Mittwoch, 16 November 2016 07:58

Trainer und Coach - Zwei unschlagbare Partner

Trainerin und Coach

Eine Selbstständigkeit als Coach zu realisieren ist heute ungleich schwieriger als noch vor 10 Jahren. Die Konkurrenz ist gestiegen und da heißt es sich abzugrenzen. Einerseits natürlich dadurch, dass Du Dein Profil als Coach so scharf formulierst, dass wirklich erkennbar wird wofür Du der Experte bzw. die Expertin bist. Andererseits kann es sinnvoll sein, sich ein zweites Standbein aufzubauen über welches Du im besten Fall sogar neue Klienten generieren kannst. Ich möchte Dir kurz vorstellen warum ich sowohl als Coach als auch als Trainerin arbeite.

Mit dem Zweiten steht man besser - auch als Coach

Neben Deiner Arbeit als Coach hat es sehr viele Vorteile, auch als Trainer bzw. Dozent unterwegs zu sein. Gerne will ich Dir kurz von meinem beruflichen Werdegang berichten: Als ich mit der Coachingtätigkeit begann, hatte ich vorher schon viele Jahre als Trainerin gearbeitet. Wissen strukturiert zu vermitteln, mich auf immer neue Gruppen einzustellen, Lernfortschritte zu sehen und zu begleiten, hat mir unglaublich viel Spaß gemacht. Doch irgendwann hatte ich das Bedürfnis mich auf weniger Menschen gleichzeitig konzentrieren zu müssen. Ich suchte das Eins-zu Eins Gespräch und wechselte zum Coaching, was ich bis heute nicht bereue. Die individuellen Sitzungen mit meinen Klienten sind bereichernd und anspruchsvoll zugleich. Das Vertrauen, dass mir entgegen gebracht wird, beeindruckt mich stets aufs Neue. Anfangs dachte ich, dass es viel einfacher und entspannter sein müsste mit nur einer Person zu arbeiten, da ich mich „nur“ auf eine Person und nicht auf eine ganze Gruppe konzentrieren muss. Doch stellte ich nach einer gewissen Zeit fest, dass dem nicht so ist. Ein intensives Coachinggespräch fordert ein hohes Maß an Konzentration und Aufmerksamkeit.

Nicht, dass Du Dich als Trainerin nicht konzentrieren musst. Doch bedingt durch die Dynamik in einer Gruppe, verteilt sich die Aufmerksamkeit und Du stehst als Trainerin nicht ständig im Fokus Deiner Seminarteilnehmer, im Vergleich zum Coaching. Das war eine interessante Erkenntnis für mich, die auf Dauer dazu geführt hat, dass ich nicht nur als Coach sondern zusätzlich wieder als Trainerin arbeite und dies hat für mich enorme Vorteile.

Am meisten lernt der Lehrende - das gilt auch für Trainer

Durch die Arbeit als Trainerin bleibe ich meiner strukturierten Denk- und Arbeitsweise treu, was mir auch dabei hilft einen Coaching-Prozess entsprechend zu steuern. Außerdem erweitere ich durch die Seminartätigkeit meinen Horizont. Denn natürlich lerne ich bei jedem Seminar das ich halte , eine ganze Menge dazu. Wie heißt es doch so schön: „Am meisten lernt der Lehrende“. Weiterhin empfinde ich es als sehr erfrischend und abwechslungsreich, sowohl als Trainer als auch als Coach zu arbeiten. Während ich als Dozentin meinen Seminarteilnehmern neues Wissen vermittle und ihnen auch mal mit einem Ratschlag oder Tipp zu Seite stehe, geht es beim Coaching doch eher darum, einen persönlichen, individuellen Veränderungsprozess meines Klienten zu begleiten, wobei ich mich selber zurücknehmen muss. Auf den Punkt gebracht heißt das: Bei einem Seminar steht das zu vermittelnde Wissen mit Dir als Trainer im Mittelpunkt. Beim Coaching steht Dein Klient im Mittelpunkt. Das ist von der Herangehensweise und der damit verbundenen Einstellung ein riesiger Unterschied.

