systemischer coach werden in frankfurtDas Wort "systemisch" oder "systemischer Coach" sind Begriffe, die im Moment stark nachgefragt werden. Im Rahmen von Fachweiterbildung für angehende Coaches, aber auch für Führungskräfte und Personalverantwortliche, treten die systemische Haltung im Umgang mit Mitarbeitern und Kollegen immer mehr in den Vordergrund. Im Unternehmenskontext spricht man manchmal auch von Kommunikationskultur, die im Rahmen von einem Unternehmensleitbild entwickelt oder gefördert werden soll. im nachfolgenden Artikel will ich aufzeigen, was einen systemisch arbeitenden Coach ausmacht und wie wichtig dazu die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit ist.
Grundregel als systemischer Coach: Meine Welt...deine Welt. Ein systemischer Coach weiß, dass es die EINE Welt bzw. EINE Wirklichkeit nicht gibt. So arbeitet er immer mit subjektiver Realität, also mit der Realität, die für den Klienten als real empfunden wird.


Ein Beispiel aus der Praxis:

Eine Betriebswirtin Mitte 40 kommt ins Karrierecoaching. Sie berichtet, dass ihr Betrieb von Umstrukturierung betroffen war und sie dadurch Ihren Job verloren hat. Der "Bruch" mit ihrem alten Arbeitgeber bedeutete für Sie einen großen Einschnitt. Sie war bei allen stets beliebt und machte sogar unbezahlte Überstunden. Umso überraschender erreichte sie die Kündigung, die sie bis heute noch nicht verstehen kann. Über das Arbeitsgericht hatte sie eine Abfindung in Höhe von 120.000 Euro erstritten. Sie berichtet weiter, dass sie von großen Existenzängsten geplagt ist, auch wenn sie das Einkommen eigentlich nicht bräuchte. Ihr Mann ist Ingenieur und hat ein gutes Einkommen, das für beide reichen würde.

Das Beispiel soll zeigen, dass die Dame im Coaching "objektiv" keine Ängste zu haben bräuchte. Die gezahlte Abfindung würde problemlos reichen, zwei Jahre ohne Arbeitsstelle zu überbrücken. Noch dazu hat der Mann ja ein gutes Einkommen, das für beide reichen würde. An der Fallvignette soll klar werden, dass es aber nicht um die Weltsicht des Coaches geht, sondern um die erlebte Realität der Klientin. Ein systemisch arbeitender Coach weiß also, dass genau mit dieser "Subjektivität" gearbeitet wird und er den Klienten in seiner Welt abholen muss.
Perspektivenwechsel durch systemischen Coach. Genau an oben genanntem Aspekt knüpft auch das Aufzeigen von anderen, möglichen Wirklichkeitsaspekten durch Perspektivenwechsel an. So könnte tatsächlich der erlebte "Bruch" die "Schnittstelle" sein, etwas ganz neues zu machen. Der systemisch arbeitende Coach weiß also, dass Menschen an Ihrer subjektiv empfundenen Realität leiden können. Mit Hilfe eines anderen Aufmerksamkeitsfokus könnte ein ganz neuer Punkt in den Vordergrund treten. Eine systemische Frage dazu wäre zum Beispiel: Für was ist ihr Problem eine Lösung?

Ressourcenorientierung als systemischer Coach

Wie oben gezeigt, bestimmt das individuelle Weltbild und die Aufmerksamkeit auf bestimmte Aspekte, wie Ereignisse aufgefasst oder interpretiert werden. Die Entlassung wurde als "Bruch" empfunden und als großen Einschnitt in die eigene Selbstwirksamkeit. Dies geht soweit, dass Ängste entwickelt werden gegenüber der Zukunft, die sich auch schon auf andere Lebensbereiche übertragen (Angst, keine adäquate Arbeitsstelle mehr zu finden). Der systemische Coach weiß, dass die Fokussierung auf ganz bestimmte Situationen oder Gedanken Realität schafft. Im genannten Fall nimmt die Beschäftigung mit dem als problematisch erlebten Ereignis einen großen Raum ein. Der systemische Coach würde dieses Verhaltensmuster versuchen zu unterbrechen mit Fragen wie: Was läuft gut im Moment? Was darf so bleiben wie es ist? Wie würden sie in 3, 5, 10 Jahren an die Zeit heute zurückdenken? Könnten sie sich vorstellen, dass die momentane Situation auch etwas Gutes haben könnte?

Innere Haltung als systemischer Coach: Der Klient ist Experte

Er soll Experte sein, sucht sich aber einen Coach? Wie soll das zusammenpassen? Der systemisch arbeitende Coach geht davon aus, dass der Klient seine eigene Welt am besten kennt. Schließlich hat er es bis zum heutigen Tage geschafft, sein Leben zu leben, sich Herausforderungen zu stellen, Probleme zu bewältigen, Kompetenzen zu entwickeln und vieles mehr. Auch hat der Klient im Laufe seines Lebens viele Ressourcen entwickelt. Würde der systemische Coach dem Klienten Ratschläge erteilen oder seine Situation vielleicht bagatellisieren (sehen sie das mal nicht so eng, sie haben doch jetzt erstmal ein finanzielles Polster, ihr Mann verdient doch gut), könnte sich das in einem "nicht-Ernst-nehmen" ausdrücken. Warum ist nun der Klient Experte in seiner Welt? Als Coach gehen wir davon aus, dass der Klient wichtige Ressourcen entwickelt hat und diese vielleicht in anderen Situationen schon angewendet hat. Systemische Fragen dazu wären zum Beispiel: Hatten sie schon einmal eine ähnliche Situation, in denen sie solche Ängste hatten? Was war da hilfreich? Mal angenommen, wir würden ihren Lebenspartner fragen wie sie diese Krise gemeistert haben, was würde er sagen?

Wer andere führen will, muss sich selbst gut führen können

Als systemischer Coach ist klar: Menschen lernen durch Erfahrungen, die sie in ihrem Leben machen. So lässt sich der Umgang mit Menschen im Coaching in der Regel nicht durch ein Literaturstudium oder kognitives Wissen erlernen. Praktisches know-how ist gefragt. Ein Umstand der unmittelbar einleuchtet. So lässt sich beispielsweise eine Sportart wie Volleyball nicht durch das Lesen von Büchern erlernen. Es braucht dazu fachliche Anleitung, Übung und Unterstützung durch Feedback und Motivation. Wichtig in der Ausbildung von praktischer Handlungskompetenz als systemischer Coach ist, auch eigene Themen zu integrieren, sich dadurch weiterzuentwickeln und zur einer Führungskraft von sich selbst zu werden.

Erprobtes Toolset als systemischer Coach - Klasse statt Masse

Zu guter letzt soll das Handwerkszeug des systemischen Coaches angesprochen werden. Gemeint ist hierbei der geübte Umgang mit praxistauglichen Interventionen. Verständlich ist dabei manchmal der Wunsch, eine möglichst große Anzahl von Tools zur Verfügung zu haben. Viel wichtiger ist aber, verschiedene Veränderungswerkzeuge zur Hand zu haben, die geübt in der Anwendung wirklichen Praxisnutzen bieten können. Der geübte Umgang macht es möglich, diese zu variieren und verschiedenen Situationen und Klienten anzupassen. Als sinnvoll hat sich erwiesen, Ein Grundset an kognitiven, emotionsfördernden und imaginativen Interventionsmöglichkeiten in petto zu haben.
Der Artikel wollte wichtige Aspekte der Arbeit als systemischer Coach aufzeigen. Sicherlich wäre die Liste noch erweiterbar. So gehört regelmäßige Weiterbildung, der Austausch mit Kollegen und eine gute work-life balance ebenso zur verantwortungsvollen Tätigkeit.

