohnungszentrum euphorisierende Stoffe aus. Außerdem sorgt die Bewegung dafür, dass beide Hirnhälften stimuliert werden, das beruhigt. Wenn die innerliche Erregung zurückgeht, können Patienten wieder beginnen, klarer zu denken und machen eine wichtige Erfahrung: nämlich die, wie sehr Organismus und Seele zusammenhängen.

Hopi-Walk

Etwas weniger sportlich aber ebenfalls draussen, bieten manche Coaches den sogenannten Hopi-Walk an. Hierbei handelt es sich um einen abwechslungsreichen Spaziergang bzw. Wanderweg. Grundsätzlich ist es ein Spaziergang, der aus der Kultur der Hopi-Indianer stammt. Der Sage nach haben die Hopi-Indianer vor wichtigen Entscheidungen immer einen Gang durch die Natur gemacht, mit der festen Überzeugung, dass ihnen die Erkenntnis für die richtige Entscheidung in Form eines Tieres, einer Pflanze, einer Weggabelung etc. begegnen wird. Diese Methode wird heute im Coaching als so genannter „Hopi-Walk“ gezielt eingesetzt.

Coaching im Kloster

Die Idee, Seminare und Workshops in einem Kloster durchzuführen ist nicht ganz neu und da ist es bis zum Coaching auch nicht mehr weit. Ein Kloster ist in jedem Fall ein Ort der Stille und bietet die Möglichkeit zur Besinnung. Dies kann sehr hilfreich sein, kommt sie doch in so manchem Manageralltag kaum noch vor.

Coaching während einer Stadtführung

Ein Tourist sieht oftmals mehr als ein Einheimischer. Er ist aufmerksamer für die Umgebung: Er nimmt vielmehr wahr. Jede Kirche, jedes Denkmal, jede Brücke, wird von ihm inspiziert – und unbewusst mit dem verglichen was er aus seiner Heimat kennt. Wer am Neckar wohnt, sieht die Hamburger Elbe als großen Fluss. Wer am Hudson River in New York lebt, sieht sie als Rinnsal. Genau diese Haltung ist im Coaching wertvoll, da der Klient mit geschärften Sinnen auf sein Anliegen schaut, statt immer wieder das alte Problem zu sehen.

Coaching auf dem Segelboot

Ob türkische Riviera, Mallorca oder Karrierecoaching auf einem Großsegler. Den Stress einfach über Bord zu werfen, bietet sich schon aufgrund des Wortspiels an.

Coaching via Skype

Für Coachings, die relativ ortsungebunden durchgeführt werden sollen, gibt es diverse Angebot über Skype als quasi digitalen Treffpunkt.

Coaching im Zug

Warum nicht die Bahn nutzen um seinem Coaching-Ziel näher zu kommen? Auch hier sind viele Analogien möglich. Es gibt ein Start und Ziel. Es gibt Haltepunkte an denen man verweilen kann. Mitunter muss man umsteigen oder es gibt Verspätungen und auch diverse Baustellen, die einen manchmal erst später ans Ziel gelangen lassen als zunächst gedacht.

Vielleicht haben Dich die Beispiele ermuntert, mal in Deiner Nähe bzw. in Deinem Wirkungsfeld zu schauen, ob es nicht die eine oder andere Alternative zu Deinem Praxisraum geben kann. Meine Idee war einfach, mal über den, vielfach strapazierten, Tellerrand zu schauen und offen zu sein für andere Begegnungsmöglichkeiten zwischen Coach und Klient.

Falls Du schon einen seltenen, eventuell kuriosen Ort für gute Coachings entdeckt hast, würde ich mich freuen, wenn Du diesen mit uns teilst.

Dienstag, 17 Februar 2015 17:39

Wie viel Facebook braucht ein Coach?

 

Wie viel Facebook und Twitter braucht ein Coach?

Nun ist es also doch soweit. Lange haben wir gezaudert und überlegt wie wichtig wohl Facebook und Twitter für uns ist. Wir haben diverse Artikel gelesen und uns mit Kollegen und Freunden beraten. Die einen sagten „Das ist doch reine Zeitverschwendung.“ Andere waren der Meinung, dass wir da nicht drum herum kommen, wenn wir weiterhin erfolgreich sein wollen.