Durch Schwerpunkte als Trainer bekannt werden

Unabhängig davon, dass es für mich persönlich sinnvoll ist beide Tätigkeiten parallel auszuüben, ist es auch wirtschaftlich von Vorteil. Es gibt immer Zeiten, in den die Auftragslage nicht so rosig ist, wie gewünscht. Da bieten Seminare in aller Regel eine bessere Planungssicherheit als Coachings. Hier besteht z. B. die Möglichkeit, mit verschiedenen Bildungsträgern zusammen zu arbeiten um sich mit einem oder mehreren Spezialthemen einen „Namen" zu machen. Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Vorteil besteht darin, dass mich meine Seminarteilnehmer nicht nur fachlich sondern auch persönlich kennenlernen können und sich so die Möglichkeit bietet, weitere Aufträge zu generieren, sowohl als Trainer aber auch als Coach.

Doch so unterschiedlich die Arbeit als Trainer bzw. Coach vielleicht klingen mag, gibt es doch viele Gemeinsamkeiten. So kann ich meine Fähigkeiten als Coach im Training einfließen lassen und umgekehrt. So beeinflussen sich doch beide Tätigkeiten und bilden für mich ein sinnvolles Ganzes.

Mittwoch, 21 September 2016 08:59

Coach oder Trainer? 5 Kriterien zur Entscheidung

Coach oder Trainer

Du merkst, jetzt ist die Zeit reif: Du möchtest eine Weiterbildung machen, kannst Dich aber nicht zwischen Coach und Trainer entscheiden. Du arbeitest gerne mit Menschen, bist kommunikativ und strukturiert? Dann könnte eine Coaching-Ausbildung das Richtige für Dich sein. Du vermittelst aber auch gerne Wissen? Dann also doch lieber eine Ausbildung zum Trainer?

Wodurch unterscheidet sich eigentlich die Arbeit eines Coaches von der eines Trainers? Diese Frage stellen sich viele Personen, die sich für eine unserer Ausbildungen interessieren. Da es Dir vielleicht ähnlich geht, möchte ich Dir heute 5 Kriterien aufzeigen, welche die beiden Berufsbilder voneinander unterscheiden und Dir gleichzeitig aufzeigen, welche Voraussetzungen Du für die eine oder andere Ausbildung mitbringen solltest.

Was macht eigentlich ein Coach?

Coaching ist eine lösungsorientierte Prozessbegleitung, durch die Dein Klient befähigt werden soll, sein Anliegen bzw. Problem mithilfe seiner Ressourcen selbstständig zu lösen. Um diesem Ziel möglichst nahezukommen, förderst Du als Coach bei Deinem Klienten sowohl die Selbstwahrnehmung als auch die Selbstreflexion und unterstützt ihn in der Bewusstwerdung seines Verhaltens. Coaching im weitesten Sinn hat immer mit der Entwicklung der Persönlichkeit zu tun, also mit dem, was einen im Innersten ausmacht (Einstellungen, Verhaltensmuster, Werte). Ausserdem basiert Coaching auf der Freiwilligkeit des Klienten.

Was macht eigentlich ein Trainer?

Bei einem Training geht es um strukturierte Vermittlung von Wissen oder Fertigkeiten. Als Trainer hast Du gegenüber Deinen Teilnehmern in aller Regel einen Wissensvorsprung, der es Dir ermöglicht einen Lernprozess zu gestalten. Als Trainer präsentierst Du also ein bestimmtes Thema und sorgst im besten Fall für eine Atmosphäre, in der Lernen Spaß machen kann. Du solltest dabei möglichst viele Sinneskanäle ansprechen, da es unterschiedliche Lerntypen in einer Gruppe gibt. So gibt es Menschen, die eher durch zuhören lernen, andere wiederum benötigen eine bildhafte Präsentation. Als Trainer solltest Du Dich also nicht nur fachlich auskennen sondern Dich zusätzlich mit Methodik und Didaktik beschäftigen. Im Gegensatz zum Coaching kommen in ein Training auch häufig Menschen, die von ihren Vorgesetzten „geschickt“ werden, was eine besondere Herausforderung an das Thema Motivation stellt.

Mit diesen beiden Definitionen ist grundsätzlich alles gesagt ist, oder? Doch nicht unbedingt. Es gibt durchaus Parallelen zwischen den beiden, weshalb es tatsächlich nicht immer so einfach ist sich zu entscheiden und es sich durchaus lohnen kann sowohl das eine als auch das andere zu machen.