- Wie du als Trainer einen „bunten Haufen“ zu einer performanten Weiterbildungsgruppe begleitest -

Kennst Du langweilige Redner oder Seminarleiter, die vor allem sich selbst gerne reden hören und sich dabei ganz toll finden? Vielleicht noch solche, die auch gerne von der Gruppe hören wie toll sie eigentlich sind und dabei eigentlich nur den „Applaus“ suchen? Du denkst ich übertreibe? Ich selbst habe solche Menschen kennengelernt und musste feststellen, dass es fachlich absolute Koryphäen gibt die aber in der Weitergabe ihres Wissens absolute Nieten waren. In diesem Artikel möchte ich Dir zeigen, wie wichtig eine planvolle Gruppenleitung als Trainer ist und Du vor allem immer wissen solltest, was Du tust.

Man nehme eine Handvoll Menschen und gebe ihnen eine Aufgabe, alles andere erlegt sich von selbst…leider ist es nicht ganz so einfach. Damit eine Gruppe arbeitsfähig wird und eine entsprechende Performance (also Arbeitsleistung) erreichen kann, braucht es verschiedene Schritte. Am Beispiel des Phasenmodells von Bruce Tuckman erkläre ich Dir, wie Du es angehen kannst. Das Modell ist in der Praxis sehr weit verbreitet und bietet eine gute Hilfestellung und Orientierung.

Phasenmodell von Tuckman im Training

Das Phasenmodell besteht in seiner Grundfassung in vier Phasen:

1. Phase: Forming:

In dieser Phase steht das Ankommen in der Gruppe und dazu das gemeinsame Kennenlernen der Gruppenmitglieder im Vordergrund. Ich finde das immer einen ganz „heiligen Moment“. Der Raum ist erfüllt von gespannter Erwartung, Aufmerksamkeit aber vielleicht auch etwas „Angst“ was jetzt gleich kommt. „Ungestellte Fragen“ liegen oft im Raum: Wer sind die anderen? Was genau wird von mir erwartet? Wer macht hier die Regeln und was darf hier sein?

Dein Job als Trainer:

Sorge für einen sicheren Rahmen. Ganz wichtig ist es am Beginn eines Seminars, für möglichst viel Transparenz zu sorgen um das Bedürfnis der Teilnehmer nach „Sicherheit“ zu befriedigen. Das sind neben organisatorischen Belangen auch die Möglichkeit, die anderen kennenzulernen, gesehen und gehört zu werden (wichtig zu sein) und auch (im Rahmen der Möglichkeiten) mitgestalten zu können. Am Beginn eines Seminars, nach der ersten Einführung und dem Kennenlernen sage ich oft den Satz (und schreibe ihn auch an!): Bitte sorgt gut für euch! Damit möchte ich die Verantwortung jedes einzelnen Teilnehmers und das persönliche Autonomieerleben stärken. Hier beginnt der Einzelne bereits, seinen Platz in der Gruppe zu suchen, sich anzunähern bzw. abzugrenzen.

2. Phase: Storming

Als Trainer kannst Du von der Forming-Phase hierzu gut überleiten, in dem Du die Gruppe mehr und mehr einbindest in das Seminar. In dieser Phase haben sich die Teilnehmer schon weiter kennengelernt. Sympathien aber auch Abneigungen bzw. Vorurteile die vielleicht schon in der 1. Phase da waren haben sich verfestigt oder wurden vielleicht aufgelöst. Manchmal kristallisieren sich auch schon unterschwellige Konflikte heraus oder es bilden sich Grüppchen.

Dein Job als Trainer:

Versuche, die entstehenden Konflikte bzw. Unterschiede konstruktiv für die Bildung wichtiger Gruppenmerkmale zu nutzen. Ein wichtiges Gruppenmerkmal ist das Vorhandensein von Diversität (Unterschiedlichkeit). Eine arbeitsfähige Gruppe braucht also verschiedene Rollen (z. B. die Rolle des Kritikers, die Rolle des Visionärs, Rolle des Antreibers, etc.). Wichtig ist es, diese Phase der Gruppenbildung zu nutzen um das Ziel der Gruppe in den Fokus zu lenken. Wichtig ist auch zu signalisieren, dass diese Unterschiedlichkeit (der Gruppenmitglieder) sein darf und von der Gruppenleitung wertgeschätzt wird. Mit dieser, meist implizit transportierten „Gruppenregel“ transportiert die Leitung Offenheit aber auch einen Rahmen, der vor Eskalation schützt bzw. schützen sollte. Diese Phase ist immens wichtig, damit wir zur nächsten Phase gelangen können.

3. Phase: Norming

In der Norming-Phase werden Prozesse und Regeln mehr und mehr sichtbar (implizit oder explizit), mit denen die Gruppe als Team arbeiten kann. Jetzt sind (hoffentlich) wichtige Rollen, die in der Storming-Phase „umkämpft“ waren gefunden und die Gruppe kann sich mehr und mehr dem eigentlichen „Sachthema“ zuwenden.

Dein Job als Trainer:

Begleite die Gruppe bei der Findung der Regeln und achte auf deren Einhaltung. Je stärker bzw. besser sich diese etablieren, desto eher kannst Du von Deiner anfänglichen Führungsrolle in die Rolle des Moderators oder Coaches gehen.

4. Phase: Performing

Hier wären wir nun in der eigentlichen „Performance-Phase“ angekommen, in der die Gruppe als Ansammlung von Seminarteilnehmern ein Team wurde, dass sich der gemeinsamen Bewältigung einer „Problemstellung“ (Aneignung von Wissen, Kompetenzaufbau, Erfahrungslernen, etc.) zuwenden kann.

Dein Job als Trainer:

Kern Deiner Aufgabe in dieser Phase sollte es sein, die Zielerreichung der Gruppe weiter im Auge zu behalten und die Weiterentwicklung (z. B. Problemlösekompetenz, Einbringen in der Gruppe, Übernehmen von Aufgaben, etc.) der einzelnen Mitglieder zu stärken. Ist die Gruppe gut „ans Arbeiten“ gekommen, kannst Du Dich noch mehr in der Rolle des Moderators wiederfinden.

Von der Theorie in die Trainer-Praxis

Nicht alle Phasen werden in der Praxis gleich lang durchlaufen. Je nach Zusammenstellung der Gruppe, Anlass, Gruppengröße und noch anderen Faktoren sind die einzelnen Phasen unterschiedlich stark ausgeprägt. In der Praxis bietet das Modell aber eine große Hilfe, wenn Du kompetent als Trainer agieren möchtest und eine Gruppe wirklich führen willst.

Du möchtest wissen, wie Du methodisch in den einzelnen Phasen agieren kannst? Du findest das Thema Trainerrolle, Wissensvermittlung und Gruppenleitung sowie Gruppendynamik spannend?

Am 8. Februar beginnt unsere Strukturierte Trainerausbildung in Gelnhausen (bei Frankfurt). In dieser Ausbildung geben wir unsere jahrzehntelange Erfahrung als Trainer an Dich weiter und helfen Dir, Dein wichtigstes Kapital als Trainer zu entwickeln: Deine Persönlichkeit! Du willst uns kennenlernen und hast noch weitere Fragen zur Ausbildung? Dann mache jetzt einen unverbindlichen Beratungstermin mit uns aus.