Obwohl wir lange Zeit eher kritisch waren, haben wir uns nach diversen Telefonaten und Skype-Terminen nun doch entschieden sowohl auf Facebook als auch auf Twitter aktiv zu werden. Ich möchte kurz beschreiben was letztendlich den Ausschlag gegeben hat, was wir von Social Media erwarten und wie wir uns unsere Aktivitäten vorstellen.

Lange haben auch wir geglaubt, dass ist nichts für unsere Branche. Das ist doch mehr für private Kontakte. Doch müssen wir feststellen, dass es zum Thema Coach und Coaching bereits viele interessante Einträge auf Facebook gibt. Da wollen wir natürlich nicht fehlenJ. Zusätzlich müssen wir uns auch eingestehen, dass wir bisher die damit einhergehende Arbeit etwas gescheut haben. Denn, machen wir uns nichts vor, eine Website zu gestalten und aktuell zu halten ist eins. Einen Blog mit wöchentlich neuen Beiträgen ist zu schreiben ist das Nächste. Und einen Facebook-Account mit möglichst relevanten Informationen zu bestücken und auch über Twitter möglichst täglich etwas zu verbreiten ist alles in allem nicht ohne. Doch wir sind zu Zweit und können es uns aufteilen.

Letztlich entscheidend für uns war die Erreichbarkeit unserer Zielgruppe. Durch kein anderes Medium können wir so schnell so viele Menschen erreichen. Das ist jetzt nicht wirklich neu, doch manchmal brauchen Erkenntnisse und Entscheidungen ihre Zeit ;-) Natürlich haben auch wir die aktuelle Diskussion um die neuen Geschäftsbedingungen von Facebook verfolgt und finden die Entwicklung nicht gerade lobenswert. Dennoch möchten wir uns Facebook, Twitter, Xing und diversen anderen Social-Media-Plattformen als moderne Medien nicht verschließen. Schließlich ist es nur ein Medium mehr, und es liegt an jedem einzelnen, wie er damit umgeht. Es gab schließlich auch Zeiten, da galt das Telefon als „Teufelszeug“.

So wird es an uns liegen, wie wir Facebook und Co. für uns nutzen und welchen „Freundeskreis“ wir uns aufbauen. Wir hegen die stille Hoffnung, dass wir unser Netzwerk mit interessanten Menschen bereichern können, und uns gegenseitig Impulse für unsere Arbeit geben können. Wir möchten von uns persönlich berichten aber auch von unserer Arbeit und was uns gerade so beschäftigt, damit man auch den Menschen hinter dem Coach bzw. Coach-Ausbilder erkennt.

Wir haben sowohl unseren Facebook – als auch Twitter-Account gerade erst eröffnet und sind gespannt wie es sich anlässt.

Da die Diskussion um Facebook gerade wieder aufgeflammt ist, würde mich interessieren was Du als Coach oder angehender Coach von Facebook hältst? Wie sind Deine Erfahrungen? Gerne nehmen wir auch Ratschläge und Hinweise entgegen.

Ich freue mich auf Deinen Kommentar.

Warum nicht Coaching per Skype oder Facetime? In Zeiten sozialer Netzwerke und neuer Kommunikationsmedien wie Facebook, Xing, Twitter & Co. sowie der vielgepriesenen zeitlichen Flexibilität bietet sich das doch an, oder?

Dieser Artikel soll aufzeigen worauf allgemein zu achten ist und wesentliche Vor- und Nachteile eines Coachingtermins via Skype beleuchten.

Was machen Sie mit einem Interessenten aus Frankfurt, wenn Sie Ihre Praxis in Berlin haben? Sie könnten sich einmal im Monat in der Mitte treffen. Oder Ihr Klient könnte zu Ihnen kommen. Aber mal ehrlich, was spricht dagegen ihm ein Coaching über das Internet anzubieten? Einen PC bzw. Laptop hat jeder, eine Kamera ist sowieso Standard. Die Software ist schnell installiert. Und schon geht`s los.

Theoretisch ist das auch sicher so, und aus meiner Erfahrung spricht auch grundsätzlich nichts gegen Coaching in Verbindung mit Skype. Es sollten nur einige Punkte beachtet werden, damit das Coaching erfolgreich verlaufen kann:

  • Handelt es sich um einen Ersttermin oder kenne ich die Klientin oder den Klienten schon?