Selbstständig als Coach oder Trainer

Nehmen wir mal an, Du hast Sozialpädagogik studiert und schon einige Jahre Berufserfahrung. Deine Arbeit in einer Familien-Beratungsstelle macht Dir grundsätzlich Spaß. Du hast das Gefühl, dass Du Dich gut auf die verschiedensten Menschen einstellen kannst und sie sich Dir anvertrauen. Doch irgendetwas fehlt Dir. Du bist in einen Arbeitsalltag eingebunden, der Dich im wahrsten Sinne des Wortes bindet. Gerne würdest Du losgelöst von einer gemeinnützigen Einrichtung Dein "eigenes Ding" machen; Deinen Arbeitstag selber planen, für die Akquisition Deiner Kunden selber verantwortlich sein. Du möchtest das Gefühl haben, dass Deine Arbeit auch finanziell geschätzt wird.

Schon immer hast Du Dich für das Thema Kommunikation und seit einiger Zeit auch für das Thema Resilienz interessiert. Diese Themen würdest Du gerne einem größeren Kreis von Menschen zugänglich machen. Andererseits reizt es Dich, individuelle „Beratungen“ durchzuführen; Menschen dabei zu unterstützen ihr Kommunikationsverhalten zu verbessern, Konflikte zu bewältigen oder auch in Krisenzeiten zu überwinden.

Da Du mit Deiner momentanen Arbeit grundsätzlich zufrieden bist, kann es Sinn machen zunächst nebenberuflich als Coach und Trainerin zu arbeiten. So hättest Du ein gesichertes Einkommen bis sich Deine Neuausrichtung rechnet.

Auf die Reihenfolge kommt es an

Aus meiner Sicht könnte es Sinn machen, sich zunächst auf eine Coaching-Ausbildung zu konzentrieren und zwar aus folgenden Gründen:

  • Während einer Coaching-Ausbildung lernst Du einiges über die Grundbedürfnisse von Menschen, was Dir als Trainerin ebenfalls helfen kann um Dich auf heterogene Gruppen einzustellen
  • Du lernst verschiedenste Fragetechniken kennen, die Du auch im Training einsetzen kannst.
  • Du lernst während der Coaching-Ausbildung eine ganze Menge über Dich selber, was Dir auch bei einer Trainertätigkeit helfen kann.
  • Du lernst Deine „blinden“ Flecken kennen, was Dir den Umgang mit vermeintlich „schwierigen“ Teilnehmern erleichtern kann.
  • Du entwickelst Deine Persönlichkeit, was zu einer selbstbewussten Trainerhaltung führen kann
  • Nebenbei lernst Du, vor einer Gruppe zu sprechen und Dinge auf den Punkt zu bringen

Dies sind nur ein paar Beispiele, dafür, dass eine Coaching-Ausbildung einer Trainer-Ausbildung vorangestellt werden könnte, wenn Du vorhast beides anzubieten. Übrigens halten die meisten Coaches zusätzlich Seminare bzw. Workshops um sich ein zweites Standbein aufzubauen. Dies ist ausserdem einegute Möglichkeit sich einen Namen zu machen und darüber hinaus Klienten für ein Coaching zu gewinnen.

Würdest Du nach einer Coaching-Ausbildung noch eine Trainer-Ausbildung absolvieren wollen, hättest Du bereits die besten Voraussetzungen. Denn in der Trainer-Ausbildung geht es in erster Linien darum,

  • wie Du Dein fachliches Thema strukturiert präsentieren kannst
  • Du eine ansprechende Lernatmosphäre schaffen kannst
  • Du einen Lernprozess in der Gruppe moderieren kannst und wie
  • Du als Trainer-/in authentisch rüberkommst und
  • Wie Du mit vermeintlichen „Störern“ umgehen kannst.

Das, was ich eben geschrieben habe, soll aber nicht heißen, dass jeder eine Coaching-Ausbildung machen muss, der als Trainer arbeiten möchte. Nur, wenn Du Dir grundsätzlich beides vorstellen kannst, würde die beschriebene Reihenfolge aus meiner Sicht Sinn machen.

Grundsätzlich lässt sich folgendes sagen:

Eine Trainer-Ausbildung kann für Dich Sinn machen, wenn Du

  • gerne vor Gruppen stehst
  • strukturiert und kommunikativ bist
  • gerne Dein Wissen teilst
  • Spaß an der Gestaltung von Lernprozessen hast
  • Spaß am Lernerfolg anderer hast

Eine Coaching-Ausbildung kann für Dich Sinn machen, wenn Du:

  • mehr über Dich selbst erfahren möchtest,
  • Deine Persönlichkeit weiterentwickeln möchtest
  • lernen möchtest, wie Du andere Menschen bei deren Zielerreichung unterstützen kannst,
  • strukturiert und kommunikativ bist
  • Spaß an der Gestaltung von Entwicklungsprozessen hast
  • Spaß am Erfolg anderer hast

Ich hoffe, ich konnte Dir einen kleinen Einblick in die Unterschiede und Parallelen einer Coaching-Ausbildung bzw. Trainer-Ausbildung geben.