Mittwoch, 21 September 2016 08:59

Coach oder Trainer? 5 Kriterien zur Entscheidung

Coach oder Trainer

Du merkst, jetzt ist die Zeit reif: Du möchtest eine Weiterbildung machen, kannst Dich aber nicht zwischen Coach und Trainer entscheiden. Du arbeitest gerne mit Menschen, bist kommunikativ und strukturiert? Dann könnte eine Coaching-Ausbildung das Richtige für Dich sein. Du vermittelst aber auch gerne Wissen? Dann also doch lieber eine Ausbildung zum Trainer?

Wodurch unterscheidet sich eigentlich die Arbeit eines Coaches von der eines Trainers? Diese Frage stellen sich viele Personen, die sich für eine unserer Ausbildungen interessieren. Da es Dir vielleicht ähnlich geht, möchte ich Dir heute 5 Kriterien aufzeigen, welche die beiden Berufsbilder voneinander unterscheiden und Dir gleichzeitig aufzeigen, welche Voraussetzungen Du für die eine oder andere Ausbildung mitbringen solltest.

Was macht eigentlich ein Coach?

Coaching ist eine lösungsorientierte Prozessbegleitung, durch die Dein Klient befähigt werden soll, sein Anliegen bzw. Problem mithilfe seiner Ressourcen selbstständig zu lösen. Um diesem Ziel möglichst nahezukommen, förderst Du als Coach bei Deinem Klienten sowohl die Selbstwahrnehmung als auch die Selbstreflexion und unterstützt ihn in der Bewusstwerdung seines Verhaltens. Coaching im weitesten Sinn hat immer mit der Entwicklung der Persönlichkeit zu tun, also mit dem, was einen im Innersten ausmacht (Einstellungen, Verhaltensmuster, Werte). Ausserdem basiert Coaching auf der Freiwilligkeit des Klienten.

Was macht eigentlich ein Trainer?

Bei einem Training geht es um strukturierte Vermittlung von Wissen oder Fertigkeiten. Als Trainer hast Du gegenüber Deinen Teilnehmern in aller Regel einen Wissensvorsprung, der es Dir ermöglicht einen Lernprozess zu gestalten. Als Trainer präsentierst Du also ein bestimmtes Thema und sorgst im besten Fall für eine Atmosphäre, in der Lernen Spaß machen kann. Du solltest dabei möglichst viele Sinneskanäle ansprechen, da es unterschiedliche Lerntypen in einer Gruppe gibt. So gibt es Menschen, die eher durch zuhören lernen, andere wiederum benötigen eine bildhafte Präsentation. Als Trainer solltest Du Dich also nicht nur fachlich auskennen sondern Dich zusätzlich mit Methodik und Didaktik beschäftigen. Im Gegensatz zum Coaching kommen in ein Training auch häufig Menschen, die von ihren Vorgesetzten „geschickt“ werden, was eine besondere Herausforderung an das Thema Motivation stellt.

Mit diesen beiden Definitionen ist grundsätzlich alles gesagt ist, oder? Doch nicht unbedingt. Es gibt durchaus Parallelen zwischen den beiden, weshalb es tatsächlich nicht immer so einfach ist sich zu entscheiden und es sich durchaus lohnen kann sowohl das eine als auch das andere zu machen.

Selbstständig als Coach oder Trainer

Nehmen wir mal an, Du hast Sozialpädagogik studiert und schon einige Jahre Berufserfahrung. Deine Arbeit in einer Familien-Beratungsstelle macht Dir grundsätzlich Spaß. Du hast das Gefühl, dass Du Dich gut auf die verschiedensten Menschen einstellen kannst und sie sich Dir anvertrauen. Doch irgendetwas fehlt Dir. Du bist in einen Arbeitsalltag eingebunden, der Dich im wahrsten Sinne des Wortes bindet. Gerne würdest Du losgelöst von einer gemeinnützigen Einrichtung Dein "eigenes Ding" machen; Deinen Arbeitstag selber planen, für die Akquisition Deiner Kunden selber verantwortlich sein. Du möchtest das Gefühl haben, dass Deine Arbeit auch finanziell geschätzt wird.

Schon immer hast Du Dich für das Thema Kommunikation und seit einiger Zeit auch für das Thema Resilienz interessiert. Diese Themen würdest Du gerne einem größeren Kreis von Menschen zugänglich machen. Andererseits reizt es Dich, individuelle „Beratungen“ durchzuführen; Menschen dabei zu unterstützen ihr Kommunikationsverhalten zu verbessern, Konflikte zu bewältigen oder auch in Krisenzeiten zu überwinden.

Da Du mit Deiner momentanen Arbeit grundsätzlich zufrieden bist, kann es Sinn machen zunächst nebenberuflich als Coach und Trainerin zu arbeiten. So hättest Du ein gesichertes Einkommen bis sich Deine Neuausrichtung rechnet.

Auf die Reihenfolge kommt es an

Aus meiner Sicht könnte es Sinn machen, sich zunächst auf eine Coaching-Ausbildung zu konzentrieren und zwar aus folgenden Gründen:

  • Während einer Coaching-Ausbildung lernst Du einiges über die Grundbedürfnisse von Menschen, was Dir als Trainerin ebenfalls helfen kann um Dich auf heterogene Gruppen einzustellen
  • Du lernst verschiedenste Fragetechniken kennen, die Du auch im Training einsetzen kannst.
  • Du lernst während der Coaching-Ausbildung eine ganze Menge über Dich selber, was Dir auch bei einer Trainertätigkeit helfen kann.
  • Du lernst Deine „blinden“ Flecken kennen, was Dir den Umgang mit vermeintlich „schwierigen“ Teilnehmern erleichtern kann.
  • Du entwickelst Deine Persönlichkeit, was zu einer selbstbewussten Trainerhaltung führen kann
  • Nebenbei lernst Du, vor einer Gruppe zu sprechen und Dinge auf den Punkt zu bringen

Dies sind nur ein paar Beispiele, dafür, dass eine Coaching-Ausbildung einer Trainer-Ausbildung vorangestellt werden könnte, wenn Du vorhast beides anzubieten. Übrigens halten die meisten Coaches zusätzlich Seminare bzw. Workshops um sich ein zweites Standbein aufzubauen. Dies ist ausserdem einegute Möglichkeit sich einen Namen zu machen und darüber hinaus Klienten für ein Coaching zu gewinnen.

Würdest Du nach einer Coaching-Ausbildung noch eine Trainer-Ausbildung absolvieren wollen, hättest Du bereits die besten Voraussetzungen. Denn in der Trainer-Ausbildung geht es in erster Linien darum,

  • wie Du Dein fachliches Thema strukturiert präsentieren kannst
  • Du eine ansprechende Lernatmosphäre schaffen kannst
  • Du einen Lernprozess in der Gruppe moderieren kannst und wie
  • Du als Trainer-/in authentisch rüberkommst und
  • Wie Du mit vermeintlichen „Störern“ umgehen kannst.

Das, was ich eben geschrieben habe, soll aber nicht heißen, dass jeder eine Coaching-Ausbildung machen muss, der als Trainer arbeiten möchte. Nur, wenn Du Dir grundsätzlich beides vorstellen kannst, würde die beschriebene Reihenfolge aus meiner Sicht Sinn machen.

