Peter Reitz

Peter Reitz

Peter Reitz arbeitet seit fast zwanzig Jahren freiberuflich / selbstständig. Nach beruflicher Tätigkeit in der IT-Branche und einer künstlerischen Ausbildung, arbeitet er seit über zehn Jahren im Bereich Lehre, Kompetenzentwicklung & Coaching. Er ist systemisch ausgebildet und betreibt ein Weiterbildungsinstitut für Beratung & Therapie. Sein Motto: „Menschen in Entwicklungs- und Veränderungsprozessen zu begleiten ist immer spannend.
Montag, 28 Januar 2013 16:39

Selbsterfahrung in der Coach-Ausbildung

…wozu eigentlich der „Aufwand“?

Verantwortungsvolles Coaching ist zu einem großen Teil „Beziehungsgestaltung“ mit Klienten und Kunden, aber auch Auftraggebern. Das heißt, wir gestalten die Arbeitsbeziehung zum Kunden als Grundlage der Veränderungsarbeit.  In der Praxis hat diese Art des „joinings“ einen großen Stellenwert. Wichtig und elementar ist, die Wirkung und das Handwerk von Beziehungsgestaltung und Interventionen im Coaching (Veränderungsmethodik) wirklich zu erfahren. Hier reicht es bei weitem nicht, ein Buch über Coaching oder einen Artikel in einer Fachzeitschrift zu lesen. Und Erfahrung geht nur im Kontakt mit anderen Menschen bzw. Gruppen. Auch ist es wichtig, sich selbst durch andere zu erfahren (Selbsterfahrung). Wir bekommen  Feedback von außen und können erfahren, wie andere uns sehen. Andere Wahrnehmungen können die Art wie wir denken und handeln bereichern und verfeinern.

Wir konstruieren unser Erleben und Verhalten durch dass, was wir als soziale Realität wahrnehmen und was durch unsere eigenen Bedürfnisse, Wünsche, Ziele und Erwartungen beeinflusst wird (soziale Kognition). Manchmal blenden wir aber aus guten Gründen verschiedene Aspekte einfach aus. Studien zeigen, dass wir Menschen dazu neigen, eigene unerwünschte Emotionen oder Wünsche auf andere Personen zu projizieren. Hier hilft Feedback und das Erleben und Ausprobieren in der Coaching-Gruppe. Ausbildungsteilnehmer erhalten hier die Möglichkeit, auch an eigenen Themen zu arbeiten und diese sinnvoll in die eigene, professionelle Coach-Persönlichkeit zu integrieren.

Du willst keinen Artikel mehr verpassen?
Dein Vorname*:
Dein Nachname*:
Deine E-Mail Adresse*:
Freitag, 04 Januar 2013 10:41

Haltung im professionellen Coaching

…da muss ich erst mal meinen Coach fragen…

„Lieber Herr Reitz, sagen Sie mir doch bitte was ich machen soll, schließlich bezahle ich Sie ja dafür!…“ Tja, was nun? So oder so ähnlich könnte eine Frage im Coaching an den Coach herangetragen werden. Was nun, wenn Sie keine Lösung wissen?
Die gute Nachricht: Soweit sollte es gar nicht erst kommen …
Noch eine bessere Nachricht: Professionelles Coaching ist Prozessberatung. Das heißt, kompetente Coaches unterstützen Menschen darin, ihre eigene Lösung zu finden. Diese kann völlig anders aussehen als eine Lösung, die sich der Coach ausgedacht hat. Unsere Kunden kennen sich am besten. Daher ist es unsere Aufgabe, Menschen darin zu unterstützen ihre, für sie passende Lösung zu finden.

Wichtig ist, dass wir unsere professionelle Arbeitsweise v o r  der ersten Coaching-Sitzung gegenüber unseren Kunden transparent machen. Sonst würden wir zu Abhängigkeit (vom Coach), statt Verbesserung der Eigenwahrnehmung und Selbststeuerung anleiten.

Du willst keinen Artikel mehr verpassen?
Dein Vorname*:
Dein Nachname*:
Deine E-Mail Adresse*:
Freitag, 04 Januar 2013 10:40

Grenzen der eigenen Coaching-Arbeit

„…seit einigen Wochen komme ich nicht mehr aus dem Bett. Morgens wache ich schon immer um vier Uhr auf und habe immer so komische Bauchschmerzen.“

Was ist Coaching? Wann verlassen wir unseren Kompetenzbereich als Coaches? Wann sollte der Klient einen Psychotherapeuten oder Arzt aufsuchen? Solche Fragen werden oft gestellt.

Die Wahrheit ist: die Übergänge sind fließend und viele Coaches bewegen sich hier in Grenzgebieten.

Als Faustregel kann hier gelten: Immer wenn ein Klient „Störungen“ mit „Krankheitswert“ hat, sollte der Coach seinen Kunden bitten und motivieren, sich mit diesen „Störungen“ in ärztliche bzw. therapeutische Hilfe zu begeben. Hier ist ärztliche Abklärung gefordert. Coaching ist ein sehr verantwortungsvoller Prozess. Der Coach kann hier trotzdem (wenn gewünscht) mit dem Klienten weiterarbeiten: aber bitte n u r in den Bereichen die er mit seiner Ausbildung verantworten kann. Coaching ersetzt nicht die Arbeit medizinischer Fachkräfte oder Therapeuten.

Du willst keinen Artikel mehr verpassen?
Dein Vorname*:
Dein Nachname*:
Deine E-Mail Adresse*:
Seite 21 von 21
  • Telefon: 04371 - 60 39 002
  • Telefon: 01525-39 49 994