Wenn Du Fragen zu der ein oder anderen Ausbildung hast, kannst Du Dich gerne bei uns melden. Vielleicht hilft Dir auch unser Buch „Jetzt werde ich Coach!“ , das im April im Beltz Verlag erscheinen ist weiter.

Coach oder Trainer

Du merkst, jetzt ist die Zeit reif: Du möchtest eine Weiterbildung machen, kannst Dich aber nicht zwischen Coach und Trainer entscheiden. Du arbeitest gerne mit Menschen, bist kommunikativ und strukturiert? Dann könnte eine Coaching-Ausbildung das Richtige für Dich sein, oder doch lieber eine Ausbildung zum Trainer? Wodurch unterscheidet sich eigentlich die Arbeit eines Coaches von der eines Trainers? Diese Frage stellen sich häufig Interessenten, die sich für eine unserer Ausbildungen interessieren. Da es Dir vielleicht ähnlich geht, möchte ich Dir heute 5 Kriterien aufzeigen, die die beiden Berufsbilder voneinander unterscheiden und Dir gleichzeitig aufzeigen, welche Voraussetzungen Du für die eine oder andere Ausbildung mitbringen solltest.

Was macht eigentlich ein Coach?

Coaching ist eine lösungsorientierte Prozessbegleitung, durch die Dein Klient befähigt werden soll, sein Anliegen bzw. Problem mithilfe seiner Ressourcen selbstständig zu lösen. Um diesem Ziel möglichst nahezukommen, förderst Du als Coach bei Deinem Klienten sowohl die Selbstwahrnehmung als auch die Selbstreflexion und unterstützt ihn in der Bewusstwerdung seines Verhaltens. Coaching im weitesten Sinn hat immer mit der Entwicklung der Persönlichkeit zu tun, also mit dem, was einen im Innersten ausmacht (Einstellungen, Verhaltensmuster, Werte). Coaching basiert auf der Freiwilligkeit des Klienten.

Was macht eigentlich ein Trainer?

Bei einem Training geht es um strukturierte Vermittlung von Wissen oder Fertigkeiten. Als Trainer hast Du gegenüber Deinen Teilnehmern in aller Regel einen Wissensvorsprung, der es Dir ermöglicht einen Lernprozess zu gestalten. Als Trainer präsentierst Du also ein bestimmtes Thema und sorgst im besten Fall für eine Atmosphäre, in der Lernen Spaß machen kann. Du solltest dabei möglichst viele Sinneskanäle ansprechen, da es unterschiedliche Lerntypen in einer Gruppe gibt. So gibt es Menschen, die eher durch zuhören lernen, andere wiederum benötigen eine bildhafte Präsentation. Als Trainer solltest Du Dich also nicht nur fachlich auskennen sondern Dich zusätzlich mit Methodik und Didaktik beschäftigen. Im Gegensatz zum Coaching kommen in ein Training auch häufig Menschen, die von ihren Vorgesetzten „geschickt“ werden, was eine besondere Herausforderung an das Thema Motivation stellt.

Nach diesen beiden Definitionen könnte ich den Artikel eigentlich beenden, da damit grundsätzlich alles gesagt ist, oder? Doch nicht unbedingt. Es gibt durchaus Parallelen zwischen den beiden, weshalb es tatsächlich nicht immer so einfach ist sich zu entscheiden.

Selbstständig als Coach oder Trainer

Nehmen wir mal an, Du hast Sozialpädagogik studiert und schon einige Jahre Berufserfahrung. Deine Arbeit in einer Familien-Beratungsstelle macht Dir grundsätzlich Spaß. Du hast das Gefühl, dass Du Dich gut auf unterschiedliche Menschen einstellen kannst und sich die Menschen Dir anvertrauen. Doch irgendetwas fehlt Dir. Du bist in einen Arbeitsalltag eingebunden, der Dich im wahrsten Sinne des Wortes bindet. Gerne würdest Du losgelöst von einer gemeinnützigen Einrichtung Dein eigenes Ding machen. Deinen Arbeitstag selber planen, für die Akquisition Deiner Kunden selber verantwortlich sein. Du möchtest das Gefühl haben, dass Deine Arbeit auch finanziell geschätzt wird.