Grundsätzlich lässt sich folgendes sagen:

Eine Trainer-Ausbildung kann für Dich Sinn machen, wenn Du

  • gerne vor Gruppen stehst
  • strukturiert und kommunikativ bist
  • gerne Dein Wissen teilst
  • Spaß an der Gestaltung von Lernprozessen hast
  • Spaß am Lernerfolg anderer hast

Eine Coaching-Ausbildung kann für Dich Sinn machen, wenn Du:

  • mehr über Dich selbst erfahren möchtest,
  • Deine Persönlichkeit weiterentwickeln möchtest
  • lernen möchtest, wie Du andere Menschen bei deren Zielerreichung unterstützen kannst,
  • strukturiert und kommunikativ bist
  • Spaß an der Gestaltung von Entwicklungsprozessen hast
  • Spaß am Erfolg anderer hast

Ich hoffe, ich konnte Dir einen kleinen Einblick in die Unterschiede und Parallelen einer Coaching-Ausbildung bzw. Trainer-Ausbildung geben.

Wenn Du Fragen zu der ein oder anderen Ausbildung hast, kannst Du Dich gerne bei uns melden. Vielleicht hilft Dir auch unser Buch „Jetzt werde ich Coach!“ , das im April im Beltz Verlag erscheinen ist weiter.

Coach oder Trainer

Du merkst, jetzt ist die Zeit reif: Du möchtest eine Weiterbildung machen, kannst Dich aber nicht zwischen Coach und Trainer entscheiden. Du arbeitest gerne mit Menschen, bist kommunikativ und strukturiert? Dann könnte eine Coaching-Ausbildung das Richtige für Dich sein, oder doch lieber eine Ausbildung zum Trainer? Wodurch unterscheidet sich eigentlich die Arbeit eines Coaches von der eines Trainers? Diese Frage stellen sich häufig Interessenten, die sich für eine unserer Ausbildungen interessieren. Da es Dir vielleicht ähnlich geht, möchte ich Dir heute 5 Kriterien aufzeigen, die die beiden Berufsbilder voneinander unterscheiden und Dir gleichzeitig aufzeigen, welche Voraussetzungen Du für die eine oder andere Ausbildung mitbringen solltest.

Was macht eigentlich ein Coach?

Coaching ist eine lösungsorientierte Prozessbegleitung, durch die Dein Klient befähigt werden soll, sein Anliegen bzw. Problem mithilfe seiner Ressourcen selbstständig zu lösen. Um diesem Ziel möglichst nahezukommen, förderst Du als Coach bei Deinem Klienten sowohl die Selbstwahrnehmung als auch die Selbstreflexion und unterstützt ihn in der Bewusstwerdung seines Verhaltens. Coaching im weitesten Sinn hat immer mit der Entwicklung der Persönlichkeit zu tun, also mit dem, was einen im Innersten ausmacht (Einstellungen, Verhaltensmuster, Werte). Coaching basiert auf der Freiwilligkeit des Klienten.

Was macht eigentlich ein Trainer?

Bei einem Training geht es um strukturierte Vermittlung von Wissen oder Fertigkeiten. Als Trainer hast Du gegenüber Deinen Teilnehmern in aller Regel einen Wissensvorsprung, der es Dir ermöglicht einen Lernprozess zu gestalten. Als Trainer präsentierst Du also ein bestimmtes Thema und sorgst im besten Fall für eine Atmosphäre, in der Lernen Spaß machen kann. Du solltest dabei möglichst viele Sinneskanäle ansprechen, da es unterschiedliche Lerntypen in einer Gruppe gibt. So gibt es Menschen, die eher durch zuhören lernen, andere wiederum benötigen eine bildhafte Präsentation. Als Trainer solltest Du Dich also nicht nur fachlich auskennen sondern Dich zusätzlich mit Methodik und Didaktik beschäftigen. Im Gegensatz zum Coaching kommen in ein Training auch häufig Menschen, die von ihren Vorgesetzten „geschickt“ werden, was eine besondere Herausforderung an das Thema Motivation stellt.

Nach diesen beiden Definitionen könnte ich den Artikel eigentlich beenden, da damit grundsätzlich alles gesagt ist, oder? Doch nicht unbedingt. Es gibt durchaus Parallelen zwischen den beiden, weshalb es tatsächlich nicht immer so einfach ist sich zu entscheiden.

Selbstständig als Coach oder Trainer

Nehmen wir mal an, Du hast Sozialpädagogik studiert und schon einige Jahre Berufserfahrung. Deine Arbeit in einer Familien-Beratungsstelle macht Dir grundsätzlich Spaß. Du hast das Gefühl, dass Du Dich gut auf unterschiedliche Menschen einstellen kannst und sich die Menschen Dir anvertrauen. Doch irgendetwas fehlt Dir. Du bist in einen Arbeitsalltag eingebunden, der Dich im wahrsten Sinne des Wortes bindet. Gerne würdest Du losgelöst von einer gemeinnützigen Einrichtung Dein eigenes Ding machen. Deinen Arbeitstag selber planen, für die Akquisition Deiner Kunden selber verantwortlich sein. Du möchtest das Gefühl haben, dass Deine Arbeit auch finanziell geschätzt wird.

Schon immer hast Du Dich für das Thema Kommunikation und seit einiger Zeit auch für das Thema Resilienz interessiert. Diese Themen würdest Du gerne einem größeren Kreis von Menschen zugänglich machen. Andererseits reizt es Dich, individuelle „Beratungen“ durchzuführen; Menschen dabei zu unterstützen ihr Kommunikationsverhalten zu verbessern, Konflikte zu bewältigen oder auch in Krisenzeiten zu überwinden.

Da Du mit Deiner momentanen Arbeit grundsätzlich zufrieden bist, kann es Sinn machen zunächst nebenberuflich als Coach und Trainerin zu arbeiten. So hättest Du ein gesichertes Einkommen bis sich Deine Neuausrichtung rechnet.

Auf die Reihenfolge kommt es an

Aus meiner Sicht könnte es Sinn machen, sich zunächst auf eine Coaching-Ausbildung zu konzentrieren und zwar aus folgenden Gründen:

  • Während einer Coaching-Ausbildung lernst Du einiges über die Grundbedürfnisse von Menschen, was Dir als Trainerin ebenfalls helfen kann um Dich auf heterogene Gruppen einzustellen
  • Du lernst verschiedenste Fragetechniken kennen, die Du auch im Training einsetzen kannst.
  • Du lernst während der Coaching-Ausbildung eine ganze Menge über Dich selber, was Dir auch bei einer Trainertätigkeit helfen kann.
  • Du lernst Deine „blinden“ Flecken kennen, was Dir den Umgang mit vermeintlich „schwierigen“ Teilnehmern erleichtern kann.
  • Du entwickelst Deine Persönlichkeit, was zu einer selbstbewussten Trainerhaltung führen kann
  • Nebenbei lernst Du, vor einer Gruppe zu sprechen und Dinge auf den Punkt zu bringen

Dies sind nur ein paar Beispiele, dafür, dass eine Coaching-Ausbildung einer Trainer-Ausbildung vorangestellt werden könnte, wenn Du vorhast beides anzubieten. Übrigens bieten die meisten Coaches zusätzlich Seminare bzw. Workshops an. Nicht zuletzt ist es ein tolles Instrument sich einen Namen zu machen und darüber hinaus Klienten für ein Coaching zu gewinnen.