Für manche Menschen ist es angenehmer, sich vor dem ersten Skype-Termin einmal im „Original“ zu sehen. Durch die Kameras ist die Abbildung schon mal etwas verzerrt, was mitunter einen falschen Eindruck hinterlassen kann. So ist es durchaus möglich den Ersttermin vor Ort anzubieten und die Folgetermine via Skype.

  • Ist das Thema Skype-tauglich?

Aus meiner Erfahrung ist nicht jedes Thema für Skype geeignet. Zum Beispiel würde ich ein von vornherein emotionales Thema ungern per Skype besprechen, da ich dann schwerer auf entsprechende Reaktionen eingehen kann. Außerdem ist durch die Kameraabbildung die emotionale Regung nicht immer korrekt ersichtlich. Handelt es sich aber um ein eher sachliches Thema wie zum Beispiel eine berufliche Neuorientierung, bietet sich aus meiner Sicht Skype sehr an. Dies ist aber sehr individuell und gibt nur meine persönliche Meinung wieder.

  • In wieweit verändert sich das Verhalten vor der Kamera?

Es kann zunächst ungewohnt sein, sich vor der Kamera zu begegnen. Viele Klienten sind anfangs etwas distanzierter. Jeder der privat Skype nutzt weiß aber, dass sich dieses etwas ungewohnte Gefühl recht schnell legt, wenn sich beide so natürlich wie sonst auch verhalten. Nach kurzer Zeit ist sowohl die Kamera als auch die räumliche Distanz in aller Regel vergessen.

  • Wie stabil ist die Daten-Verbindung?

Beachten sollte man auch, dass die Daten-Verbindungen über Skype nicht immer ganz so stabil sind wie man es sich erhofft. So habe ich zum Beispiel eine (deutsche) Klientin in London und die Verbindung dorthin ist oft alles andere als stabil. Da wir schon länger zusammenarbeiten, uns also recht gut kennen, bringt uns ein Verbindungsabbruch nicht aus der Ruhe. Hinzu kommt, dass auch das Thema kurzfristige Unterbrechung vertragen kann. Dies ist aber nicht bei jeder Person und jedem Thema gegeben.

  • Welches Bild gebe ich ab?

Nicht zu verachten ist das Bild dass ich meinen Klienten von mir und meiner Umgebung biete, sprich welchen Bildausschnitt gebe ich preis? Aus meiner Erfahrung macht es Sinn, auf einen möglichst professionellen Hintergrund zu achten. Sollte der PC z. B. in privaten Räumlichkeiten stehen, sollten Sie sich überlegen, was im Bildausschnitt zu sehen sein darf oder eben nicht. Entsprechend sollte der Skype-Termin vorbereitet werden.

  • Visualisierungsmöglichkeiten

Auch während eines Skype-Termins werden Sie wahrscheinlich Inhalte visualisieren wollen. Somit macht es Sinn ein FlipChart vor Beginn des Termins optimal für Ihren Klienten auszurichten.

Die obigen Punkte beinhalten eigentlich schon sowohl Vorteile als auch Nachteile.

Die räumliche und zeitliche Flexibilität stellen für mich einen echten Vorteil dar. So kann der oben genannte Klient aus Frankfurt nach einem eventuellen Ersttermin die weiteren Termine per Skype absolvieren. Dadurch spart er enorm viel Zeit und Fahrtkosten.

Haben sich beide erst mal an die Situation vor der Kamera gewöhnt, ist auch die räumliche Distanz quasi überbrückt und es kann ein ganz normales Gespräch geführt werden.

Hier kommt aber auch schon ein Nachteil auf. Soll zusätzlich zu einem Gespräch eine erlebnisaktivierende bzw. interaktive Methode genutzt werden, kommt das Coaching per Skype hier an seine Grenzen. Einfache Aufstellungsarbeiten mit symbolischen Stellvertretern sind möglich, verlieren aber aus meiner Erfahrung etwas an Spannung und Dynamik.

Grundsätzlich würde ich ein Face-to-Face Coaching vor Ort einem Skypetermin vorziehen. Sind aber räumliche Distanzen zu überwinden und lässt das Thema es zu, ist Skype eine geniale Alternative.

Wenn Sie Erfahrungen mit Coaching per Skype haben, freue ich mich über Ihren Kommentar.

  • Telefon: 030 - 71 53 82 83
  • Telefon: 06051 - 47 01 20