Schon immer hast Du Dich für das Thema Kommunikation und seit einiger Zeit auch für das Thema Resilienz interessiert. Diese Themen würdest Du gerne einem größeren Kreis von Menschen zugänglich machen. Andererseits reizt es Dich, individuelle „Beratungen“ durchzuführen; Menschen dabei zu unterstützen ihr Kommunikationsverhalten zu verbessern, Konflikte zu bewältigen oder auch in Krisenzeiten zu überwinden.

Da Du mit Deiner momentanen Arbeit grundsätzlich zufrieden bist, kann es Sinn machen zunächst nebenberuflich als Coach und Trainerin zu arbeiten. So hättest Du ein gesichertes Einkommen bis sich Deine Neuausrichtung rechnet.

Auf die Reihenfolge kommt es an

Aus meiner Sicht könnte es Sinn machen, sich zunächst auf eine Coaching-Ausbildung zu konzentrieren und zwar aus folgenden Gründen:

  • Während einer Coaching-Ausbildung lernst Du einiges über die Grundbedürfnisse von Menschen, was Dir als Trainerin ebenfalls helfen kann um Dich auf heterogene Gruppen einzustellen
  • Du lernst verschiedenste Fragetechniken kennen, die Du auch im Training einsetzen kannst.
  • Du lernst während der Coaching-Ausbildung eine ganze Menge über Dich selber, was Dir auch bei einer Trainertätigkeit helfen kann.
  • Du lernst Deine „blinden“ Flecken kennen, was Dir den Umgang mit vermeintlich „schwierigen“ Teilnehmern erleichtern kann.
  • Du entwickelst Deine Persönlichkeit, was zu einer selbstbewussten Trainerhaltung führen kann
  • Nebenbei lernst Du, vor einer Gruppe zu sprechen und Dinge auf den Punkt zu bringen

Dies sind nur ein paar Beispiele, dafür, dass eine Coaching-Ausbildung einer Trainer-Ausbildung vorangestellt werden könnte, wenn Du vorhast beides anzubieten. Übrigens bieten die meisten Coaches zusätzlich Seminare bzw. Workshops an. Nicht zuletzt ist es ein tolles Instrument sich einen Namen zu machen und darüber hinaus Klienten für ein Coaching zu gewinnen.

Würdest Du nach einer Coaching-Ausbildung noch eine Trainer-Ausbildung absolvieren wollen, hättest Du bereits die besten Voraussetzungen. Denn dann, in der Trainer-Ausbildung, geht es in erster Linien darum,

  • wie Du Dein fachliches Thema strukturiert präsentieren kannst
  • Du eine ansprechende Lernatmosphäre schaffen kannst
  • Du einen Lernprozess in der Gruppe moderieren kannst und wie
  • Du als Trainer-/in authentisch rüberkommst und
  • Wie Du mit vermeintlichen „Störern“ umgehen kannst.

Das, was ich eben geschrieben habe, soll aber nicht heißen, dass jeder eine Coaching-Ausbildung machen muss, der als Trainer arbeiten möchte. Nur, wenn Du Dir grundsätzlich beides vorstellen kannst, würde die beschriebene Reihenfolge aus meiner Sicht Sinn machen.

Grundsätzlich lässt sich folgendes sagen:

Eine Trainer-Ausbildung kann für Dich Sinn machen, wenn Du

  • gerne vor Gruppen stehst
  • strukturiert und kommunikativ bist
  • gerne Dein Wissen teilst
  • Spaß an der Gestaltung von Lernprozessen hast
  • Spaß am Lernerfolg anderer hast

Eine Coaching-Ausbildung kann für Dich Sinn machen, wenn Du:

  • mehr über Dich selbst erfahren möchtest,
  • Deine Persönlichkeit weiterentwickeln möchtest
  • lernen möchtest, wie Du andere Menschen bei deren Zielerreichung unterstützen kannst,
  • strukturiert und kommunikativ bist
  • Spaß an der Gestaltung von Entwicklungsprozessen hast
  • Spaß am Erfolg anderer hast

Ich hoffe, ich konnte Dir einen kleinen Einblick in die Unterschiede und Parallelen einer Coaching-Ausbildung bzw. Trainer-Ausbildung geben.

Wenn Du Fragen zu der ein oder anderen Ausbildung hast, kannst Du Dich gerne bei uns melden. Vielleicht hilft Dir auch unser Buch „Jetzt werde ich Coach!“ , das im nächsten Monat im Beltz Verlag erscheinen wird.