Würdest Du nach einer Coaching-Ausbildung noch eine Trainer-Ausbildung absolvieren wollen, hättest Du bereits die besten Voraussetzungen. Denn dann, in der Trainer-Ausbildung, geht es in erster Linien darum,

  • wie Du Dein fachliches Thema strukturiert präsentieren kannst
  • Du eine ansprechende Lernatmosphäre schaffen kannst
  • Du einen Lernprozess in der Gruppe moderieren kannst und wie
  • Du als Trainer-/in authentisch rüberkommst und
  • Wie Du mit vermeintlichen „Störern“ umgehen kannst.

Das, was ich eben geschrieben habe, soll aber nicht heißen, dass jeder eine Coaching-Ausbildung machen muss, der als Trainer arbeiten möchte. Nur, wenn Du Dir grundsätzlich beides vorstellen kannst, würde die beschriebene Reihenfolge aus meiner Sicht Sinn machen.

Grundsätzlich lässt sich folgendes sagen:

Eine Trainer-Ausbildung kann für Dich Sinn machen, wenn Du

  • gerne vor Gruppen stehst
  • strukturiert und kommunikativ bist
  • gerne Dein Wissen teilst
  • Spaß an der Gestaltung von Lernprozessen hast
  • Spaß am Lernerfolg anderer hast

Eine Coaching-Ausbildung kann für Dich Sinn machen, wenn Du:

  • mehr über Dich selbst erfahren möchtest,
  • Deine Persönlichkeit weiterentwickeln möchtest
  • lernen möchtest, wie Du andere Menschen bei deren Zielerreichung unterstützen kannst,
  • strukturiert und kommunikativ bist
  • Spaß an der Gestaltung von Entwicklungsprozessen hast
  • Spaß am Erfolg anderer hast

Ich hoffe, ich konnte Dir einen kleinen Einblick in die Unterschiede und Parallelen einer Coaching-Ausbildung bzw. Trainer-Ausbildung geben.

Wenn Du Fragen zu der ein oder anderen Ausbildung hast, kannst Du Dich gerne bei uns melden. Vielleicht hilft Dir auch unser Buch „Jetzt werde ich Coach!“ , das im nächsten Monat im Beltz Verlag erscheinen wird.

Dienstag, 15 Dezember 2015 22:01

Sehen und gesehen werden

Interessante Messen und Kongresse für Coaches 2016

Geht es Dir auch schon mal so, dass Du denkst: „Auf diese oder jene Messe müsste ich eigentlich auch mal gehen.“ Schließlich möchtest Du auf dem Laufenden bleiben. Doch, welche Messen bzw. Kongresse sind für Coaches bzw. Trainer lohnend? Welcher Mehrwert bietet sich Dir, wenn Du Dir einen oder mehrere Tage „frei“ nimmst, unter Umständen eine lange Anfahrt oder sogar noch Übernachtungskosten in Kauf nimmst? Wie profitierst Du am besten von einem Messebesuch? Diesen und weiteren Fragen möchte ich mich in diesem Blogartikel widmen.

Marktplatz - Heilige Messe

Messen, den einen bekannt als die oftmals rudimentär besuchten Gottesdienste der katholischen Kirche, werden von anderen als Verkaufsveranstaltungen gesehen, die oftmals völlig überlaufen sind. Wo dichtes Gedränge vor Messeständen stattfindet hinter denen sich die Anbieter in Szene setzen möchten. Wenn Du schon mal auf der „cebit“ in Hannover oder auch auf der „Internationalen Grünen Woche“ in Berlin warst, dann weißt Du was ich meine. Doch unter uns gesagt, auf den Messen für Coaches und Trainer geht es deutlich übersichtlicher zu. Sprechen wir bei der cebit beispielsweise von (obwohl deutlich rückläufig) 221.000 Besuchern 2015, fanden sich auf der diesjährigen Zukunft Personal in Köln lediglich 15.262 Besucher ein. Keine Sorge, ich möchte hier nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Mir ist schon klar, dass man die beiden Messen nicht nebeneinanderstellen kann. Ich wollte nur klar machen, dass es auf den Messen, die Coaches bzw. Trainer betreffen deutlich gemütlicher zugeht. Neben dem eigentlichen Messeprogramm finden meist parallel noch Workshops statt, um fachlich neuen Input  erhalten zu können.

Messe, muss das sein?

Wenn Du Dich mit Deiner Planung für das nächste Jahr beschäftigst, wirst Du vielleicht auch an den ein oder anderen Messebesuch denken. Doch was ist der Reiz einer Messe? Warum gehen wir dort hin? Aus meiner Sicht gibt es mehrere Gründe:

  • Anbieter zeigen ihre aktuellen Dienstleistungen oder auch Produkte. Dies kann sehr erfrischend sein und nicht selten geht man mit der ein oder anderen neuen Idee nach Hause.
  • Weiterhin ist eine Messe ideal für`s Networking geeignet. Sei es der Austausch mit Kollegen bzw, Gleichgesinnten oder das Gespräch mit einem potentiellen Auftraggeber.
  • Nicht zuletzt dient der Besuch einer Messe der eigenen Weiterbildung

Geh dahin, wo Dein Kunde ist

Unterscheiden sollte man sinnvoller Weise noch den Besuch einer Fachmesse von dem Besuch einer Messe Deiner Zielgruppe. Dazu ein Beispiel: Gehst Du zu einer typischen Fachmesse, wie der Personal Nord bzw. Süd, wirst Du dort mit großer Wahrscheinlichkeit auf viele Kollegen treffen und der Austausch untereinander würde im Vordergrund stehen.

Anders ist Deine Zielsetzung wenn Du zu einer Messe gehst, die Deine Zielgruppe besuchen würde. Coachst Du schwerpunktmäßig Jugendliche bei der Berufsfindung, kann der Besuch einer Jobbörse sinnvoll sein um mit Deinen potentiellen Klienten ins Gespräch zu kommen. Nach dem Motto: Geh dahin, wo Dein Kunde ist.

Gut aufgehangen, ist halb gebügelt

Möchtest Du aus einem Messebesuch das Beste rausholen, kann ich Dir nur empfehlen, Dich gut vorzubereiten. Klar, kannst Du auch mal nur so zu einer Messe gehen. Aber spätestens wenn Dich jemand fragt: “Na, was erwarten Sie denn von Ihrem Messebesuch?“ und Du sagen musst: „ Ach, ich bin eigentlich nur so da.“, wirst Du das untrügliche Gefühl haben, dass hier irgendwas nicht richtig läuft.

So bereitest Du Dich richtig vor:

  • Mache Dir klar, welches Ziel Du mit dem Messebesuch verbindest. Sei es, dass Du Dich über aktuelle Entwicklungen auf dem Coaching-Markt informieren möchtest, oder, dass Du Dich bei einigen Firmen vorstellen möchtest, um ihnen Deine Dienstleistung anzubieten. Vielleicht möchtest Du auch einen Kooperationspartner treffen, den Du vorab über eine Internetplattform „kennengelernt“ hast. Was auch immer. Wenn Du Dir vor der Messe ein Ziel formuliert hast, gestaltet sich Dein Besuch sehr viel strukturierter und Du hast am Ende des Tages das Gefühl etwas erreicht zu haben.
  • Zu jedem Messebesuch solltest Du natürlich Visitenkarten und Deine Flyer mitnehmen
  • Ebenso solltest Du an Deinen Kalender bzw. Dein Smartphone denken
  • Nicht zuletzt ist es hilfreich, wenn Du Dir Gedanken zu Deinem Elevator Pitch machst. Dabei handelt es sich um eine Kurzpräsentation Deiner Dienstleistung. Damit bringst Du Dein Angebot in kürzester Zeit knackig auf den Punkt. Siehe auch den Blogbeitrag von Peter über den Elevator Pitch.

So vorbereitet, kann es los gehen. Ich habe Dir hier einige der gängigen Messen für Coaches und Trainer für 2016 zusammengestellt. (Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit). 

Bei Deiner Planung und Deinen Messebesuchen wünsche ich Dir viel Spaß und Erfolg!

Messe konkret

Messe Datum Ort
Learntec 26. - 28.01. Karlsruhe
Coaching-Kongress 2016 der Hochschule für angewandtes Management 25./26.02. München
SG-Tagung (Systemische Gesellschaft) 03. - 05.03. Dresden
Trainer Kongress 04./05.03. Berlin
Petersberger Trainertage 15.0/16.04. Königswinter
Personal Nord 26./27.04. Hamburg
Personal Süd 10./11.05. Stuttgart
DFC Coaching-Konvent 17./18.09. Porta Westfalica
Zukunft Personal 18.- 20.10. Köln

Zum Ausdrucken und mit weiteren Infos versehen, findest Du das ganze hier nochmal als pdf.

Welches ist Dein Messefavorit für 2016?

 

 

 

 Weiterbildung

Nicht selten wird an uns die Frage gerichtet, wie es nach einer Coaching-Ausbildung weitergehen kann. Natürlich kannst Du direkt im Anschluss daran eine Weiterbildung nach der anderen machen. Du sammelst dabei viele Scheine, lernst viele Leute kennen und bekommst unter Umständen Ideen für weitere Seminare, die Du belegen „musst“. Nur leider sammelst Du bei alldem nur wenig echte praktische Erfahrung. Also den Umgang mit Klienten. Im schlimmsten Fall fühlst Du Dich nach Deiner Vielzahl an Weiterbildungen immer noch nicht fit für die Praxis, weil Du ja noch diese oder jene Fortbildung unbedingt brauchst um wirklich loslegen zu können. „Tschuldigung“ aber das ist Blödsinn!! Mach das SO nicht!

Versteh mich bitte nicht falsch. Ich habe nichts gegen Weiterbildungen, ganz im Gegenteil! Ich finde nur, sie sollte zielgerichtet besucht werden und nicht auf Vorrat. Aus meiner bescheidenen Sicht ist es sinnvoll nach einer Coaching-Ausbildung zunächst Praxiserfahrung zu sammeln. Und mit einer soliden Coaching-Ausbildung kannst Du Dich auf jeden Fall auf den Markt trauen. Unter solide verstehe ich eine Ausbildung über mehrere Monate mit einem hohen Selbsterfahrungsanteil, viel Praxis und Zeit das Gelernte anzuwenden. Das ist für die spätere Arbeit essentiell.

Im Laufe der Praxis merkst Du recht schnell, welcher Bereich Dich besonders interessiert, bzw. in welchem Bereich Du Dich besonders wohl fühlst. Dann ist der Zeitpunkt gekommen über eine konkrete Weiterbildung nachzudenken.

Ich möchte Dir heute einfach mal zwei Weiterbildungen vorstellen, die sich aus meiner Sicht für einen Coach anbieten, der schon über eine gewisse Praxis verfügt und weiß wo er hinmöchte: Da wäre zum einen die

Trainer-Ausbildung

Vielleicht hat Dich im Rahmen Deiner Coaching-Ausbildung das ein oder andere Thema so begeistert, dass Du Dich näher damit beschäftigen möchtest, indem Du selber Seminare dazu anbietest. Vielleicht möchtest Du über Seminare auch Deinen Bekanntheitsgrad erhöhen oder Dir einen Expertenstatus aufbauen indem Du Dich auf ein bestimmtes Themengebiet spezialisierst.

Wenn Du noch keine oder geringe Erfahrung im Umgang mit Gruppen, Methodik und Didaktik hast, kann eine Trainerausbildung eine gute Wahl sein. Hier lernst Du in aller Regel wie Du Seminare gestaltest, wie Du Lernprozesse moderierst und Gruppenprozesse steuerst. Darüber hinaus erfährst Du etwas über den Umgang mit Medien, über eine gelungene Art zu präsentieren und zu visualisieren.

Gegenüber einer allgemeinen Trainerausbildung gibt es auch Ausbildungen zu „speziellen“ Trainern, wie zum Beispiel Kommunikationstrainer oder Verhaltenstrainer.

Die Bandbreite bezogen auf Dauer und Kosten ist sehr groß. So kannst Du Dich in 3 Tagen oder 20 Tagen zum Trainer ausbilden lassen und dafür zwischen 250 und 650 Euro pro Tag bezahlen. Wie immer bei der Wahl einer Weiterbildung ist es wichtig Kosten und Nutzen gegeneinander abzuwägen und mehrere Angebote einzuholen um diese miteinander vergleichen zu können.

Scheu Dich nicht Kontakt zu den jeweiligen Instituten aufzunehmen. So erhältst Du die gewünschten Informationen aus erster Hand.

Eine Weiterbildung, die in eine ganz andere Richtung geht ist die Ausbildung zum

Heilpraktiker, eingeschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie (HP-Psych)

Während einer Coaching-Ausbildung erfährst Du einiges über psychologische Grundkenntnisse, lernst was Empathie und Wertschätzung bedeuten, übst viele verschiedene Interventionstechniken und lernst außerdem sehr viel über Dich und den Umgang mit anderen, psychisch gesunden, Menschen. Das ist das Stichwort und ich möchte an dieser Stelle kurz den Unterschied zwischen Coaching und Therapie erklären.

Die Basis ist bei beiden gleich: Eine gelungene Kommunikation und ein guter Rapport zum Klienten (also die Art und Weise, wie Du mit Deinen Klienten Kontakt aufnimmst und diesen hältst). Der wichtigste Unterschied zwischen beiden ist der, dass Du beim Coaching mit psychisch gesunden Menschen arbeitest. Das heißt, Du befasst Dich nicht mit der Behandlung psychischer Störungen. Im Gegensatz zur Therapie. Diese setzt eine Störung oder Erkrankung des Menschen voraus.

Das heißt, wenn Du Dein Arbeitsfeld um das der Psychotherapie erweitern möchtest, musst Du mindestens eine entsprechende Heilerlaubnis erwerben. Diese erhältst Du, indem Du eine entsprechende Prüfung vor Deinem zuständigen Gesundheitsamt ablegst.

Zur Vorbereitung auf diese Prüfung gibt es nun verschiedene Kursformen. Da es noch keine einheitlichen bzw. verbindlichen Ausbildungsrichtlinien gibt, erstellt jedes Ausbildungsinstitut sein eigenes Konzept.

Von Kursen in Teilzeit oder Vollzeit über Fernlehrgänge wird für jeden Bedarf etwas angeboten. Ähnliches gilt für den Preis. Dieser schwankt von ca. 1000 bis 2500 Euro und mehr. Je nach Dauer und Zusatzleistung. Manche Institute bieten neben der reinen Prüfungsvorbereitung noch weiterführende Module an. Diese zu buchen macht aber nur Sinn, wenn es der eigenen gewünschten Richtung entspricht. Sonst wird wieder auf Vorrat gelernt ;-). 

Der Heilpraktiker, eingeschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie (HP-Psych), ist keine Unterform des Heilpraktikers. Sondern es handelt es sich um ein eigenständiges Berufsbild, da sich die genannte Beschränkung auf das Gebiet der psychischen Störungen bezieht und er keine organischen Leiden behandeln darf wie der Heilpraktiker.