Donnerstag, 05 Februar 2015 20:21

Warum tun wir was wir tun?

 

 

Das „Warum?“ hinter dem ICK-Institut für Coaching & Kompetenz von Christiane Richter und Peter Reitz

Die Idee von Gordon Schönwälder http://podcast-helden.de/einladung-zur-blogparade-erzaehl-uns-deine-unternehmens-story/ hat uns echt begeistert. Gerade in unserer Branche wird viel von Selbstreflektion gesprochen. Darum wollen wir diese Idee zum Anlass nehmen und darüber berichten, warum wir tun was wir tun.

Peter und ich haben uns während unserer Coaching-Ausbildung vor acht Jahren kennengelernt. Seitdem ist viel Zeit vergangen in der jeder seine eigene Praxis, sprich sein eigenes Business aufgebaut und verwirklicht hat. Beide haben wir unsere Schwerpunkte gefunden, in denen wir uns, so wie es in der Branche üblich sein sollte, regelmäßig weiterbilden. Peter hat eine Ausbildung zum systemischen Berater absolviert und ich habe eine Ausbildung zur Hypnosetherapeutin gemacht.

Wir hatten in dieser Zeit regelmäßig Kontakt und haben uns fachlich ausgetauscht. Irgendwann, nach vielen Telefonaten und Mails wollten wir unser geballtes Wissen aus unserer Coaching- und Trainingserfahrung bündeln und gründeten 2013 das ICK Institut für Coaching & Kompetenz. Nach vielen Jahren der Coachingtätigkeit und noch längeren Jahren als Trainer, geben wir unsere Erfahrungen gerne in Form einer Ausbildung zum Personal-/Businesscoach weiter.

Die Vermittlung von Kompetenzen in Theorie und Praxis ist unsere Leidenschaft und fordert uns immer wieder neu heraus. Als großes Plus sehen wir dabei unsere eigene Erfahrung im Aufbau der Selbstständigkeit als freiberuflicher Coach. Ein Schritt, vor dem wir selbst vor vielen Jahren standen. So können wir die Dinge weitergeben, die aus unserer Erfahrung wirklich funktionieren!

Doch warum?

Als Coach unterstützen wir Menschen, ihren eigenen Weg zu gehen, Krisen zu überwinden oder Entscheidungen zu treffen. Andere möchten sich von Erwartungen, die an sie gestellt werden lösen um zu ihrem eigenen Kern zurück zu finden. Wieder andere wachsen in eine neue Aufgabe hinein, z. B. als Führungskraft, oder sie sind schon „High-Performer“ und möchten noch besser werden. Es ist schön zu sehen, wie Menschen sich entwickeln und wir als Coach dazu einen Beitrag leisten konnten.

Zurück zur Lehrtätigkeit: Die Arbeit mit den Teilnehmern der Coachingausbildung macht uns unglaublichen Spaß, da wir diese bei ihrer beruflichen, aber auch persönlichen Entwicklung unterstützen können. Es sind Menschen, die eine eigene Dienstleistung anbieten möchten, bei der sie ihre Klienten wiederum bei der Lösung eines Problems oder in der Entscheidungsfindung unterstützen möchten.

Da während eines Coachingprozesses der Coach als Person mit all seinen Lebenserfahrungen und Wertvorstellungen immer „mit dabei“ ist, macht insbesondere die persönliche Weiterentwicklung der „jungen Coaches“ die Qualität der späteren Arbeit aus.

Das klingt oft so einfach. Nach dem Motto: „Das kann doch jeder.“ Doch dabei ist es eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, die einen sehr fordern kann. Stellt Euch nur mal vor, Ihr würdet ein Gespräch mit einem Klienten über 1,5 Stunden führen, bei dem es um Karriereentwicklung geht. Ihr seid natürlich permanent aufmerksam und mit allen Sinnen präsent. Ihr unterstützt ihn, motiviert ihn, bringt ihn durch intensives Fragen zu kritischer Reflektion, zum Nachdenken oder Umdenken, vielleicht zum lachen, vielleicht zum weinen. Ihr freut euch mit Ihm, wenn er in seinem Anliegen weiterkommt und feiert kleine und große Erfolge.

Wenn dieser Klient Eure Praxis oder Büroverlassen hat, macht ihr Euch Notizen und ein kurze Pause und dann kommt der Nächste und dann der Nächste. Ihr könnt Euch jetzt sicher vorstellen, dass es wichtig ist, dass man als Coach gut auf sich selber achten muss, um sich nicht zu überfordern. Dies unseren Teilnehmern mit auf den Weg zu geben ist uns ebenfalls sehr wichtig. Deswegen steht ganz am Anfang der Satz –Sorge für Dich selber - Nur wenn es einem selber gut geht, kann man auch für andere da sein. Nicht vergessen sollte man, dass ein Coach einen großen Vertrauensvorschuss von seinen Klienten bekommt, dem man auch gerecht werden möchte und sollte.

Neben der Arbeit mit den Teilnehmern motiviert uns aber auch das „Drumherum“.

Wir können unsere Ausbildung so konzipieren, wie wir es für richtig halten. Wir machen es genauso, wie wir es uns vorstellen und können dadurch unsere eigenen Ideen verwirklichen. Das heißt, wir haben die Möglichkeit, alles eigenverantwortlich durchzuführen. Wir bekommen sofort Feedback ob etwas funktioniert oder nicht. Das Schöne ist, das wir zu zweit sind. Obwohl Peter mit seiner Familie in der Nähe von Frankfurt wohnt und ich mit meinem Mann in Berlin, sind wir stets über E-Mail bzw. Skype „verdrahtet“. Es macht einfach viel mehr Spaß ein Unternehmen zu zweit zu führen. Jeder bringt neue Ideen ein, die vom anderen wohlwollend aber kritisch unter die Lupe genommen werden. Wir tragen gemeinsam die Verantwortung für unser Institut. Wir initiieren gemeinsam Projekte und ziehen sie gemeinsam durch, so ist auch die Verantwortung auf zwei Schultern verteilt.

Uns ist es wichtig, dass unsere Ausbildung bodenständig bleibt. Wir geben unseren Teilnehmern die Möglichkeit zu erkennen, dass es wichtig ist sich zunächst selber kennen zu lernen, sich selbst und seine Handlung zu reflektieren. Wir möchten unseren angehenden Coaches vermitteln, wie wichtig die Beziehung zu ihren Klienten ist und dass Methodenwissen wichtig aber nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Was nützt es, wenn ich viele tolle Methoden kenne, sie aber nicht zur Anwendung bringen kann, da ich mit meinen Klienten nicht in Kontakt komme. Beziehungsaufbau verstehen und leben. Wenn wir das vermitteln können, haben wir eine ganze Mange erreicht.

Uns ist es wichtig, dass unsere Teilnehmer Ihren eigenen Coachingstil entwickeln können, deshalb bieten wir Ihnen viel Gelegenheit zum Üben. Jeder hat seine Vorlieben und Schwerpunkte, für jeden gibt es eine Nische. Diese gilt es herauszuarbeiten und sich entsprechend zu positionieren. Dabei möchten wir sie unterstützen.

Dies alles motiviert uns das zu tun was wir tun. Sicherlich haben wir noch das eine oder andere vergessen, doch das „Warum“ ist jetzt schon länger geworden, als eigentlich gedacht. Aber während des Schreibens sind uns dann doch noch viele Dinge eingefallen, die uns bei unserer gemeinsamen Arbeit wichtig sind.

Wann hast Du zuletzt darüber nachgedacht warum Du tust was Du tust?

Wir freuen wir uns über Deinen Kommentar.

Montag, 05 August 2013 11:09

Der Coach als Therapeut?

Rechtssicherheit im Berufsstand des Coaches -Teil I -

Was macht der Coach, wenn sein Klient über Schlaflosigkeit berichtet? Welche Handlungsmöglichkeiten hat er, wenn der Klient in eine suizidale Krise kommt? Wie kann der Coach erkennen, ob der Klient besser ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen sollte?

In einem vorangegangenen Artikel ging es um die Unterscheidung von drei ähnlichen Formaten: Coaching, Beratung und Training. Heute möchte ich die Abgrenzung zur Psychotherapie genauer thematisieren. Kleinere Krisen gehören zum normalen Leben dazu und sind der Entwicklungsmotor für Wachstum und Reifung. Länger andauernde Belastungen und tieferliegende Probleme mit Krankheitswert können (und dürfen!) allerdings in einem Coaching nicht bearbeitet werden. Was heißt das genau? Hier sind Belastungen gemeint, die bereits Krankheitssymptome ausgebildet haben und der Klient ist bereits erheblich eingeschränkt in seiner Leistungs- und Beziehungsfähigkeit. In der Praxis: Angststörungen, Depression, traumatische Erfahrungen, Persönlichkeitsstörungen u.a. Möglich sind auch Themen in der eigenen Biografie, die unbearbeitet sind und psychotherapeutische Hilfe benötigen. Wie kann man nun solche Störungen mit Krankheitswert erkennen?