Es war eine gewisse Zeit nötig um dieses Berufsbild in unser Gesundheitssystem zu integrieren, doch wird mittlerweile ein positiver Trend in Bezug auf die fachliche Anerkennung sichtbar. Das mag auch daran liegen, dass das Niveau der Prüfungen in den letzten Jahren deutlich angehoben wurde und man die Prüfung nicht so nebenbei machen kann.

Klar sein sollte Dir, dass Du als HP-Psych nicht mit der Krankenkasse abrechnen kannst, sondern dass Deine Klienten alles aus eigener Tasche bezahlen müssen.

Die Heilerlaubnis zu besitzen, kann nicht nur Sinn machen wenn Du therapeutisch arbeiten möchtest, sondern auch um Grenzfälle, die Dir im Coaching begegnen können, besser einschätzen zu können und unter Umständen behandeln zu dürfen. Um verantwortungsvoll als Therapeut arbeiten zu können, solltest Du allerdings eine Ausbildung in einem Dich interessierenden Therapieverfahren anhängen!

Noch lange nicht alles

Neben diesen beiden genannten Möglichkeiten der Weiterbildungen gibt es natürlich noch mehr als eine Handvoll weiterer Ausbildungen, die für einen Coach sinnvoll sein können. Aber diese jetzt hier aufzuführen, würde den Rahmen sprengen. Und unabhängig von organisierten Weiterbildungen, sollte die eigene Professionalisierung Deiner Arbeit als Coach zu Deiner täglichen Pflichtübung werden J.

Doch, welche Zusatzqualifikation für einen Coach hältst Du für sinnvoll und warum? Ich bin gespannt auf Deine Nachricht.

Donnerstag, 30 April 2015 08:35

Die Qual der Wahl

5 Tipps um kluge Entscheidungen zu treffen

Entscheidungen müssen wir täglich treffen, kleine und große. Manchmal fällt es uns leicht, manchmal schwer. Woran liegt es, dass wir uns bei bestimmten Entscheidungen schwer tun? Wie können wir es uns leichter machen?

Ich hatte den Eindruck dass er echt intelligent ist. Er kann analytisch denken und ist rhetorisch gut drauf. Er diskutiert gerne und weiß zu überzeugen. Und trotzdem kommt er beruflich nicht aus dem „Quark“. Die Rede ist von einem 22jährigen Klienten der Generation Y, der sich beruflich nicht entscheiden kann. Er kann sich vieles vorstellen, hat aber die Sorge, dass ihm nach kurzer Zeit langweilig wird. Aus Angst sich für den „falschen“ Beruf zu entscheiden, macht er lieber nichts. Das ist natürlich auch eine Entscheidung, nämlich die, alles beim alten lassen zu wollen.

Dies ist nur ein Beispiel dafür, wie schwierig es sein kann Entscheidungen zu treffen. Das fatale ist nur, wenn wir nicht aktiv Entscheidungen treffen, dann treffen sie andere für uns. Und ob das dann besser ist, ist die Frage. Vielleicht neigst Du dazu jetzt die gute alte Zeit zu loben in der es viel einfacher war? Aber so einfach war es nicht. Bis Ende der 70er Jahre gab es z. B. ein Gesetz (§1356 BGB) das für uns Frauen entschied: „Frauen führen den Haushalt in alleiniger Verantwortung. Es ist ihnen verboten der Erwerbspflicht nachzugehen, wenn diese mit der Erfüllung familiärer Pflichten konkurriert.“ Da muss ich doch sagen, auch wenn es manchmal schwerer ist, entscheide ich doch lieber selbst für mich.

Doch was hält uns manchmal davon ab, zügig und für uns klug zu entscheiden?

Folgende Faktoren können dabei ihren Einfluss geltend machen:

  • Ängste vor den Konsequenzen oder der damit einhergehenden Verantwortung. „Wenn ich jetzt BWL studiere, hänge ich mein Leben lang in einem Büro...“
  • Die Suche nach DER perfekten Lösung, die es in Wirklichkeit nicht gibt. „Bei BWL hätte ich den Vorteil, dass ich viel Geld verdienen kann, Umweltschutz würde mich auch interessieren, aber da verdiene ich nichts..“
  • Die Angst vor der eigenen Courage. „Was? In meinem Alter nochmal ganz von vorne anfangen?“ Da bleibe ich lieber wo ich bin, auch wenn es mir nicht gut gefällt.“
  • Die Sorge um die vermeintliche Tragweite einer Entscheidung. „Wie lange muss ich mich darüber ärgern, dass ich im Urlaub nach Schweden gefahren bin und drei Wochen Regen hatte, statt nach Spanien mit Sonnengarantie?“
  • Es gibt zu viel Auswahl. Dies kann einerseits viel Freiheit bedeuten. Andererseits kann es auch zu großer Unsicherheit führen. „Manchmal dauert die Auswahl eines Joghurts länger als die Dauer an der Kasse zu stehen.“

Wie treffen wir überhaupt Entscheidungen?

Mit dem Kopf oder mit dem Bauch? Im optimalen Fall mit beidem. Viele Entscheidungen werden zunächst mit dem Bauch gefällt und dann durch den Kopf rechtfertigt.

Wie hast Du z. B. Dein letztes Auto gekauft? Hast Dich nur so zum Spaß mal hinter das Steuer eines „unvernünftigen“ Cabriolets gesetzt, hast Dich wohl gefühlt und konntest Dir vorstellen wie es sich fährt, hast quasi schon den Wind in den Haaren gespürt, und – hast gekauft. Viel zu teuer, kaum Kofferraum, hohe Versicherungskosten. Aber einfach toll!! So kann es gehen. Und wenn es Dich nicht in den finanziellen Ruin treibt, erfreu Dich einfach dran. Spätere Argumente könnten dann noch sein, dass es ja jetzt zum Sommer mehr Sinn macht als zum Winter und Du jetzt noch in dem Alter bist...usw.

Andererseits gibt es Entscheidungen, die Du vielleicht eher mit dem Kopf triffst. Nehmen wir z. B. das Thema Weiterbildung. Hierbei hast Du in aller Regel ein festes Ziel vor Augen. Für dieses suchst Du eine passende Ausbildung. Oft macht es Sinn, sich Auswahlkriterien aufzuschreiben und diese mit den verschiedenen Angeboten zu vergleichen. Bei einer Coaching-Ausbildung könnten dies z. B. Erfahrung der Trainer, Aufbau und Struktur der Ausbildung, Nähe zur Praxis, Methodenvielfalt, Erarbeitung eines eigenen Konzepts, Sympathie der Trainer und der Preis sein. Aus diesen Informationen kannst Du eine Matrix erstellen und Deine Eintragungen für drei verschiedene Institute machen. Das Institut mit den meisten Punkten bekommt Deinen Zuschlag. Doch machen wir uns nichts vor. Spätestens bei der Sympathie der Trainer ist der Bauch wieder dabei.

Also, egal um welche Entscheidung es geht, Bauch und Kopf spielen ein gemeinsames Spiel.

Folgende Tipps können Dir dabei helfen Entscheidungen leichter zu treffen.

Tipp 1: Frage Dich, was als Schlimmstes passieren könnte, wenn Du Dich falsch entschieden hättest? Wie würde Dein Leben mit dieser vermeintlich falschen Entscheidung weiter gehen?

Tipp 2: Mit welchen Konsequenzen musst Du leben, wenn Du Dich für Variante A bzw. B entscheidest und umgekehrt?

Tipp 3: Frage entscheidungsfreudige Personen um ihre Meinung. Frage aber konkret „Würdest Du, nachdem ich sie Dir erklärt habe eher Variante A oder B nehmen?“ Wenn Du die Frage eher offen formulierst „Was würdest Du denn machen?“ kann das hilfreich sein, wenn Du noch überhaupt keine Idee hast. Möchtest Du Dich aber zwischen zwei Alternativen entscheiden, frage auch nur diese ab.

Tipp 4: Erstelle eine Liste mit Pro- und Kontraargumenten oder die eben schon erwähnte Matrix.

Tipp 5: Mach Dich locker und entscheide. Das bringt Dir Klarheit. Die wenigsten Entscheidungen sind für`s Leben. Erwarte keine „eierlegende Wollmichsau“.

 

Wie triffst Du in aller Regel Entscheidungen? Welche triffst Du eher mit dem Kopf, welcher eher mit dem Bauch? Ich freu mich über Deinen Kommentar?

 

In der letzten Woche telefonierte ich mit einem Ausbildungsinteressenten für unsere Coaching-Ausbildung. Er erzählte mir, dass er gerade die Angebote einiger Anbieter vergleiche. Ihm sei auch aufgefallen, dass es recht große Preisunterschiede bei den Offerten gab. Außerdem frage er sich, ob man überhaupt solche eine Ausbildung brauche. Schließlich gebe es ja wirklich gute Coaching-Literatur zu allen möglichen Themen. In Amazon gebe es zwei Bücher, die durchweg beste Rezensionen haben, berichtete er. Diese habe er sich gekauft und sei auch schon eifrig am Lesen. Die theoretischen Modelle seien für ihn manchmal etwas schwerfällig nachzuvollziehen, aber das gebe sich bestimmt mit der Zeit, so seine Worte.

Wie wird man eigentlich Coach?

Das Thema „Coaching-Ausbildung“ oder „Buch über Coaching“ möchte ich gerne als Anlass zu diesem Blog-Artikel nehmen. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich auch schon andere Interessenten diese Frage gestellt haben. Zumal die Berufsbezeichnung „Coach“ nicht geschützt ist und es zum Begriff „Coaching“ auch verschiedene Vorstellungen gibt. Ganz zu schweigen von dem, was ein Coach eigentlich tut bzw. tun sollte.

Ein wie ich finde recht leicht nachzuvollziehender Vergleich ist die Erlangung der Fahrerlaubnis, sprich Führerschein. Nun könnte man nämlich die Frage stellen: wieso eigentlich diese kostspieligen Fahrstunden und den langwierigen Theorieunterricht absolvieren. Man kann ja die Bögen einfach im Handel kaufen, durcharbeiten und ab zur Prüfung. Und das praktische Autofahren ist ja auch schnell gelernt. Ein paar Runden über den ADAC-Platz und ein bisschen Einparken, das war´s. Wir alle wissen: ganz so leicht ist es nun doch nicht. Zumal es über diesen Weg keine Rückmeldung gibt, ob das was Sie machen gut oder eher nicht so gut ist, geschweige denn, über diesen Weg wirklich praktisches Handwerkszeug für das Bestehen von Fahrsituationen im Alltag erlernt werden kann. Schließlich möchten ja auch die anderen Verkehrsteilnehmer möglichst unfallfrei im Straßenverkehr ankommen. Zurück zur Coaching-Ausbildung: Was würde passieren, wenn Sie sich das Wissen ausschließlich über Bücher „anlesen“ würden?

  • Sie hätten wichtige „Haltungen“ eines guten Coaches nicht wirklich gelernt, da zum erfahrungsorientierten Lernen andere Menschen notwendig sind.
  • Der Unterschied zwischen „Kennen“ und „Können“ wäre für Sie nicht erfahrbar gewesen.
  • Sie hätten keinerlei praktische Erfahrungen über die Wirkung von Coaching-Maßnahmen.
  • Sie hätten keine Rückmeldung bekommen über Ihre eigenen Stärken und Lernfelder.
  • Die Wirkung von Intervision bzw. Supervision wäre für Sie ein „Fremdwort“ bzw. ein Wort ohne „Erfahrungshintergrund“ geblieben.
  • Ihre Coaching-Persönlichkeit hätte keine Möglichkeit gehabt, im Austausch und der Erfahrung anderer sich zu entwickeln und zu reifen.
  • Wichtige persönliche Eindrücke, auch durch Input von Außen, hätten nicht gemacht werden können.
  • Das Gefühl, einen Coaching-Prozeß wirklich strukturiert zu führen hätte nicht entstehen zu können.
  • Durch das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten entstandene Selbstbewusstein würde nicht zur Geltung kommen.
  • Die Möglichkeit, eigene Kompetenzen auf dem Weg zu einem professionellen Coach zu entwickeln wäre Ihnen versagt geblieben.
  • Und ganz wichtig: das Coaching von anderen (Kollegen in der Ausbildung) hätte Sie nicht erreicht, im schlimmsten Falle wüssten Sie also gar nicht, was professionelles Coaching ist.

And the winner is…

Nun aber zurück zum Interessenten unserer Coaching-Ausbildung. Im Besten Falle ist es, ergänzend zu einer Coaching-Ausbildung, ausgewählte Ergänzungsliteratur zu lesen. So können die hier gegebenen Impulse auch an eigenen Erfahrungswerten andocken und sich mit dem eigenen Lernhintergrund der Ausbildung verbinden bzw. verknüpfen. Da es in diesem Bereich viel Literatur gibt, ist die Auswahl hier auch manchmal gar nicht so einfach. In einer methodisch breit gefächerten Ausbildung werden Sie aus vielen verschiedenen „Coaching-Schulen“ Tools und Herangehensweisen kennenlernen. Oft ist es so, dass sich daraus bestimmte Affinitäten zu bestimmten Richtungen herauskristallisieren. So ist zu beobachten, dass der eine gerne mit Techniken aus dem Hypno-Coaching arbeitet, der andere mag lieber systemische Praxis und wieder andere Teilnehmer begeistern sich für Elemente aus dem NLP. Eine Empfehlung könnte hier sein, ganz gezielt diese „Lieblingsthemen“ zu vertiefen und das eigene, methodische Repertoire an Coaching-Können weiter zu verfeinern und auszubauen.

So stellt sich für mich nicht die Frage Coaching-Ausbildung oder Buch, sondern Coaching-Ausbildung mit Buch bzw. sinnvoller Ergänzungsliteratur zu Themen, die besonders spannend sind. So macht Lernen Spaß und ist darüber hinaus sinnvoll, effektiv und praxisnah.

Montag, 18 März 2013 20:23

Methodenmix für`s Marketing

Methodenmix für`s Marketing

Machen viele Methoden einen Coach glaubwürdiger?

Manchmal bin ich sprachlos. Ehrlich gesagt ist mir kaum eine Berufsgruppe bekannt, deren Mitglieder so viel Zeit, Geld und Energie in ihre Weiterbildung investieren. Nicht, dass Weiterbildung nicht wichtig wäre. Ganz im Gegenteil. Gerade als Coach ist es wichtig, immer wieder über den Tellerrand hinaus zu blicken und sich mit neuen Themen zu beschäftigen oder seine Schwerpunkte zu vertiefen.

Aber muss ich meine potentiellen Kunden über jedes Wochenendseminar informieren? Muss jede Zusatzausbildung genannt werden?

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