Da sich Coaching oft in einer „Grauzone" zur Therapie befindet ist es ratsam, hierfür den „diagnostischen Blick" zu entwickeln. Damit ist gemeint, Ursachen und Auswirkungen psychischer Störungen zu kennen und zu beurteilen. Viele Coaches absolvieren daher eine Ausbildung zum Heilpraktiker (Psychotherapie). Hier werden grundlegendes Wissen zum Erkennen von psychischen Erkrankungen und theoretische Behandlungskonzepte vermittelt. Vor dem Gesundheitsamt kann damit die sogenannte eingeschränkte Heilerlaubnis, beschränkt auf Psychotherapie erlangt werden. Dazu müssen eine schriftliche und eine mündliche Überprüfung vor dem Gesundheitsamt abgelegt werden. Dabei handelt es sich nicht um eine medizinische Fachprüfung sondern „lediglich" um eine Überprüfung. In der schriftlichen Überprüfung wird psychiatrisches und psychotherapeutisches Wissen abgefragt das dem Coach später hilft, Leiden und Störungen mit Krankheitswert sicher zu erkennen. In der mündlichen Überprüfung prüft das Gesundheitsamt vor allem die „Therapeutenpersönlichkeit". Im Vordergrund kann hier stehen, warum sich die Prüflinge der Überprüfung unterzogen haben und wie später gearbeitet wird. Darüber hinaus ist für viele Coaches auch das Thema „Rechtssicherheit" wichtig. Dies bedeutet, auch rechtlich abgesichert im Übergang Coaching und Therapie arbeiten zu dürfen und je nach therapeutischer Weiterbildung auch psychische Erkrankungen zu behandeln bzw. mitbehandeln zu dürfen.

In einem weiteren Artikel werde ich das Thema noch mit der Praxis aus verschiedenen Coaching-Bereichen vertiefen.

Dienstag, 02 Juli 2013 15:23

Der Coach als "Mixer"?

Die Vermischung von Coaching mit anderen Formaten in der Praxis

Unterhält man sich mit Interessierten zum Thema Coaching, ist oft eine Vermischung mit ähnlichen Formaten zu beobachten. Um die Klärung und Erklärung von Coaching und verwandter Erscheinungen wie Training und Beratung geht es in diesem Artikel.

Zunächst zur Begriffserklärung:

Training: In einem Training werden ganz gezielt Fertigkeiten trainiert, also eingeübt. Diese können sein: Sprechtraining, Präsentationstraining oder Kommunikationstraining. Ziel ist es, eine vorher zu bestimmende Fertigkeit zu erlernen oder diese zu verbessern.

Beratung: Hier geht es darum, von einem Experten einen bestimmten Rat, eine Handlungsempfehlung zu bekommen. Beispiel: Finanzberatung oder Steuerberatung. Hier zahlt der Kunde ein Honorar an den Berater, der dann dem Kunden einen ganz konkreten Ratschlag mitgibt.

Coaching: Hier kommt der Kunde, um an einem gemeinsam zu klärenden Anliegen mit dem Coach zu arbeiten. Beispiel: Konflikte am Arbeitsplatz, Verbesserung der Führungskultur, der nächste Karriereschritt. Ziel ist es, mit dem Coach gemeinsam Lösungen für klar umrissene Problemstellungen zu erarbeiten und ggf. deren Umsetzung zu begleiten. Kennzeichnend für das Coaching ist ein ergebnisoffener Prozess. Damit ist gemeint, dass die Lösung oder die Umsetzung des Ziels im Coaching sichtbar wird, also nicht schon von vorneherein feststeht.

In der Praxis ist es wichtig, die Kundenbedarfe und auch Erwartungen genau zu klären. Auch ist es ratsam, sich seine Rolle und Aufgabe als Coach zu vergegenwärtigen und bei Bedarf dem Kunden mitzuteilen. So ist eine saubere Differenzierung zwischen Coaching und anderen Formaten möglich und eventuelle Missverständnisse können vermieden werden.

  • Telefon: 04371 - 60 39 002
  • Telefon: 01525-39 49 994